{"id":1330,"date":"2020-01-26T10:00:15","date_gmt":"2020-01-26T09:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1330"},"modified":"2020-01-26T10:00:15","modified_gmt":"2020-01-26T09:00:15","slug":"premiere-fruehlingsstuerme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2020\/01\/26\/premiere-fruehlingsstuerme\/","title":{"rendered":"PREMIERE &#8222;Fr\u00fchlingsst\u00fcrme&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>von Jarom\u00edr Weinberger &#8211; <strong>Operette in drei Akten<\/strong> [1933]<br \/>\n<strong>Besuch der Premiere:<\/strong> am 25. Jan 2020 in der Komischen Oper Berlin<!--more--><\/p>\n<p><strong>Musikalische Leitung<\/strong> Jordan de Souza &#8211;<br \/>\n<strong>Inszenierung<\/strong> Barrie Kosky &#8211;<br \/>\n<strong>Choreographie<\/strong> Otto Pichler &#8211;<br \/>\n<strong>B\u00fchnenbild und Licht<\/strong> Klaus Gr\u00fcnberg &#8211;<br \/>\n<strong>Kost\u00fcme<\/strong> Dinah Ehm &#8211;<br \/>\n<strong>Dramaturgie<\/strong> Ulrich Lenz-<\/p>\n<p><strong>Besetzung &#8211;<\/strong><br \/>\n<strong>General Wladimir Katschalow<\/strong> Stefan Kurt &#8211;<br \/>\n<strong>Tatjana<\/strong> Alma Sad\u00e9 &#8211;<br \/>\n<strong>Lydia Pawlowska<\/strong> Vera-Lotte Boecker &#8211;<br \/>\n<strong>Roderich Zirbitz<\/strong> Dominik K\u00f6ninger &#8211;<br \/>\n<strong>Ito<\/strong> Tansel Akzeybek &#8211;<br \/>\n<strong>Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.-<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>&#8222;Die \u00bbletzte Operette der Weimarer Republik\u00ab kehrt zur\u00fcck. Das Werk des zu seiner Zeit \u00fcberaus erfolgreichen j\u00fcdisch-tschechischen Komponisten Jarom\u00edr Weinberger wurde am 20. Januar 1933, knapp einen Monat nach Paul Abrahams Ball im Savoy und zehn Tage vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Berliner Admiralspalast mit Richard Tauber als japanischem Offizier Ito und Jarmila Novotn\u00e1 als russischer Generalswitwe Lydia Pawlowska uraufgef\u00fchrt. Am 12. M\u00e4rz 1933 fiel endg\u00fcltig und unwiderruflich der Vorhang. 87 Jahre sp\u00e4ter hebt er sich endlich wieder \u2013 f\u00fcr die Neuinszenierung von Barrie Kosky.&#8220;<strong> [Komische Oper Berlin]<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Besuchsbericht:<\/strong><\/p>\n<p>Auf der B\u00fchne befindet sich raumf\u00fcllend eine riesige Kiste. Sie soll symbolisieren, dass die Originaldokumente der Operette Fr\u00fchlingsst\u00fcrme von Jarom\u00edr Weinberger unentdeckt auf irgendeinem Dachboden oder Keller irgendwo in der Welt noch auf ihre Entdeckung warten. Barrie Kosky und sein Team wollten nicht darauf warten, das Werk wurde rekonstruiert nach \u00fcberlieferten Fragmenten und weiteren verschiedener Quellen.<\/p>\n<p>Die Operette ist von Weinberger f\u00fcr das Publikum und die Zeit um 1933 geschaffen worden und ist zu den damaligen kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Geschmack neben anderen Operetten dieser Zeit zu sehen. Das nun aber eine derart, bis heute noch in zwar schwacher aber dennoch vorhandener Erinnerung, wie der grausame Krieg in der Mandschurei zwischen Russland und Japan am Anfang des 20.Jahrhunderts als Grundlage f\u00fcr eine leichte Operette genommen wird, ist dem Geschmack der Zeit geschuldet, die daraus ihre exotischen Tr\u00e4ume und Stoff f\u00fcr Operetten bezieht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1331\" aria-describedby=\"caption-attachment-1331\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1331\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Frruehling_1221_620x380.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Frruehling_1221_620x380.jpg 620w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Frruehling_1221_620x380-300x184.jpg 300w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Frruehling_1221_620x380-150x92.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1331\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Foto<\/strong> \u00a9 iko freese_drama_berlin-de<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die \u201eKiste\u201c auf der B\u00fchne entpuppt sich, aufgeklappt als eine \u00e4u\u00dferst variable Konstruktion um das B\u00fchnenbild zu wandeln. Die einzelnen W\u00e4nde haben jeweils eingebaute T\u00fcren, die nun flei\u00dfig als Spielumgebung von schwarzgekleideten B\u00fchnenpersonal zu immer neuen R\u00e4umen verschoben werden und in ihr die einzelnen Szenen der Operette spielen. Auch die obligatorische Freitreppe der Operette ist vorhanden und als ein Novum l\u00e4uft in einer Szene (Krieg und den Frieden danach symbolisierend) ein imposantes Feuerwerk mit Raketen und Feuerregen im Hintergrund der B\u00fchne ab (\u2026 und raucht noch nach bis zum Ende der Vorstellung!) Das i-T\u00fcpfelchen setzt das Tanzensemble der \u201ePichler-Truppe\u201c auf die Handlung durch begeisternde Choreografien.<\/p>\n<p>Apropos Handlung, in Sprechrollen und mit schmissigen Gesangsnummern wird die Handlung vorangetrieben. Die Geschichte ist nicht immer logisch im Zusammenhang und den Ablauf aber sie erz\u00e4hlt witzig und unterhaltsam, mit manchmal sehr derben und zotigen Szenen eine unterhaltsame Geschichte von Beziehungen, Beziehungsproblemen und einfach nur witzige Geschichten vor dem Hintergrund von Krieg, Flucht, Politik und Spionage.<\/p>\n<p>Die Rollen sind bestens besetzt und die Hauptrolle ist sogar eine reine Sprechrolle. Das war ein sehr unterhaltsamer Abend, trotz der personellen Tragik in der Historie des Berlins der 30er Jahre. Eine Operette, wie man sie in dieser Zeit vermutet und auch kennt, an unsere heutige Zeit und Kultur angepasst sehen m\u00f6chte. Das Publikum war jedenfalls begeistert und zeigte das durch nicht enden wollenden Applaus f\u00fcr die Darsteller und das Team. Es ist schon ein Qualit\u00e4tsmerkmal, wie man es bei Barry Kosky und der Komischen Oper Berlin erwartet und auch gewohnt ist.<\/p>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [OpernInfo-Berlin.de]<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Weitere Vorstellungen: Jan 2020<\/strong> \/ Sa 25. \/Mi 29. <strong>Feb 2020<\/strong> \/Sa 8. \/Do 13. \/So 23. <strong>M\u00e4r 2020<\/strong> \/So 1. \/Do 12.<\/p>\n<p><strong>Alle Fotos \u00a9<\/strong> iko freese_drama_berlin-de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Jarom\u00edr Weinberger &#8211; Operette in drei Akten [1933] Besuch der Premiere: am 25. 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