{"id":1863,"date":"2020-12-23T14:31:23","date_gmt":"2020-12-23T13:31:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1863"},"modified":"2020-12-23T14:33:43","modified_gmt":"2020-12-23T13:33:43","slug":"neue-methoden-der-theaterwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2020\/12\/23\/neue-methoden-der-theaterwissenschaft\/","title":{"rendered":"&#8222;Neue Methoden der Theaterwissenschaft&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Benjamin Wihstutz \/ Benjamin Hoesch (Hg.)<!--more--><\/p>\n<p><strong><em>Aus der Reihe &#8222;Theater | Band 133&#8220; &#8211; transcript-verlag<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Vom November 2020<\/strong><\/p>\n<p>278 Seiten kart.,Dispersionsbindung, 10 SW-Abbildungen, 5 Farbabbildungen<\/p>\n<p><strong>ISBN 978-3-8376-5290-1<\/strong>; E-Book (PDF) <strong>ISBN\u00a0 978-3-8394-5290-5<\/strong><\/p>\n<p><strong>Benjamin Wihstutz<\/strong> ist Juniorprofessor f\u00fcr Theaterwissenschaft an der Johannes<br \/>\nGutenberg-Universit\u00e4t Mainz.<\/p>\n<p><strong>Benjamin Hoesch<\/strong> ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der ortsverteilten DFG Forschungsgruppe<br \/>\n\u00bbKrisengef\u00fcge der K\u00fcnste. Institutionelle Transformationsdynamiken<br \/>\nin den Darstellenden K\u00fcnsten\u00ab an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>\u2026 aus der Verlagsank\u00fcndigung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Theaterwissenschaft ist im Umbruch: Neue Forschungsgebiete, interdisziplin\u00e4re Verbundprojekte sowie aktuelle Entwicklungen in den performativen K\u00fcnsten erfordern ein \u00dcberdenken methodischer Ans\u00e4tze, zentraler Begriffe und Herangehensweisen des Faches. Die Beitr\u00e4ger*innen liefern interdisziplin\u00e4re Positionen zu methodischen Fragen und Verfahren aktueller theaterwissenschaftlicher Forschung. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Erweiterungen der Auff\u00fchrungsanalyse, neuen Theaterhistoriografien sowie der Institutionenforschung. Aber auch die Theaterwissenschaft selbst wird in ihrer Ausrichtung in Anlehnung und Abgrenzung zu anderen Disziplinen sowie dem im Fach immer wieder neu zu bestimmenden Verh\u00e4ltnis von Theorie, Empirie und Geschichtsschreibung umfassend rekapituliert<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>REZENSION:<\/strong><\/p>\n<p>Die Theaterwissenschaft sieht sich in einer Umbruchphase, verschiedene Ursachen lassen sich verorten: \u201eNeue Forschungsgebiete, interdisziplin\u00e4re \u00d6ffnungen sowie Auseinandersetzungen mit dem gesellschaftlich-politischen Selbstverst\u00e4ndnis des Faches und seiner Geschichte haben zur Kritik an zentralen theaterwissenschaftlichen Diskursen und Begriffen gef\u00fchrt.\u201c (7)<br \/>\nSeit 2015 bis 2019 und dar\u00fcber hinaus wurde auf mehreren Workshops, durchgef\u00fchrt von und mit Teilnehmer*innen aus verschiedenen Institutionen der Theaterwissenschaft daran gearbeitet, L\u00f6sungen f\u00fcr diese Probleme zu finden. Im Februar 2017 wurden diese Themen auf einer Tagung behandelt und die Ergebnisse als Tagungsband ver\u00f6ffentlicht. Der vorliegende Sammelband soll daran ankn\u00fcpfen aber die Ergebnisse dieser Vorarbeiten nicht ersetzen.<br \/>\n\u201eDie Frage nach den Methoden der Theaterwissenschaft steht, wenn auch nicht immer explizit adressiert, im Zentrum dieses Aufbruchs. Es geht somit weniger um das Was (Gegenstand) als vielmehr um das Wie (Vorgehensweise) theaterwissenschaftlicher Forschung und damit nicht zuletzt um die Frage, wie Untersuchungen konkret durchgef\u00fchrt werden sollen, welche Werkzeuge, Verfahrensweisen und Perspektiven als sinnvoll und erkenntnisweisend anerkannt werden und welche Wege die theaterwissenschaftliche Forschungspraxis in Zukunft einschlagen wird.\u201c (7-8)<br \/>\nW\u00e4hrend der Tagungsband eine Auswahl von Arbeiten publizierte, die mit etablierten Methoden der Theaterwissenschaft bearbeitet wurden, soll der vorliegende Sammelband sich mit Forschungsprojekten befassen, bei deren Bearbeitung sich herausstellte, dass es erforderlich wurde, diese Methoden und ebenso das theaterwissenschaftliche Umfeld einer neuen Denkweise und einer Erweiterung zu unterziehen. Die Bereiche, in denen eine Weiterf\u00fchrung oder ein Neuansatz erforderlich erschienen gliedern sich in die folgenden drei Hauptfelder:<\/p>\n<p><strong>&#8211; Erweiterungen der Auff\u00fchrungsanalyse<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Neue Historiografien <\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Theaterwissenschaftliche Organisations- und Institutionsforschung<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Band fasst die Ergebnisse und Anregungen aus diesen Forschungsprojekten unter diesen drei Punkten zu Kapiteln zusammen. Aus den Ergebnissen dieser Studien l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass \u201e\u2026die in interdisziplin\u00e4ren Kooperationen oder gegen\u00fcber neuen Forschungsgegenst\u00e4nden auf ein Ungen\u00fcgen des theaterwissenschaftlichen Methodenbestands gesto\u00dfen sind und daraus neue Verfahren, neue Methoden-Kombinationen oder ein neues Verh\u00e4ltnis von Theorie und Empirie gewinnen.\u201c (10)<\/p>\n<p>Es zeigt sich bei allen diesen Beitr\u00e4gen, dass das Problem darin liegt, dass in der heutigen Theaterwissenschaft streng mit den zugrunde liegenden, allgemein anerkannten Methoden gearbeitet wird und dass sich die Forschung dabei jedoch in zu engen, sogar teils \u00fcberholten Grenzen bewegt und es deshalb erforderlich wurde, z.B. bei der Auff\u00fchrungsanalyse, sich nicht nur auf die allgemein praktizierte Perspektive des Zuschauers zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Als L\u00f6sung wird u.a. vorgeschlagen, dass es erforderlich ist, sich z.B. als Erg\u00e4nzung und Erweiterung der Sicht der Arbeits- und Forschungsweise der Ethnologen zu bedienen, um die \u00fcberkommenen Methoden der Theaterwissenschaft zu erweitern und weitere Grundlagen zu erschlie\u00dfen. Dazu geh\u00f6rt die Ber\u00fccksichtigung der Entstehung der Auff\u00fchrungen in der Probenarbeit, im Weiteren dem Umfeld im Bereich der Entwicklung der Inszenierung und aus der Arbeit der ans der Basis des Theaterbetriebes T\u00e4tigen zu forschen. Diese Vorschl\u00e4ge ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Beitr\u00e4ge dieses Sammelbandes.<\/p>\n<p>Interessante Perspektiven ergeben sich aus der Lekt\u00fcre dieses Sammelbandes, der aus einem neuen Blickwinkel Erkenntnisse aus allem drei Methodenfeldern erm\u00f6glicht. Von der Analyse zur Empirie in der Theaterwissenschaft, Erweiterung der Forschung anstatt das Beharren auf etablierte Methoden der Auff\u00fchrungsanalyse allein und damit eine Formung oder Betrachtung von erweiterten Erkenntnis- und Betrachtungsr\u00e4umen.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [www.Dahms-Projekt.de\/wordpress\/ ]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benjamin Wihstutz \/ Benjamin Hoesch (Hg.)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1865,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,3],"tags":[],"class_list":["post-1863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meinungen","category-rezliteratur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1863"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1867,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1863\/revisions\/1867"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}