{"id":2859,"date":"2025-01-27T15:47:39","date_gmt":"2025-01-27T14:47:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=2859"},"modified":"2025-01-27T16:01:46","modified_gmt":"2025-01-27T15:01:46","slug":"die-frau-ohne-schatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2025\/01\/27\/die-frau-ohne-schatten\/","title":{"rendered":"PREMIERE &#8211; Die Frau ohne Schatten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Richard Strauss<\/strong> (1864 \u2013 1949)<br \/>\n<strong>Oper in drei Akten<\/strong><br \/>\n<strong>Libretto von<\/strong> Hugo von Hofmannsthal<br \/>\n<strong>Urauff\u00fchrung<\/strong> am 10. Oktober 1919 in <strong>Wien<\/strong><\/p>\n<p><strong>Premiere an der Deutschen Oper Berlin<\/strong> am 26. Januar 2025<br \/>\nca. 4 Stunden 15 Minuten \/ Zwei Pausen<\/p>\n<p><strong>Musikalische Leitung<\/strong> Sir Donald Runnicles; <strong>Inszenierung<\/strong> Tobias Kratzer <strong>B\u00fchne, Kost\u00fcme<\/strong> Rainer Sellmaier<strong> Licht<\/strong> Olaf Winter <strong>Video<\/strong> Janic Bebii Manuel Braun Jonas Dahl Dramaturgie J\u00f6rg K\u00f6nigsdorf <strong>Kinderchor<\/strong> Christian Lindhorst <strong>Ch\u00f6re<\/strong> Jeremy Bines<\/p>\n<p><strong>Mit<\/strong>: (zur Premiere)<br \/>\n<strong>Der Kaiser<\/strong> Clay Hilley <strong>Die Kaiserin<\/strong> Daniela K\u00f6hler; <strong>Die Amme<\/strong> Marina Prudenskaya; <strong>Der Geisterbote<\/strong> Patrick Guetti; <strong>Ein H\u00fcter der Schwelle des Tempels<\/strong> Hye-Young Moon <strong>Erscheinung eines J\u00fcnglings<\/strong> Chance Jonas-O&#8217;Toole<br \/>\n&#8230;<br \/>\n<strong>Chor<\/strong> Chor der Deutschen Oper Berlin<br \/>\n<strong>Orchester<\/strong> Orchester der Deutschen Oper Berlin<\/p>\n<p><strong>Zum Inhalt<\/strong><br \/>\n\u201eDie neue Oper verhalte sich zur ZAUBERFL\u00d6TE so wie der ROSENKAVALIER zum FIGARO, beschrieb Hugo von Hofmannsthal schon 1911 in einem Brief an Richard Strauss seine Idee zu einer weiteren Zusammenarbeit. Tats\u00e4chlich erinnert in dem schlie\u00dflich acht Jahre sp\u00e4ter uraufgef\u00fchrten Werk vieles an Mozarts \u00bbGro\u00dfe Oper\u00ab: Die Begegnung verschiedener sozialer Klassen, die m\u00e4rchenhafte, mit hohem Symbolwert aufgeladene Handlung, aber vor allem das Bewusstsein einer elementaren Zeitenwende, die die bisherige Ordnung in Frage stellt und die Besinnung auf die Grundwerte menschlichen Miteinanders zu einer akuten, dringlichen Frage macht. Und hier wie dort gilt, dass die Erkenntnis nur durch schwere Pr\u00fcfungen erlangt wird. Dabei spielt der Schatten als Symbol weiblicher Fruchtbarkeit eine zentrale Rolle: Ihn handeln die Kaiserin, die selbst keine Kinder bekommen kann, und ihre Amme der in ihrer Ehe frustrierten F\u00e4rbersfrau ab. Doch erst, als die Kaiserin erkennt, dass sie ihr Ehe- und Kindergl\u00fcck nicht auf Kosten Anderer aufbauen will, \u00f6ffnet sich der Weg f\u00fcr ein gesellschaftliches Miteinander. \u201c<\/p>\n<p><strong>[Deutsche Oper Berlin]<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur Inszenierung<\/strong><br \/>\nAn der Deutschen Oper Berlin hat Tobias Kratzer die monumentale M\u00e4rchenoper ans Ende seines Strauss-Zyklus gesetzt: Blickt ARABELLA auf die Schwierigkeiten, eine gleichberechtigte Beziehung \u00fcberhaupt zu beginnen, zeigt INTERMEZZO das Portr\u00e4t eines Ehealltags, steht f\u00fcr ihn in DIE FRAU OHNE SCHATTEN die Herausforderung im Vordergrund, nach Jahren des Auseinanderlebens wieder zueinander zu finden. Eine Frage, die hier durch das ethische Problem der Leihmutterschaft weit \u00fcber die Dimension des blo\u00df Privaten hinausw\u00e4chst.<\/p>\n<p><strong>[Deutsche Oper Berlin]<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2025\/01\/27\/die-frau-ohne-schatten\/dob_frauohneschatten_420-2r\/\" rel=\"attachment wp-att-2862\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2862\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-2r.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-2r.jpg 420w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-2r-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-2r-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Besuchsbericht:<\/strong><\/p>\n<p>Der Vorhang \u00f6ffnet sich und so bleibt er auch bis zur ersten und der zweiten Pause und dann bis zum Schluss der Oper. Dadurch zeigt sich ein durchlaufendes Spiel auf einer Drehb\u00fchne, die den ganzen B\u00fchnenraum umfasst. W\u00e4hrend des Spiels erm\u00f6glicht sie einen laufenden Wechsel der Perspektive und des Handlungsraums. W\u00e4hrend des Ablaufs auf der B\u00fchne wird dann unsichtbar im Hintergrund die n\u00e4chste Szene eingerichtet. Das erm\u00f6glicht einen bruchlosen Handlungsablauf und f\u00fchrt zu einer sehr lebhaften Inszenierung der Oper. Das nur zur Optik, die Handlung zeigt in ihrem Ablauf keine Pause in ihrer Dramatik, eine Szene geht bruchlos in die n\u00e4chste \u00fcber. Die Zeit von \u00fcber vier Stunden unterbrochen nur von zwei Pausen erz\u00e4hlt in ihrer Dramatik von den Seelenqualen und den Schuldzuweisungen, die sich aus einem unerf\u00fcllten Wunsch nach Nachwuchs ergeben k\u00f6nnen, wenn der gew\u00fcnschte Erfolg sich nicht einstellt und die Ehe oder Beziehung zum Drama wird. Als L\u00f6sung bieten sich mehrere M\u00f6glichkeiten an, die anstatt zu helfen jedoch neue Probleme verursachen k\u00f6nnen. Das Ergebnis eines unerf\u00fcllten Kinderwunsches hinterl\u00e4sst eine sprichw\u00f6rtlich \u201eFrau ohne Schatten\u201c d.h. ohne eigenen Nachwuchs. Die seelischen und die gesellschaftlichen Probleme die sich aus dieser Situation ergeben sind das Thema der Oper.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2025\/01\/27\/die-frau-ohne-schatten\/dob_frauohneschatten_420-1-2\/\" rel=\"attachment wp-att-2864\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2864\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-1-1.jpg 420w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-1-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/dob_frauohneschatten_420-1-1-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Folge einer denkbaren Hilfe wie einer Leihmutter, die das gew\u00fcnschte Kind austr\u00e4gt f\u00fchrt oft oder meist bei den Beteiligten zu weiteren oder neuen Problemen. Diese Probleme und die Versuche diese zu lindern oder zu vermeiden, verarbeitet und demonstriert die Oper in ihrer Inszenierung.<br \/>\nF\u00fcr die Inszenierung ergibt sich daraus eine turbulente Abfolge von Situationen, die diese als L\u00f6sung entwickeln sollen. Das ist eine willkommene Grundlage f\u00fcr eine Opernauff\u00fchrung die diese Situationen aufzeigen kann, das wurde hier auch effektiv gel\u00f6st. Die Darsteller arbeiten mit ihrem ganzen Talent und einem hohen k\u00f6rperlichen Einsatz an der Darstellung und den m\u00f6glichen L\u00f6sungen der Probleme. Es gibt dann sogar ein m\u00f6gliches \u201eHappy-end\u201c. Das war ein unterhaltsamer Abend mit talentierten, einsatzfreudigen Darstellern und einer gut gestimmten Musikumsetzung. Langanhalter Beifall zum Schluss, trotz der Auff\u00fchrungsl\u00e4nge, das Publikum wurde voll entsch\u00e4digt.<\/p>\n<p><strong>Fotos (c)<\/strong> FosterShanahanPrudenskayaKoehler<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [OpernInfo-Berlin.de]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richard Strauss (1864 \u2013 1949) Oper in drei Akten Libretto von Hugo von Hofmannsthal Urauff\u00fchrung am 10. Oktober 1919 in Wien Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 26. 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