{"id":651,"date":"2018-06-16T17:48:53","date_gmt":"2018-06-16T15:48:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=651"},"modified":"2018-06-17T19:19:34","modified_gmt":"2018-06-17T17:19:34","slug":"il-viaggio-a-reims","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2018\/06\/16\/il-viaggio-a-reims\/","title":{"rendered":"Il viaggio a Reims"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dramma giocoso<\/strong> in einem Akt<\/p>\n<p>von <strong>Gioacchino Rossini<\/strong> (1792 \u2013 1868)<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Libretto<\/strong> von Giuseppe Luigi Balochi<br \/>\n<strong>Urauff\u00fchrung<\/strong> am 19. Juni 1825 am Th\u00e9\u00e2tre-Italien in Paris<br \/>\n<strong>Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 15. Juni 2018<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Der Vorhang \u00f6ffnet sich und eine \u201eNummernrevue in der Notaufnahme\u201c beginnt. So wirkt es in diesem B\u00fchnenbild und den folgenden Szenen. Der B\u00fchnenraum ist total verspiegelt und ist m\u00f6bliert mit je einer Reihe Krankenbetten, die an der rechten und an der linken Wand aufgestellt sind. Alles schl\u00e4ft noch in den Betten und die Ruhe wird erst gest\u00f6rt durch das Auftreten einer, wie eine Krankenschwester gekleideten Person, die in einem bestimmenden Ton die Nachtruhe beendet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_654\" aria-describedby=\"caption-attachment-654\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-654 size-full\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_0722KH_620x430.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_0722KH_620x430.jpg 620w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_0722KH_620x430-150x104.jpg 150w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_0722KH_620x430-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-654\" class=\"wp-caption-text\">Foto \u00a9 Thomas Aurin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was jetzt folgt, ist der Ablauf von einzelnen Solonummern der Insassen dieser Einrichtung, der diesen ersten Akt mit einer L\u00e4nge von hundert Minuten zu dem l\u00e4ngsten der Geschichte der Opera buffa macht. Langeweile kommt nicht auf, da die einzelnen Vortr\u00e4ge von virtuosen Stimmen in zehn Solonummern ausgef\u00fchrt werden. Eine Reise, wie der Titel aussagt ist diese Oper nicht, sondern eigentlich ein Stillstand, weil die Reise nicht stattfindet wegen des Mangels an geeigneter Transportm\u00f6glichkeit. Aber zum Schluss einigt man sich, als Ersatz ein gro\u00dfes Fest zu feiern. Die Themen der Solonummern drehen sich um die verschiedenen Nationalit\u00e4ten in Europa, damals wie heute und ihre jeweiligen Eigenheiten, die den Nachbarn wiederum immer etwas seltsam erscheinen. Daraus bezieht die Oper auch ihre Beliebtheit beim Publikum.<\/p>\n<p>\u201eEndlich mal eine Oper, bei der man Spa\u00df hat\u201c lie\u00df sich gerade lautstark ein Nachbar im Publikum vernehmen. Das ist dann auch das eigentliche Problem. Das Opernpublikum wandelt sich zusehends. Der ganze Genuss an der Oper f\u00fcr den interessierten Besucher geht weitgehend verloren, wenn beinahe jede Arie zugeklatscht wird. Jeder will der erste sein der applaudiert und das tut er dann auch. Es wird gebr\u00fcllt wie bei der Fu\u00dfball MW und dann wird nat\u00fcrlich das Smartphone gez\u00fcckt, um sofort einige Fotos zu posten und m\u00f6glichst auch noch mit eingeschaltetem Blitzlicht. Das ist keine Einzelerfahrung, das wird heute mehr und mehr zur Regel. Entsetzlich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_655\" aria-describedby=\"caption-attachment-655\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-655 size-full\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_4646KH_620x280.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_4646KH_620x280.jpg 620w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_4646KH_620x280-150x68.jpg 150w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/viaggio1_4646KH_620x280-300x135.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-655\" class=\"wp-caption-text\">Foto \u00a9 Thomas Aurin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das, was man von der Oper sehen und h\u00f6ren kann ist auf jeden Fall erstklassig und kann nur zum Besuch empfohlen werden. Der ungew\u00f6hnliche Aufbau und Ablauf der Inszenierung hat seine Ursache wohl in der Geschichte dieser Oper. Das ist auch gut gemacht und schl\u00fcssig im Ablauf und hat dann auch den Applaus verdient, aber bitte nicht in dieser Form.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [OpernInfo-Berlin.de]<\/p>\n<p><strong>Alle Fotos (c)\u00a0 Thomas Aurin<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dramma giocoso in einem Akt von Gioacchino Rossini (1792 \u2013 1868)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":652,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,2,4],"tags":[],"class_list":["post-651","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-opernbesuche","category-meinungen","category-termine"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=651"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/651\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":660,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/651\/revisions\/660"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}