{"id":499,"date":"2018-04-23T16:26:23","date_gmt":"2018-04-23T14:26:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=499"},"modified":"2018-04-23T16:26:23","modified_gmt":"2018-04-23T14:26:23","slug":"gegenwart-und-zukunft-des-musiktheaters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2018\/04\/23\/gegenwart-und-zukunft-des-musiktheaters\/","title":{"rendered":"Gegenwart und Zukunft des Musiktheaters"},"content":{"rendered":"<p>J\u00f6rn Peter Hiekel, David Roesner (Hg.)<br \/>\n<strong>Gegenwart und Zukunft des Musiktheaters<\/strong><br \/>\n<em>Theorien, Analysen, Positionen<\/em><!--more--><\/p>\n<p>M\u00e4rz 2018, 238 Seiten, kart., zahlr.. Abb., 29,99 \u20ac,<br \/>\nISBN 978-3-8376-3933-9<\/p>\n<p>Aus der Reihe \u201a<strong><em>Musik und Klangkultur<\/em><\/strong>\u2018 vom [<strong>transcript-verlag<\/strong>]<!--more--><\/p>\n<p>Es ist hier sinnvoll, auf die vom Autorenteam bzw. vom Verlag intendierten Aufgaben dieses Bandes hinzuweisen:<\/p>\n<p>\u201eVor dem Hintergrund einer \u00d6ffnung gegen\u00fcber dem Fremden und Unerwarteten nimmt dieser Band eine Ortsbestimmung des zeitgen\u00f6ssischen Musiktheaters vor. Dazu geht er nicht nur auf neue Formate und Strategien ein, sondern verfolgt auch jene Differenzen oder Querst\u00e4nde der K\u00fcnste untereinander, aus denen sich neue M\u00f6glichkeiten ihres Zusammenwirkens ergeben. Begriffe wie Original, Adaption, Partitur, Autorschaft oder Komposition sind nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich und erfahren in k\u00fcnstlerischer Praxis und akademischem Diskurs neue Wendungen. Dies zeigen die Beitr\u00e4ge aus Musik-, Theater- und Tanzwissenschaft sowie der Philosophie.\u201c [transcript-verlag]<!--more--><\/p>\n<p>Das Buch ist gegliedert in drei Hauptteile, in denen sich, entgegen dem Buchtitel, auch die Themen finden, aus denen sich das heutige Denken und die Vielfalt der heutigen Erscheinungen des Musiktheaters entwickelt haben und noch weiterhin entwickeln, die Urspr\u00fcnge, die Gegenwart und die Entwicklung des Genres. Hervorgegangen ist der Sammelband aus einem Symposium der \u201eM\u00fcnchener Biennale f\u00fcr neues Musiktheater\u201c im Jahre 2016. Es wird darauf hingewiesen, dass in der Berichterstattung \u00fcber das Ereignis schon die unterschiedlichen Ansichten \u00fcber die Begrifflichkeit zutage treten. Was ist das \u201edas neue Musiktheater\u201c, was will man darunter verstehen, was will man damit sagen.<!--more--><\/p>\n<p>Im einleitenden Teil des Bandes:<em> &#8211; 1. Musiktheater heute \u2014 eine Standortbestimmung, Grenz\u00fcberschreitungen und neue Arbeitsweisen, D\u00e9s-\u0153uvr\u00e9ment, Dialog mit Untertiteln &#8211; <\/em>Kommt ganz klar zum Ausdruck, dass es hier nicht darum geht, das etablierte \u201eStaatstheater\u201c mit seinem \u201eOpernbetrieb\u201c weiter zu entwickeln, sondern \u201eabzuschaffen\u201c, weil die in Stadt- und Staatstheatern praktizierte Repr\u00e4sentationskultur opulentes Entertainment vor allem nur noch \u201ewohlsituierte \u00c4ltere\u201c bedient. Damit sehen sich die Autoren in ihren Entfaltungsm\u00f6glichkeiten eingeschr\u00e4nkt und behindert, weil darin nur Mutlosigkeit und Repertoireenge vorherrschen. Daraus w\u00fcrden sich jene erschreckend gro\u00dfe Differenzen zeigen, zwischen den in diesem Band skizzierten Momenten des Aufbruchs und dem im etablierten Musikbetrieb weiterhin \u00dcblichen bestehen. (42-44)<\/p>\n<p>Weiterhin wird die Enge thematisiert, die sich aus den Begriffen wie der Autorschaft, der Aura eines Originals und der Werktreue gegen\u00fcber neuen Ideen und stellt und wie diese neue Ideen und Denkweisen behindern. Es wird weiterhin argumentiert, dass Kritiker und Kritikerinnen die journalistisch \u00fcber neue Entw\u00fcrfe schreiben, wohl kaum der gleichen Generation angeh\u00f6ren und mehr als ihnen selbst bewusst ist, dem Dispositiv Oper angeh\u00f6ren als die jungen Komponistinnen und Komponisten, die heute neue Wege des Musiktheaters erproben.(42)<!--more--><\/p>\n<p>Der Hauptteil des Buches befasst sich mit <em>&#8211; 2. Beispiele und Analysen \u2013<\/em> in dem es darum geht, anhand von durchgef\u00fchrten Projekten, die vorgebrachten Argumente zu untermauern und deren Aussagen zu analysieren und zu konkretisieren, wie sich das Musiktheater entwickeln bzw. weiter entwickeln kann und soll und zu welchem Ziel die Entwicklung gehen sollte. Die vorgestellten Beispiele sind ausf\u00fchrlich in ihren Grundstellungen und Anlehnungen dokumentiert und in der Auff\u00fchrung ausf\u00fchrlich begr\u00fcndet.<!--more--><\/p>\n<p>Zum Schluss des Buches wird mit <em>&#8211; 3. Diskurs, Originale und Autorschaft? &#8211;<\/em> auf die Entwicklung neuer Formen des Musiktheaters eingegangen, in denen es um eine Ko-Kreativit\u00e4t geht, um eine Entwicklung von Praktiken des Zusammenspiels von Musik, Tanz, Bewegung, Bildern und R\u00e4umen zu einem harmonischen Ganzen.<\/p>\n<p>Das Buch gibt in informativer und auch in teils polemischer Argumentation einen \u00dcberblick \u00fcber die Funktion und die Aufgaben des Musiktheaters in der heutigen Kulturlandschaft mit einer aussagekr\u00e4ftigen Beschreibung von durchgef\u00fchrten Projekten und mit der Darstellung von Perspektiven f\u00fcr eine Weiterentwicklung, von dem was man heute als neues Musiktheater benennen will.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [<em>OpernInfo-Berlin.de \/ Dahms-Projekt.de<\/em>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00f6rn Peter Hiekel, David Roesner (Hg.) Gegenwart und Zukunft des Musiktheaters Theorien, Analysen, Positionen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":500,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rezliteratur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=499"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":504,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499\/revisions\/504"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}