{"id":1840,"date":"2020-10-05T11:11:17","date_gmt":"2020-10-05T09:11:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1840"},"modified":"2020-10-05T11:14:49","modified_gmt":"2020-10-05T09:14:49","slug":"schreibforschung-interdisziplinaer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2020\/10\/05\/schreibforschung-interdisziplinaer\/","title":{"rendered":"&#8222;Schreibforschung, interdisziplin\u00e4r&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Susanne Knaller, Doris Pany-Habsa, Martina Scholger (Hg.)<\/strong><\/em><br \/>\n<strong>Praxis \u2013 Prozess \u2013 Produkt<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>NEU im August 2020 <\/strong><\/p>\n<p><strong>ISBN<\/strong> 978-3-8376-4961-1 \/<strong> E-Book:PDF ISBN<\/strong> 978-3-8394-4961-5<\/p>\n<p><em><strong>Zur Entstehung und zum Umfeld der Autoren dieses Bandes<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p><strong>[transcript-verlag]:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Um bestehende und m\u00f6gliche Interdisziplinarit\u00e4t ausloten zu k\u00f6nnen, organisierte die Grazer \u00bbPlattform Schreiben\u00ab am 28. und 29.11.2018 an der Karl-Franzens-Universit\u00e4t eine internationale Fachtagung mit dem Titel \u00bbSchreibforschung interdisziplin\u00e4r\u00ab. Das Ziel dieser Veranstaltung war es, schreibtheoretische Modelle aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzuf\u00fchren und auf produktive Gemeinsamkeiten im Hinblick auf Funktions- und Objektbereiche zu befragen. Dabei ging es vor allem darum, die jeweils eigenen Ans\u00e4tze vorzustellen und die Relevanz der daraus resultierenden Ergebnisse f\u00fcr andere F\u00e4cher zu diskutieren.\u201c<br \/>\n\u201eMit dem vorliegenden Sammelband werden die in den Vortr\u00e4gen und Diskussionen dargestellten disziplin\u00e4ren Kongruenzen, Divergenzen und Potentiale weiter verdeutlicht, erg\u00e4nzt durch neue Beitr\u00e4ge.&#8220; (10)<br \/>\n&#8222;Der Schwerpunkt des Sammelbandes liegt somit auf einem theoretischen Erkenntniszugewinn nicht nur f\u00fcr die jeweils eigene Disziplin, sondern auch f\u00fcr andere Fachbereiche, und er\u00f6ffnet damit die Frage nach dem Transfer und der Anwendbarkeit der jeweiligen Modelle in der Forschungs- und Vermittlungspraxis.&#8220; (10..11) <em><strong>[transcript-verlag]<\/strong><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Rezension:<\/strong><\/p>\n<p>Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die sich jeweils mit grunds\u00e4tzlichen Gedanken, den einzelnen Bereichen der Schreibforschung, den Inhalten und der aus den Untersuchungen resultierenden Erkenntnisse an den teilnehmenden Instituten in dichter Beschreibung, in konzentrierter Fassung befassen.<\/p>\n<p>Der erste Teil \u201eTheorie und Praxis&#8220; mit sechs Beitr\u00e4gen.<br \/>\nDer erste Beitrag vom Wissenschaftsforscher Christoph Hoffmann besch\u00e4ftigt sich mit Schreibpraktiken im Forschungsprozess. Der zweite Beitrag von der Schreibdidaktikerin Andrea Karsten, betrachtet \u00bbDer(n) Schreibprozess als Dialog\u00ab. Der dritte Beitrag von Sabine Dengscherz ist im Forschungsbereich Schreiben in der Mehrsprachigkeit angesiedelt. Der vierte Beitrag von die Fachdidaktikerin Elke H\u00f6fler \u00bbDigitale Bild-Text-Konstrukte\u00ab behandelt das Schreiben multicodal und symmedial\u00ab und stellt \u00dcberlegungen zum Schreiben im Web 2.0 an. Der f\u00fcnfte Beitrag von Doris Pany-Habsa widmet sich aus einer schreibdidaktischen Perspektive der Frage nach dem Ineinandergreifen von kognitiven, affektiven und sozialen Momenten beim wissenschaftlichen Schreiben. Der sechste Beitrag von Susanne Knaller mit der Theorie und Praxis vom \u00bbSchreiben und Emotion\u00ab bietet Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein literaturwissenschaftliches Modell.<\/p>\n<p>Der zweite Teil zu \u201eAssemblagen und Schreibszene\u201c mit drei Beitr\u00e4gen.<br \/>\nDer erste Beitrag von Cornelia Ortlieb entwirft \u00bbKorrespondenzen mit Objekten. Liebesbriefe und \u203asprechende Dinge\u2039 bei Goethe und Mallarm\u00e9\u00ab eine Literaturgeschichte der Objekte, die sich sowohl der Schrift als auch der sie begleitenden Gegenst\u00e4nde als untrennbares Ensemble widmet. Im zweiten Beitrag \u00bbSeelenorte\u00ab. widmet sich Daniel Ehrmann den Praktiken poetischen Schreibens als \u00bbLiterarische Produktion zwischen schreibenden K\u00f6pfen und denkenden H\u00e4nden\u00ab. Im dritten Beitrag widmet sich Harro M\u00fcller zun\u00e4chst in seinem zun\u00e4chst von einer literaturwissenschaftlichen Perspektive ausgehenden Beitrag der Schreibszene von Georg Simmel, seinem Schreibfeld und seinem Schreib- und Argumentationsverfahren.<\/p>\n<p>Der dritte Teil mit vier Beitr\u00e4gen zu \u201eTextformationen und Konstellationen\u201c<br \/>\nIm ersten Beitrag, \u00bbAuf der Suche nach der Essenz des literarischen Satzes\u00ab bestimmt der Literaturwissenschaftler und Autor Christian Sch\u00e4rf in seinem Beitrag jene Parameter, die literarisches von nichtliterarischem Schreiben unterscheiden. Der zweite Beitrag von Doris Pichler befasst sich mit \u00bbRecht gerecht schreiben? Die Ambivalenz der Recht-Schreibung in den Protokollen Albert Drachs\u00ab aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive mit der Textsorte \u203aProtokoll\u2039 als verbindendes Element zwischen Rede und Schrift im Recht. Im dritten Beitrag: \u00bbEine digitale Spurensuche\u00ab widmet sich Martina Scholger aus Sicht der Digitalen Geisteswissenschaften dem Notizbuch als Ideenspeicher k\u00fcnstlerischer Werkkonzeption und betrachtet es als eigenst\u00e4ndiges Metakunstwerk auf \u00e4sthetisch-materieller, konzeptionell-inhaltlicher und dokumentarischer Ebene. Der vierte Beitrag schlie\u00dft den Teil ab, mit \u00bbDas Schreiben von und \u00fcber Tanz. Schrift-Bewegungs-Relationen in zeitgen\u00f6ssischen Tanztexten\u00ab von Rita Rieger.<\/p>\n<p>Der Sammelband bietet einen vielseitigen Einblick in das Wesen literarischer Arbeiten, die Arbeitsweisen f\u00fcr die Erforschung und Bewertung literarischer Texte und weiterhin Einblick in die Arbeitsweisen, die Hintergr\u00fcnde, die Zusammenh\u00e4nge mit den Ansichten der Autoren und dem Ermitteln, dem Hervorheben und der Dokumentation der Arbeiten. Es werden Fragen gestellt (\u2026 und weitgehend beantwortet!), \u00fcber die Beweggr\u00fcnde des Autors zur Erarbeitung dieser Texte, zum Lebenshintergrund und zum Umfeld der Autoren und zu den zeitlichen Bez\u00fcgen bei der Entstehung dieser Arbeiten. Es wird die grunds\u00e4tzliche Frage gestellt, was ist ein Autor, woher sch\u00f6pft er seine Erkenntnisse, die er zu Papier bringt und in welcher Umgebung und mit welcher Motivation entstehen seine Texte.<\/p>\n<p>Daneben wird \u00fcber die materiellen und auch die technologischen Grundlagen der Texte und deren Ver\u00f6ffentlichung, z.B. als immaterielles Produkt im Web und ebenso \u00fcber die klassische Herstellung als Papier zwischen Buchdeckeln berichtet. Es geht um die Fragen des Vertriebs, d.h. auch der Akzeptanz und der Wahrnehmung durch das Lesepublikum, um Rezeption und Lesen und um die Nachhaltigkeit oder das Vergessen der Werke.<\/p>\n<p>Das Buch kann dem Forschenden in diesem Bereich, ebenso wie dem \u201eProduzenten\u201c und dem \u201eVerbraucher\u201c von Literatur interessante Einblicke in die Bereiche der Entstehung und des Umfelds von Literatur geben, ebenso auch als Information und Inspiration f\u00fcr die eigene Arbeit und \u00fcber Disziplin- und Sprachgrenzen hinweg hilfreiche Dienste leisten.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms [<\/strong>Dahms-Projekt.de\/wordpress\/ ]<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><em>\u2026 aus der Verlagsank\u00fcndigung:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eSchreiben ist eine der wichtigsten menschlichen Kulturtechniken und beeinflusst ma\u00dfgeblich die sozialen, kulturellen, politischen und \u00f6konomischen M\u00f6glichkeiten des modernen Menschen. Dem Thema \u00bbSchreiben\u00ab in seinen unterschiedlichsten Facetten \u2013 als Praxis, Prozess, Produkt \u2013 muss daher zwingend interdisziplin\u00e4r begegnet werden. Die Beitr\u00e4ge des Sammelbandes f\u00fchren schreibtheoretische Modelle aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und zeigen produktive Schnittstellen f\u00fcr Theorie und Praxis auf. Neben theoretischen und methodologischen Fragestellungen thematisieren sie auch die unterschiedlichen Textformen und Schreibsituationen, die im Fokus der einzelnen Fachbereiche und Disziplinen stehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Susanne Knaller<\/strong> (Prof. Dr. phil.) lehrt Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Kulturwissenschaft an der Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz und ist Leiterin des dortigen Zentrums f\u00fcr Kulturwissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Theorien und Geschichte von Authentizit\u00e4t, Realit\u00e4tskonzepte in der Moderne sowie<br \/>\nSchreib- und Emotionsforschung.<\/p>\n<p><strong>Doris Pany-Habsa<\/strong> (Dr. phil.) leitet das Schreibzentrum der Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind wissenschaftliches Schreiben, Schreibdidaktik\u00a0 und Schreibpraktiken an Hochschulen.<\/p>\n<p><strong>Martina Scholger (Dr. phil.)<\/strong> ist Senior Scientist am Zentrum f\u00fcr Informationsmodellierung \u2013 Austrian Centre for Digital Humanities an der Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz.<br \/>\nIhre Forschungsschwerpunkte sind Digitale Edition, Datenmodellierung und Semantic-Web-Technologien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Susanne Knaller, Doris Pany-Habsa, Martina Scholger (Hg.) 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