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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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"BALANCHINE | FORSYTHE | SIEGAL" vom Staatsballett Berlin

Premiere | Uraufführung                                     
BALANCHINE | FORSYTHE | SIEGAL

THEME AND VARIATIONS
Ballett in einem Akt von George Balanchine
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Choreographie: George Balanchine
Musikalische Leitung: Paul Connelly
Staatskapelle Berlin

THE SECOND DETAIL
Choreographie von William Forsythe
Musik von Thom Willems

Uraufführung OVAL
Choreographie von Richard Siegal
Musik von Alva Noto (Auftragswerk)

Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin

 Besuchsbericht:
Alle Fotos © Yan Revazov

Vergleich und Ausblick

Das Staatsballett Berlin unter der Intendanz von Johannes Öhmann, zur Saison 2019/20 noch allein, setzt die Ankündigungen zum Programm zügig um. Heute nun zwei Premieren und eine Uraufführung mit Choreografien, die die Entwicklung des klassischen Balletts von den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts bis ins 21.Jahrhundert in großen Zügen fortschreiben. Zuerst die Neoklassik Balanchines mit klassischer Musik, heute sogar noch mit einem realen Orchester unter der Leitung von Paul Connelly, das  mit Tschaikowskys Musik die Choreografie begleitet. Ein Ballett „auf Spitze“ mit „Tutu“ damit noch sehr klassisch.

Die folgende Chorografie von William Forsythe zeigt die typische „Forsythe-Schule“ in der für ihn typischen Sprache, einer Multidimensionalität und in einer rasanten Folge von Schritten und Bewegungen unter der Führung einer elektronischen Musik, die nun „vom Band, d.h. vom Tonträger“ kommt. Auch die Lichtsteuerung verlangt nun zunehmend eine besondere Kreativität.

Die Choreografie, die nun als Uraufführung folgt baut auf der Entwicklung auf und fügt die heute möglichen Techniken der Erzeugung von Multi-Modularität hinzu, das sind hier Matrizen von Leuchtelementen, die dem Tanz eine eigene Choreografie hinzufügen, entweder steuernd oder als Ergänzung zur Chorografie der Tänzer.

Es ist schon interessant, wie sich eine zeitgenössische Choreografie auf den Besucherkreis der Oper auswirkt. Alle Stücke wurden begeistert gefeiert, in steigender Stärke des Beifalls von ersten bis zum dritten Stück. So ein frenetischer Beifall bei Gefallen erlebt eine Opernaufführung wohl selten, wie die „Tanzbegeisterten“ die Stücke feiern. Diese Aufführung zeigt, dass die Ankündigungen gut umgesetzt werden. So kann es weiter gehen. Mal sehen was der dann offizielle Beitritt von Sasha Waltz zur Intendanz des Staatsballets noch für Entwicklungen zeigen wird.

THEME AND VARIATIONS
 

Das Ballett nach einer Komposition von Peter I. Tschaikowsky, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter dem Dirigat von Paul Connelly zeigt beim Öffnen des Vorhangs auf der Bühne einen großen hellen Raum in blauen Farben, der einen Ballsaal darstellen soll. Garniert wird der Raum mit großen Leuchtern an der Decke. Das Ensemble besteht aus dem corps de ballet, ganz in blau, mit Spitzenschuhen und Tutu. Das „Erste Paar“ ist optisch in der Kleidung mit etwas helleren Blau-Ton zu erkennen. Es werden nacheinander klassische Figuren getanzt, vom „Ersten Paar“ und den Gruppentänzern. Das ist noch sehr klassische, zu einer typischen Ballettmusik.

THE SECOND DETAIL
 

Das sieht dann bei William Forsythes Choreografie schon ganz anders aus. Die Bewegungen werden schneller, die Kostüme haben sich geändert und geben mehr Bewegungsfreiheit und die Lichtstimmung ist diffuser und hektischer. Die Musik ist schneller nicht mehr so fließend melodisch, sondern hektischer, mit abrupten Wechseln. Der ganze Ablauf strahlt weniger Harmonie sondern laut, fordernde Tonfolgen. Es wird in Gruppen getanzt, die sich immer wieder neu zusammenfinden und dann wieder in den Hintergrund zugehen um sich danach wieder neu zu finden und zusammenzufinden.

Uraufführung OVAL
 

Der Tanz ist hektisch und aggressiv. Alles findet mehr im Halbdunkel statt, mit einzelnen Schlaglichtern, die das Halbdunkel durchbringen und neue Einblicke verschaffen. Ein großer Ring aus gesteuerten Lichtelementen beherrscht den Raum über den Tänzern und fügt der Musik und den Tonfolgen eine eigene Choreografie hinzu. Die Kostüme der Tänzer sind minimalistisch und lenken dadurch die Aufmerksamkeit mehr auf Tanz, Klangfolgen und Lichteffekte, die Tänzer wirken nur als Schatten in Licht und Bewegung.

Peter Dahms [TanzInfo-Berlin.de / Dahms-projekt.de]



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