{"id":1938,"date":"2021-04-01T09:53:16","date_gmt":"2021-04-01T07:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1938"},"modified":"2021-04-01T09:53:41","modified_gmt":"2021-04-01T07:53:41","slug":"caravaggio-vom-staatsballett-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2021\/04\/01\/caravaggio-vom-staatsballett-berlin\/","title":{"rendered":"&#8222;CARAVAGGIO&#8220; vom Staatsballett Berlin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Stream ab 18:00 Uhr f\u00fcr 24 Stunden unter<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.staatsballett-berlin.de\/de\/spielplan\/caravaggio\">https:\/\/www.staatsballett-berlin.de\/de\/spielplan\/caravaggio<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>CARAVAGGIO<br \/>\n<strong>Tanzst\u00fcck von Mauro Bigonzetti<\/strong><br \/>\nMusik von Bruno Moretti nach Claudio Monteverdi<\/p>\n<p>B\u00fchne und Licht: Carlo Cerri<br \/>\nKost\u00fcme: Kristopher Millar<\/p>\n<p>Musikalische Leitung<br \/>\nPaul Connelly<\/p>\n<p>Vladimir Malakhov, Polina Semionova, Beatrice Knop, Mikhail Kaniskin, Elisa Carrillo Cabrera, Dmitry Semionov, Shoko Nakamura, Michael Banzhaf, Leonard Jakovina<\/p>\n<p>Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin<br \/>\nStaatskapelle Berlin<\/p>\n<p><strong>Aufzeichnung vom\u00a0 Dezember 2008<\/strong><\/p>\n<p>am 1. April 2021 \/ 7. | 25. Mai 2021 \/ 11. Juni 2021<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mein <strong>Besuchsbericht<\/strong> von der Urauff\u00fchrung:<\/p>\n<p>Das Publikum reagierte f\u00fcr die Dauer der ersten Szenen mit einer selten erlebten Zur\u00fcckhaltung. Das hatte man von Vladimir Malakhov noch nicht gesehen, Ausdruckstanz, wo das Publikum doch zum Staatsballett geht um ein klassisches Handlungsballett mit allen seinen Darstellungsformen zu sehen. Und nun das, man gab sich irritiert und auch etwas \u00fcberrumpelt, wo auch das Vorank\u00fcndigungsbild in der Presse etwas anderes zu versprechen schien. Erst als Shoko Nakamura mit Michael Banzhaf ein sehr sch\u00f6nes Pas de Deux tanzte gab es den ersten Beifall. Choreograf Mauro Bigonzetti setzt viel Dynamik in die Armbewegungen und weitere ungew\u00f6hnliche Bewegungsabl\u00e4ufe ein. Das verlangt von den T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzern h\u00f6chste Pr\u00e4zision und Perfektion.<br \/>\nDie Musik war gut gew\u00e4hlt, Barockmusik von Bruno Moretti nach Claudio Monteverdi. Daf\u00fcr erhielt Paul Conelly und sein Orchester besonders herzlichen Applaus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1940\" aria-describedby=\"caption-attachment-1940\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1940\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Cara_347_200-2_cEnrico-Nawrath.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Cara_347_200-2_cEnrico-Nawrath.jpg 210w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Cara_347_200-2_cEnrico-Nawrath-150x143.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1940\" class=\"wp-caption-text\">Beatrice Knop, Leonard Jakovina in Caravaggio, Choreographie: Mauro Bigonzetti, Staatsballett Berlin, Premiere 07.12.2008 &#8211; (c) Enrico Nawrath<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Idee der Choreografie ist die Darstellung des Lebens und typischen Werken des k\u00fcnstlerischen Schaffens von Caravaggio, dem Maler des Fr\u00fchbarocks in einzelnen Episoden. Die Lichtgestaltung und -regie trifft in h\u00f6chsten Ma\u00dfe die Stimmung, die seine Bilder beherrscht. Die Kost\u00fcmauswahl trifft die Zeit und die Situation, die er in seinen Gem\u00e4lden darstellt.<br \/>\nDas St\u00fcck beginnt mit einer Ouvert\u00fcre nach Monteverdi, nach dem \u00d6ffnen des Vorhangs folgt ein Prolog in zwei Einzelszenen. Der erste Akt besteht aus 9 Bildern nach Gem\u00e4lden und Lebensstationen von Caravaggio und endet mit einem ersten Finale. Der zweite Akt zeigt nach einer Einf\u00fchrung Bilder und Szenen nach dem Triptychon des heiligen M\u00e4tth\u00e4us in drei Bildern und dem Finale.<br \/>\nVladimir Malakhov in der Rolle des Caravaggio. Diese Urauff\u00fchrung wurde eigens f\u00fcr ihn kreiert. F\u00fcr Vladimir Malakhov war es eine weitere Begegnung mit dem zeitgen\u00f6ssischen, Modernen Tanz (u.a. nach seiner Arbeit mit Sasha Waltz). Er musste neue Bewegungen einstudieren und sich k\u00f6rperlich wie emotional auf die Gestaltung der Rolle einlassen. Es werden v\u00f6llig andere Muskeln gefordert und strapaziert, wie er es selbst in einem Interview sagte. Das war sicherlich sehr schwierig, da er mit seiner hohen Tanzkunst nach wie vor haupts\u00e4chlich das klassische Repertoire bedient. T\u00e4nzerisch hat er die mit dem Choreografen erarbeiteten Szenen sicher und gekonnt umgesetzt, doch schauspielerisch h\u00e4tte diese Rolle mehr hergegeben. Caravaggio war eine zerrissene Pers\u00f6nlichkeit, hier h\u00e4tte man sich als Zuschauer vom Darsteller Malakhov mehr Ausdruckskraft gew\u00fcnscht.<br \/>\nDie oben angef\u00fchreten T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer des Staatsballetts erf\u00fcllten die an sie gestellten Anforderungen dieser Choreografie in h\u00f6chstem Ma\u00dfe und setzten die Bewegungen, die einen hohen Schwierikeitsgrad hatten, gekonnt und beeindruckend um. Eine grandiose Leistung. Das Publikum ist sich noch nicht schl\u00fcssig, ob man Malakhovs Weg in die Moderne folgen soll und quittierte diesen Aufbruch mit, nicht zu \u00fcberh\u00f6renden Buhrufen, das war neu. Den meisten Applaus bekam das Orchester und Polina Semionova, deren Rolle diesmal sehr kurz ausfiel. Frenetischer Beifall f\u00fcr sie und das ganze Ensemble. Der Choreograf bekam auch einige Mi\u00dffallens\u00e4u\u00dferungen ab. Im ganzen ein gelungener Abend mit einigen Anregungen und \u00dcberraschungen, man wird das St\u00fcck m\u00f6gen.<\/p>\n<p><strong><em>Urauff\u00fchrung am 7.Dezember 2008<\/em><\/strong><br \/>\n[<strong>Peter Dahms<\/strong> &#8211; TanzInfo-Berlin.de]<\/p>\n<p><strong>alle Fotos (c) Enrico Nawrath<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Stream ab 18:00 Uhr f\u00fcr 24 Stunden unter https:\/\/www.staatsballett-berlin.de\/de\/spielplan\/caravaggio<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1939,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,6,2,10],"tags":[],"class_list":["post-1938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ankuendigungen","category-besuchetanz","category-meinungen","category-rueckblicke"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1938"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1941,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1938\/revisions\/1941"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}