{"id":1342,"date":"2020-02-04T17:39:16","date_gmt":"2020-02-04T16:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1342"},"modified":"2020-02-04T17:39:16","modified_gmt":"2020-02-04T16:39:16","slug":"schweres-schweben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2020\/02\/04\/schweres-schweben\/","title":{"rendered":"&#8222;Schweres Schweben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mariama Diagne<\/strong><br \/>\n<strong><em>Qualit\u00e4ten der gravitas in Pina Bauschs Orpheus und Eurydike<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Neu im Oktober 2019 &#8211; <em>Band 53<\/em> in der Reihe <em>Tanzscripte<\/em> des transcript Verlages<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Print,<\/strong> 10\/2019, 344 Seiten kart., 11 Farbabbildungen, 29 W-Abbildungen<br \/>\n<strong>ISBN 978-3-8376-4665-8<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p><strong>E-Book (PDF)<\/strong> 9\/2019, 344 Seiten 11 Farbabbildungen, 29 SW-Abbildungen<br \/>\n<strong>ISBN 978-3-8394-4665-2<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p><strong>REZENSION:<\/strong><\/p>\n<p>Die Autorin hat mit diesem Buch ihre Dissertation vorgelegt, die eine umfangreiche und detailreiche Untersuchung \u00fcber die Tanzgeschichte seit der Renaissance mit ihren Tanzb\u00fcchern und Tanztraktaten darstellt. und sie bis in die Moderne fortf\u00fchrt. Sie thematisiert darin den Willen und die F\u00e4higkeit einer T\u00e4nzerin oder eines T\u00e4nzers sich gegen den Einfluss und den Widerstand der Schwerkraft auf ihre Bewegung zu widersetzen wenn es bei der Umsetzung von Emotionen und Musik in K\u00f6rperaktivit\u00e4ten erforderlich ist. Die gravitas als Begriff f\u00fcr den grundlegenden Einfluss auf die Performance beim klassischen akademischen Tanz und bei den Entwicklungen zum Tanztheater und zur Tanzoper ist hierbei das Leitthema. Am Begriff des Schwebens und der gravitas und dessen Zuordnungen wird die Entwicklung aufgezeigt und mit einer Analyse der wirkenden Kr\u00e4fte erkl\u00e4rt. Die Tanzwissenschaft zeigt sich hierbei als Kulturwissenschaft, die verschiedene Disziplinen verbindet und sich zunutze macht, um Zusammenh\u00e4nge zu beschreiben und zu erkl\u00e4ren. Sie versteht sich dabei als Tanz- und Bewegungsforschung in ihrer Entstehungsgeschichte und in ihrer praktischen Anwendung.<\/p>\n<p>Die Arbeit ist daf\u00fcr in zwei Hauptteile organisiert. Nach einer Einleitung, die die grundlegenden Dynamiken und Kr\u00e4fte beim Tanz aufzeigt, werden die physikalischen Abl\u00e4ufe und die Einfl\u00fcsse auf diese Bewegungen beschrieben.<\/p>\n<p>Der erste Teil \u201eBLICK ZUR\u00dcCK\u201c befasst sich mit der historischen Entwicklung in der klassischen (Tanz)Literatur zu diesen Fragen, mit ihren Untersuchungen, Erkl\u00e4rungen und Handlungsanweisungen, wie sie in Tanzb\u00fcchern und Tanztraktaten niedergeschrieben wurden. Den Autoren die sich seit der Renaissance mit dem Schweben im Gleichgewicht von dynamisch bewegten Massen (K\u00f6rpern) besch\u00e4ftigten , beschrieben ihre Erkenntnisse und ver\u00f6ffentlichten sie.<\/p>\n<p>Der zweite Hauptteil \u201eBLICK ZUR\u00dcCK NACH VORN\u201c geht \u00fcber in die Moderne und f\u00fchrt zur Beschreibung des Modernen Tanzes und der Entwicklung zum Ballett und Tanztheater, mit vertiefender Hinzuziehung von Untersuchungen und neu gewonnenen Erkenntnissen aus der Physik, wie sie durch die Erforschung der Dynamik massebehafteter (schwerer) K\u00f6rper erkl\u00e4rbar und lehrbar wurden. Die einf\u00fchrenden Kapitel dieses Teiles sind die Basis f\u00fcr eine vertiefende Untersuchung und Erkl\u00e4rung der Gedanken und Erfahrungen, die bei der Entwicklung der Choreographien von Pina Bausch stilbildend waren. Als Beispiel und Basis wird die Choreografie von Orpheus und Eurydike betrachtet und analysiert. Am diesem Beispiel einer Tanzoper werden in den Tanzbildern des Schwebens, der Trauer, der Gewalt, des Frieden und des Sterbens die Bewegungs- und Tanzmuster der beiden Performer gedeutet.<\/p>\n<p>Umfangreiche, vertiefende Erkl\u00e4rungen begleiten den Text und werden im Quellenapparat, in Fu\u00dfnoten und im Anhang in umfangreichen Exzerpten hinzugef\u00fcgt und auf den Haupttext bezogen.<\/p>\n<p>Die Arbeit ist trotz oder gerade wegen der strukturellen, inhaltlichen und organisatorischen Anforderungen an eine Forschungsarbeit, in der Gestaltung und im Umfang ein gut lesbares inhaltsergiebiges \u201eTanz Buch\u201c, dass sich umfassend, engagiert und systematisch mit Tanztheorie und Tanzgeschichte befasst und sich damit f\u00fcr die Umsetzung der daraus gewonnenen Erkenntnisse in die heutige Tanzpraxis und das moderne Tanztheater empfiehlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [TanzInfo-Berlin.de]<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Aus der Verlagsank\u00fcndigung:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schlagworte<\/strong><\/p>\n<p>Tanztheater, Pina Bausch, Moderner Tanz, Modernes Ballett, Schwerkraft,<br \/>\nGravitas, Leichtigkeit, Schwerelosigkeit, Schweben, Tanzgeschichte,<br \/>\nTanzforschung, Film, Literatur, Physik, Relativit\u00e4tstheorie, Tanz, Tanzwissenschaft<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mariama Diagne Qualit\u00e4ten der gravitas in Pina Bauschs Orpheus und Eurydike Neu im Oktober 2019 &#8211; Band 53 in der Reihe Tanzscripte des transcript Verlages<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1343,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1342","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rezliteratur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1342"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1342\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1347,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1342\/revisions\/1347"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}