{"id":1052,"date":"2019-05-05T15:44:35","date_gmt":"2019-05-05T13:44:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/?p=1052"},"modified":"2019-05-05T15:45:02","modified_gmt":"2019-05-05T13:45:02","slug":"premiere-balanchine-forsythe-siegal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/2019\/05\/05\/premiere-balanchine-forsythe-siegal\/","title":{"rendered":"Premiere &#8222;BALANCHINE | FORSYTHE | SIEGAL&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Choreographien<\/strong> von George Balanchine, William Forsythe und Richard Siegal &#8211;<br \/>\n<strong>BESUCH der Premiere\/Urauff\u00fchrung<\/strong> am 4. Mai 2019 in der Staatsoper Unter den Linden<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Besuchsbericht <\/strong><\/p>\n<p><strong>Vergleich und Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Das Staatsballett Berlin unter der Intendanz von Johannes \u00d6hmann, zur Saison 2019\/20 noch allein, setzt die Ank\u00fcndigungen zum Programm z\u00fcgig um. Heute nun zwei Premieren und eine Urauff\u00fchrung mit Choreografien, die die Entwicklung des klassischen Balletts von den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts bis ins 21.Jahrhundert in gro\u00dfen Z\u00fcgen fortschreiben. Zuerst die Neoklassik Balanchines mit klassischer Musik, heute sogar noch mit einem realen Orchester unter der Leitung von Paul Connelly, das mit Tschaikowskys Musik die Choreografie begleitet. Ein Ballett \u201eauf Spitze\u201c mit \u201eTutu\u201c damit noch sehr klassisch.<\/p>\n<p>Die folgende Chorografie von William Forsythe zeigt die typische \u201eForsythe-Schule\u201c in der f\u00fcr ihn typischen Sprache, einer Multidimensionalit\u00e4t und in einer rasanten Folge von Schritten und Bewegungen unter der F\u00fchrung einer elektronischen Musik, die nun \u201evom Band, d.h. vom Tontr\u00e4ger\u201c kommt. Auch die Lichtsteuerung verlangt nun zunehmend eine besondere Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Choreografie, die nun als Urauff\u00fchrung folgt baut auf der Entwicklung auf und f\u00fcgt die heute m\u00f6glichen Techniken der Erzeugung von Multi-Modularit\u00e4t hinzu, das sind hier Matrizen von Leuchtelementen, die dem Tanz eine eigene Choreografie hinzuf\u00fcgen, entweder steuernd oder als Erg\u00e4nzung zur Chorografie der T\u00e4nzer.<\/p>\n<p>Es ist schon interessant, wie sich eine zeitgen\u00f6ssische Choreografie auf den Besucherkreis der Oper auswirkt. Alle St\u00fccke wurden begeistert gefeiert, in steigender St\u00e4rke des Beifalls von ersten bis zum dritten St\u00fcck. So ein frenetischer Beifall bei Gefallen erlebt eine Opernauff\u00fchrung wohl selten, wie die \u201eTanzbegeisterten\u201c die St\u00fccke feiern. Diese Auff\u00fchrung zeigt, dass die Ank\u00fcndigungen gut umgesetzt werden. So kann es weiter gehen. Mal sehen was der dann offizielle Beitritt von Sasha Waltz zur Intendanz des Staatsballets noch f\u00fcr Entwicklungen zeigen wird.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>THEME AND VARIATIONS<\/strong><br \/>\nBallett in einem Akt von George Balanchine<br \/>\nMusik von Peter I. Tschaikowsky<br \/>\nChoreographie: George Balanchine<\/p>\n<p>Das Ballett nach einer Komposition von Peter I. Tschaikowsky, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter dem Dirigat von Paul Connelly zeigt beim \u00d6ffnen des Vorhangs auf der B\u00fchne einen gro\u00dfen hellen Raum in blauen Farben, der einen Ballsaal darstellen soll. Garniert wird der Raum mit gro\u00dfen Leuchtern an der Decke. Das Ensemble besteht aus dem corps de ballet, ganz in blau, mit Spitzenschuhen und Tutu. Das \u201eErste Paar\u201c ist optisch in der Kleidung mit etwas helleren Blau-Ton zu erkennen. Es werden nacheinander klassische Figuren getanzt, vom \u201eErsten Paar\u201c und den Gruppent\u00e4nzern. Das ist noch sehr klassische, zu einer typischen Ballettmusik.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1055\" aria-describedby=\"caption-attachment-1055\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1055\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A961_B_620x280.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A961_B_620x280.jpg 620w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A961_B_620x280-150x68.jpg 150w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A961_B_620x280-300x135.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1055\" class=\"wp-caption-text\">Foto \u00a9 Yan Revazov<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p><strong>THE SECOND DETAIL<\/strong><br \/>\nChoreographie von William Forsythe<br \/>\nMusik von Thom Willems<br \/>\nChoreographie: William Forsythe<br \/>\nB\u00fchne und Licht: William Forsythe<br \/>\nKost\u00fcme: Issey Miyake | Yumiko Takeshima<br \/>\nEinstudierung: Noah Gelber | Amy Raymond<br \/>\nMusik vom Tontr\u00e4ger<\/p>\n<p>Das sieht dann bei William Forsythes Choreografie schon ganz anders aus. Die Bewegungen werden schneller, die Kost\u00fcme haben sich ge\u00e4ndert und geben mehr Bewegungsfreiheit und die Lichtstimmung ist diffuser und hektischer. Die Musik ist schneller nicht mehr so flie\u00dfend melodisch, sondern hektischer, mit abrupten Wechseln. Der ganze Ablauf strahlt weniger Harmonie sondern laut, fordernde Tonfolgen. Es wird in Gruppen getanzt, die sich immer wieder neu zusammenfinden und dann wieder in den Hintergrund zugehen um sich danach wieder neu zu finden und zusammenzufinden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1056\" aria-describedby=\"caption-attachment-1056\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1056\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A8314_F_620x380.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A8314_F_620x380.jpg 620w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A8314_F_620x380-150x92.jpg 150w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A8314_F_620x380-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1056\" class=\"wp-caption-text\">Foto \u00a9 Yan Revazov<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p>Urauff\u00fchrung<br \/>\n<strong>OVAL<\/strong><br \/>\nChoreographie von Richard Siegal<br \/>\nMusik von Alva Noto (Auftragswerk)<br \/>\nChoreographie und B\u00fchne: Richard Siegal<br \/>\nKost\u00fcm: UY Studio<br \/>\nVideo und Licht: Matthias Singer<br \/>\nMusik vom Tontr\u00e4ger<\/p>\n<p>Der Tanz ist hektisch und aggressiv. Alles findet mehr im Halbdunkel statt, mit einzelnen Schlaglichtern, die das Halbdunkel durchbringen und neue Einblicke verschaffen. Ein gro\u00dfer Ring aus gesteuerten Lichtelementen beherrscht den Raum \u00fcber den T\u00e4nzern und f\u00fcgt der Musik und den Tonfolgen eine eigene Choreografie hinzu. Die Kost\u00fcme der T\u00e4nzer sind minimalistisch und lenken dadurch die Aufmerksamkeit mehr auf Tanz, Klangfolgen und Lichteffekte, die T\u00e4nzer wirken nur als Schatten in Licht und Bewegung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1057\" aria-describedby=\"caption-attachment-1057\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1057\" src=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A2403_S_620x380.jpg\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A2403_S_620x380.jpg 620w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A2403_S_620x380-150x92.jpg 150w, https:\/\/www.dahms-projekt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/BFS_0Q7A2403_S_620x380-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1057\" class=\"wp-caption-text\">Foto \u00a9 Yan Revazov<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p>T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer des Staatsballetts Berlin<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Peter Dahms<\/strong> [TanzInfo-Berlin.de\/ Dahms-Projekt.de]<\/p>\n<p><b>Alle Fotos<\/b> \u00a9 <i>Yan Revazov<\/i><\/p>\n<div><b>Weitere Termine:<\/b><\/div>\n<div>6., 10., 11., 17., 18. und 24.<b> Mai<\/b>,4., 6., 19., 21. und 22. <b>Juni 2019<\/b><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Choreographien von George Balanchine, William Forsythe und Richard Siegal &#8211; BESUCH der Premiere\/Urauff\u00fchrung am 4. 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