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    NEUE ARTIKEL ...
14.10.2019

"The Bassarids" von Hans Werner Henze

... in der Komischen Oper Berlin... weiter >

31.05.2019

"DON QUICHOTTE" von Jules Massenet

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29.04.2019

"OCEANE" von Detlev Glanert

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24.03.2019

"La forza del destino" von Giuseppe Verdi

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24.03.2019

"DER ZWERG" von Alexander von Zemlinsky

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16.03.2019

"Poros" von Georg Friedrich Händel

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29.01.2019

"La Bohème" von Giacomo Puccini

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27.01.2019

"Sonnambule " von Vincenco Bellini

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  EMPFEHLUNGEN ...
13.08.2019

"Das Denken der Bühne" - im August 2019

Szenen zwischen Theater und Philosophie... Rezension>

12.06.2019

"Naturalezza | Simplicité" - im Mai 2019

Natürlichkeit im Musiktheater... Rezension>

05.05.2019

"EUROPERA" - im März 2019

Perspektiven auf künstlerische Innovation und Kulturpolitik... Rezension>

09.03.2019

"Kritischer Kannibalismus" - im Dezemberi 2018

Eine Genealogie der Literaturkritik seit der Frühaufklärung... Rezension>

23.12.2018

"Stimme und Sprechen am Theater formen" - im Juni 2018

Diskurse und Praktiken einer Sprechstimmbildung ›für alle‹ ....... Rezension>

03.12.2018

"Vision Gesamtkunstwerk" - im Juli 2018

Performative Interaktion als künstlerische Form... Rezension>

Vielfach gerühmt und verehrt und doch bis heute in ihrem Ausdruck unerreicht: die Operndiva Maria Callas

"Maria Callas - The Cruise '59. Biographie einer Reise" lautet der Titel des Buches von Ricci Tajani, das 2006 im Schott Verlag in Mainz in Deutsch erschienen ist. Eine Vielzahl an Reisefotos, Schnappschüssen und schon oft veröffentlichten Fotos der vielen Begenungen und Treffen mit der High Society der damaligen Zeit verbindet die Publikation zu einem interessanten Bilderbogen an optischen Eindrücken und schriftlichen Reise-Dokumentation. Als ich das Buch vor geraumer Zeit entdeckt hatte, war ich anfangs erst einmal etwas amüsiert verblüfft, was sich Autoren so alles einfallen lassen. Aber dann versank ich doch interessiert darin längere Zeit blätternd der Reisedokumentation.
"Callas - Gesichter eines Mediums. Mit einem Essay von Attila Csampai und einer Würdigung von Ingeborg Bachmann" erschien schon 1993 im Verlag Schirmer/Mosel in München und es ist immer noch eines der faszinierendesten Bildsammlungen der einmaligen Persönlichkeit der Callas. In vielen ihrer fast zu Kultstatus erhobenen Rollengestaltungen ist sie darin zu verfolgen und zu entdecken. Intensiv und leidenschaftlich im Ausdruck. Immer aus dem vollen Leben schöpfend und überaus hingebungsvoll gestaltend. Im Anhang ist das Buch versehen mit einer Diskographie sowie einer Chronogie ihrer Bühnenauftritte. Dieses Buch ist für mich so etwas wie die Bibel der Callas-Fotographie geworden. Immer wieder nehme ich es gern zur Hand und verfalle der Faszination dieser Bühnenkünstlerin.
Das Buch "Maria Callas" von Jürgen Kesting (1990) darf an dieser Stelle nicht verschwiegen bleiben. 2006 wurde es wiederholt im List-Verlag wiederaufgelegt und würdigt die unbestrittene Diva des 20.Jhs. auf eine vielfältig minuzöse Art und Weise. Jürgen Kestings vielteilige Radio-Sendung zur Callas ist ebenfalls mehrfach als Wiederholung im Rundfunk ausgestrahlt worden und ist auch als CD-Sammlung veröffentlicht worden, wenn mich meine Erinnerung da nicht ganz und gar täuschen sollte.
Vor geraumer Zeit fiel mir die Publikation "Maria Callas: Meine Meisterklasse. Ein Übungsbuch für Sänger" (im Henschel Verlag 2002 auf Deutsch erschienen) in die Hände. Eine schriftliche Fixierung der Meisterklassen von Maria Callas an der New Yorker Juilliard School of Music aus den Jahren 1971/72, das Ende der 80er Jahre schon in Amerika als Buch erschienen war - herausgegeben von John Ardoin. Wer die Diva akustisch darin erleben mag, dem sei die drei CDs umfassende Edition des Labels EMI empfohlen. Die Meisterklassen der Callas machten aber auch fast schon an jedem Staats- und Stadttheater als Theaterstück-Adaption von Terrence McNally Furore und boten den unterschiedlichsten Schauspielerinnen die Möglichkeit in die Haut der reifen Diva zu schlüpfen. Daneben sei kurz auch auf Terrence McNallys Theaterstück "The Lisbon Traviata" verwiesen, das Ende der 90er u.a. am Renaissance-Theater in Berlin eine längere Spielzeit mit Wiederaufnahmen erleben durfte. Ein Boulevard-Drama um zwei alternde schwule Opern-Queens, die sich in ihrer fast exessiv lebenden Opernvernarrtheit und Besessenheit in eine tragische persönliche Sackgasse geraten - Aufhänger der Handlung hierbei ist der als legendär gehandelte Livemitschnitt von Maria Callas' "La Traviata"-Gestaltung an der Seite von Alfredo Kraus (Lissabon 1958). An dieser Stelle noch ganz kurz ebenfalls ein Seitenverweis auf das Buch "The Queens Throat: Opera, Homosexuality and the Mystery of Desire" (in Deutsch bei Klett-Cotta als "Königin der Nacht: Oper, Homosexualität und Begehren" in Stuttgart 1996 erschienen) von Wayne Koestenbaum (New York 1993).




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Heute ist Donnerstag, der 24. Oktober 2019