{"id":1915,"date":"2021-03-11T10:42:17","date_gmt":"2021-03-11T09:42:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1915"},"modified":"2021-03-11T10:45:09","modified_gmt":"2021-03-11T09:45:09","slug":"denken-im-tanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2021\/03\/11\/denken-im-tanz\/","title":{"rendered":"&#8222;Denken im Tanz&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Leonie Otto &#8211;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Choreographien von Laurent Ch\u00e9touane, Philipp Gehmacher und Fabrice Mazliah<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nAus der Reihe <strong>Theater- und Tanzwissenschaft \/ Tanzscripte<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vom Dezember 2020<\/strong><br \/>\n232 Seiten kart., Dispersionsbindung, 10 Farbabbildungen, 3 SW-Abbildungen<br \/>\n<strong>ISBN 978-3-8376-5552-0<\/strong><br \/>\nE-Book (PDF)<br \/>\n<strong>ISBN 978-3-8394-5552-4<\/strong><\/p>\n<p><strong>Leonie Otto (Dr. phil.)<\/strong> lehrt am Institut f\u00fcr Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main. Die Dramaturgin und Tanz- und Theaterwissenschaftlerin war Jury-Mitglied der \u00bbTanzplattform in Deutschland 2018\u00ab.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>REZENSION:<\/strong><\/p>\n<p>Die Autorin stellt mit diesem Buch ihre Dissertation an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\/Main vor. Einleitend geht sie der Frage nach, was der Begriff Denken bedeutet und erl\u00e4utert, was Denken als Vorgang im grunds\u00e4tzlichen Sinne oder als T\u00e4tigkeit eines menschlichen individuellen Geistes f\u00fcr sie bedeutet. Dazu geht Sie mit der Frage \u201eWas hei\u00dft Denken\u201c auf die tiefgreifende Suche in den Schriften der abendl\u00e4ndischen Philosophen.<br \/>\nSie stellt die Aussage in Zweifel, dass Denken als k\u00f6rperloser Vorgang definiert wurde (und wird) und eines Individuums bedarf, um zum Vollzug zu gelangen. Sie setzt dagegen die Vorstellung, dass Denken auch im K\u00f6rper selbst\u00e4ndig erfolgt und definiert als Beispiel den K\u00f6rper im Tanz als selbst\u00e4ndigen Ort, in dem Denken abl\u00e4uft und durch den Ablauf von Bewegungen und Emotionen zur Darstellung gelangt.<br \/>\nDer erste Teil ihrer Arbeit umfasst mehr als die H\u00e4lfte des Buchumfangs mit der Einf\u00fchrung in die grundlegenden Fragen zum Thema der Untersuchung , w\u00e4hrend sich der zweite Teil mit der Beschreibung von drei beispielhaften Tanzdarbietungen befasst und dabei der Beobachtung, der Interpretation, der \u00e4u\u00dferlichen Erscheinung des Ortes und der Aktivit\u00e4ten der ausf\u00fchrenden T\u00e4nzer\/Choreographen dient. Dazu w\u00e4hlt sie exemplarisch drei Choreografien von Laurent Ch\u00e9touane, Philipp Gehmacher und Fabrice Mazliah aus.<br \/>\nDie drei gew\u00e4hlten Auff\u00fchrungen beschreibt sie sehr detailliert und bebildert ihre Darstellungen durch einzelne Szenefotos. Sie beobachtet, analysiert und interpretiert nicht nur die \u00e4u\u00dferliche Erscheinung der darstellenden T\u00e4nzer\/Choreografen sondern ebenso die \u00d6rtlichkeiten des Auftritts, die einzelnen Bewegungsfolgen der Choreografie und die \u00d6rtlichkeit , in der Struktur und in den Abfolgen ebenso, wie die Reaktionen des Publikums. Sie interpretiert und analysiert jede der Schrittfolgen und Emotionen, ebenso die Abh\u00e4ngigkeiten untereinander in \u00e4u\u00dferster Pr\u00e4zision und Detailtreue.<br \/>\nDas Buch bietet nicht nur eine gro\u00dfe Menge an Informationen in dichter Folge und in pr\u00e4ziser Interpretation sondern ist mit der fesselnden, transparenten Wortwahl trotzdem in einer Art geschrieben, die die Gedankeng\u00e4nge sicher und klar nachverfolgen l\u00e4sst und deshalb einen Gewinn f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des wissenschaftlichen Vorhabens darstellt.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [www.Dahms-Projekt.de\/wordpress\/ ]<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u2026 aus der Verlagsank\u00fcndigung:<\/strong><\/p>\n<p>Was hei\u00dft Denken? Leonie Otto verfolgt diese Frage anhand eines Korpus aus der Philosophie Martin Heideggers und deren Dekonstruktion durch Jacques Derrida, Jean-Luc Nancy und Hannah Arendt sowie aus Choreographien Laurent Ch\u00e9touanes, Philipp Gehmachers und Fabrice Mazliahs f\u00fcr die Forsythe Company. Ihr ebenso philosophischer wie produktionsbezogener Ansatz analysiert die Wechselwirkung von Theorie und k\u00fcnstlerischer Praxis und hinterfragt dabei die Dichotomie von K\u00f6rper und Denken. Davon profitiert nicht nur die Tanzwissenschaft \u2013 auch andere Bereiche erfahren hier, dass Denken sich nicht allein in Begriffen,<br \/>\nsondern in verschiedenen Medien abspielen kann.<\/p>\n<p><strong>Schlagworte [transcript-verlag]<\/strong><br \/>\nTanz, Choreographie, Denken, Theater, Martin Heidegger, Medium, K\u00fcnstlerische<br \/>\nPraxis, Jaques Derrida, Jean-Luc Nancy, Hannah Arendt, Laurent Ch\u00e9touane,<br \/>\nPhilipp Gehmacher, Fabrice Mazliah, Forsythe Company, Kultur, Erkenntnistheorie,<br \/>\nPhilosophie des K\u00f6rpers, Theaterwissenschaft<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leonie Otto &#8211; Choreographien von Laurent Ch\u00e9touane, Philipp Gehmacher und Fabrice Mazliah<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1916,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,3],"tags":[],"class_list":["post-1915","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meinungen","category-rezliteratur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1915","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1915"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1915\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1920,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1915\/revisions\/1920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1916"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}