{"id":2011,"date":"2021-07-23T18:11:54","date_gmt":"2021-07-23T16:11:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=2011"},"modified":"2021-07-23T18:20:36","modified_gmt":"2021-07-23T16:20:36","slug":"tanzbilder-und-bildbewegungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2021\/07\/23\/tanzbilder-und-bildbewegungen\/","title":{"rendered":"&#8222;Tanzbilder und Bildbewegungen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Toulouse-Lautrecs Plakate, fotografische Portr\u00e4ts und die Darstellung von Bewegung im Bild.\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>von <strong>Svenja Ludwig <\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Erschienen in der <strong>Reihe \u201eTanzscripte\u201c Band 51 im Juli 2021 im transcript-verlag<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>238 Seiten, 20 SW-Abbildungen, 19 Farbabbildungen<\/p>\n<p><strong>ISBN 978-3-8376-5688-6<\/strong><br \/>\nE-Book (PDF), <strong>ISBN 978-3-8394-5688-0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Svenja Ludwig<\/strong><br \/>\nLeuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg, Deutschland<\/p>\n<p><strong>Rezension:<\/strong><\/p>\n<p>Die Autorin hat das OEuvre Toulouse-Lautrecs zum Thema ihrer Dissertation gemacht und damit eine umfangreiche, detaillierte Betrachtung der Beziehung von Fotografie und Lithografie zur Darstellung und Dokumentierung von Tanz und Bewegung im Tanz vorgelegt. Besonders bei der Darstellung des Chahuts (bekannter in der Entwicklung zum Cancan) in der Zeit des 19.Jahrhundert in der Pr\u00e4sentation in den zu dieser Zeit erfolgreich arbeitenden Pariser Caf\u00e9-Concerts durch die damaligen \u201eStars\u201c dieses Genres gemacht.<br \/>\nSie analysiert anhand von Fotografien und Lithografien, sowie den Plakaten f\u00fcr die Orte und die Programme der Tanz- und Vergn\u00fcgungsveranstaltungen, die M\u00f6glichkeiten der unterschiedlichen Techniken zur Darstellung von Bewegung und die gegenseitigen Bez\u00fcgen und Abh\u00e4ngigkeiten.<br \/>\nDie Arbeit gliedert sich in eine umfangreiche Einleitung, in der die Umgebung und die Zeit der Untersuchung ausf\u00fchrlich, detailliert in ihrem zeitlichen Rahmen dargestellt werden. Der Hauptteil der Untersuchung beinhaltet drei Hauptkapitel, in denen anhand von zwei Stars der Zeit, \u201eLa Goulue\u201c und \u201eJane Avril\u201c sowie die \u201eLa Troupe de Mlle \u00c9glantile\u201c und ihrer jeweiligen Auftrittslokalit\u00e4ten ausf\u00fchrlich die \u00fcberlieferten Fotografien und die danach entwickelten Lithografien und Plakate analysiert werden. Das Kernthema sind die M\u00f6glichkeiten der in dieser Zeit vorhandenen und gef\u00f6rderten M\u00f6glichkeiten der Darstellung von Pose und Bewegung und ihren gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten und Gemeinsamkeiten.<br \/>\nEs zeigte sich, dass die Fotografie, im damaligen Stand der Technik, Probleme in der Darstellung der Bewegung hatte, die aber auch als Gestaltungsmittel ausgenutzt wurden. Andererseits, wie die Lithografie in ihrer Technik in der Form des Plakats, ihre eigenen spezifischen M\u00f6glichkeiten bot. Dadurch ergaben sich vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten diese Techniken zu kombinieren.<br \/>\nDie Untersuchungen sind von hoher Detailliertheit durchgef\u00fchrt und durch ausf\u00fchrliche Literaturnachweise sowie aller besprochenen Fotos und Lithografien im Anhang erg\u00e4nzt. Diese Tiefe in der Untersuchung f\u00fchrt zu sehr detaillierten Beschreibungen, Vergleichen in beiden Richtungen und damit auch zu notwendigen Wiederholungen, wodurch der Text der Arbeit einen zwar wohl kompletten aber \u00fcberw\u00e4ltigenden Umfang angenommen hat. Eine notwendige Hilfe ist deshalb die von der Autorin angef\u00fcgte <strong>Zusammenfassung (s.u.)<\/strong> mit einem Ausblick auf weitere Untersuchungsbereiche.<br \/>\nDie vorliegende Arbeit stellt eine umfangreiche und pr\u00e4zise durchgef\u00fchrte Untersuchung der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede der Techniken der Fotografie und der Lithografie f\u00fcr die Darstellung und Dokumentierung von Tanzvorf\u00fchrungen und Tanztechniken im Entwicklungsstand dieser Techniken im fr\u00fchen 19.Jahrhunderts dar. Zu diesem Zweck werden \u00fcberlieferte Berichte, Aufzeichnungen und Beispiele besonders Toulouse-Lautrecs und einiger Zeitgenossen aus den Vorf\u00fchrungen und Produkten dieser Jahre verwendet und mit umfangreichen Literaturnachweisen und bildlichen Arbeitszeugnisse in den Anhang des Buches aufgenommen.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [Dahms-Projekt.de\/wordpress; TanzInfo-Berlin.de]<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u2026 aus der Zusammenfassung:<\/strong> \u201eDie vorliegende Arbeit widmete sich den Tanzplakaten Toulouse-Lautrecs, die deutliche Bez\u00fcge zur Seherfahrung des Tanzes wie auch zum Bildvokabular der fotografischen Aufnahmen der dargestellten T\u00e4nzerinnen aufweisen. Ziel der Untersuchung war es, zu skizzieren, auf welche Weise Lithografie, Fotografie und Tanz in den Plakaten in ein wechselseitiges Verh\u00e4ltnis treten. Dazu wurden drei Plakate aus dem umfassenden OEuvre ausgew\u00e4hlt, zu denen in der Zeit ihrer Entstehung Fotografien der dargestellten T\u00e4nzerinnen existieren, die Toulouse-Lautrec als direkte oder indirekte Vorlagen f\u00fcr die Plakate nutzt. Die vergleichende Analyse der lithografischen und fotografischen Bilder ergab, dass es am Ende des 19. Jahrhunderts in der Fotografie wie auch in der Kunst dieselben H\u00fcrden in der Suche nach einem geeigneten Darstellungsmodus f\u00fcr Bewegung zu \u00fcberwinden gilt und dass jeweils zwei Prinzipien erprobt werden: zum einen die Visualisierung von Bewegung \u00fcber die Betonung des K\u00f6rpers und die Pose (in den Ballettbildern, den fotografischen Rollenportr\u00e4ts, der seriellen Fotografie Muybridges); zum anderen die Tilgung des K\u00f6rpers zugunsten der bewegten Erscheinung der Darstellung (in der linearen Gestaltung der Tanzplakate Toulouse-Lautrecs, den fotografischen Momentaufnahmen, den synthetischen und grafischen Bewegungsstudien). Toulouse-Lautrec \u00fcbernimmt in seinen Plakaten die Motive und die Formsprache aus den T\u00e4nzerinfotografien, die er mithilfe der Grundstrukturen und des Charakters des freien Tanzes als Funktionsprinzipien der lithografischen Darstellung bearbeitet, und regt damit zur Reflexion \u00fcber den dargestellten Tanz wie auch \u00fcber die Mechanismen der Darstellung ephemerer Bewegung in den assoziierten Bildmedien an.\u201c <strong>[173]<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Auch Interessant zum Thema,<\/strong> \u201e<a href=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2021\/07\/23\/tanzbilder-und-bildbewegungen\/rez-tanzfotografie-2\/\" rel=\"attachment wp-att-2013\">Rez-Tanzfotografie<\/a>\u201c<br \/>\n<strong>Rezension<\/strong> zu \u201eTanzfotografie\u201c aus dem transcript-verlag: Tanzscripte Band 36<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u2026 aus der Verlagsank\u00fcndigung:<\/strong><br \/>\n\u201eDie Plakate des franz\u00f6sischen K\u00fcnstlers Henri de Toulouse-Lautrec vermitteln in besonderer Weise die Atmosph\u00e4re der Tanzauftritte in den Pariser Vergn\u00fcgungslokalen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In die Plakatgestaltung bezieht der Maler und Grafiker die \u00c4sthetik der Tanzstile, die Bildsprache der Lithografie sowie existierende fotografische T\u00e4nzerinnenportr\u00e4ts ein. Svenja Ludwig untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen Tanz, Lithografie und Fotografie mit Blick auf die Darstellungsm\u00f6glichkeiten des ephemeren Tanzes, die kulturelle Praxis der Bilder und den k\u00fcnstlerischen Status von Plakaten und Fotografien und er\u00f6ffnet damit einen neuen Zugang zum Werk Toulouse-Lautrecs\u201c [<strong>transcript-verlag]<\/strong><\/p>\n<p><strong>Schlagworte<\/strong><br \/>\nTanz, Bewegung, Lithografie, Fotografie, Plakat, Cancan, Toulouse-Lautrec, LaGoulue, Jane Avril, Paris, Fin-de-si\u00e8cle, Moulin Rouge, Jardin De Paris, Kunst, Bildwissenschaft, Theaterwissenschaft <strong>[transcript-verlag]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Toulouse-Lautrecs Plakate, fotografische Portr\u00e4ts und die Darstellung von Bewegung im Bild.\u00a0 von Svenja Ludwig<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2015,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,3],"tags":[],"class_list":["post-2011","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meinungen","category-rezliteratur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2011"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2011\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2021,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2011\/revisions\/2021"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}