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"Schwanensee" vom Staatsballett Berlin (reviewed)

Ballett in zwei Akten
Choreographie und Inszenierung: Patrice Bart nach Marius Petipa und Lew Iwanow
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli
Musikalische Leitung: Marius Stravinsky
   
Es tanzen:
Odette | Odile - Liudmila Konovalova
Prinz Siegfried
- Dinu Tamazlacaru
Seine Mutter, die Königin - Elena Pries
Premierminister von Rotbart - Alexej Orlenco
Benno von Sommerstein - Kevin Pouzou
sowie
weitere Solisten und das Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin


"Die weißen Schwäne und ihre zerbrechliche Königin Odette, die mit ihrem ätherischen Zauber den unglücklichen Prinzen betört, oder die festlichen Ballszenen, in denen ein ganzer Hofstaat wie im Rausch der verführerischen Odile verfällt, all das gehört zum Mythos „Schwanensee“. Und selbstverständlich trägt Peter I. Tschaikowskys unverwechselbare Komposition wesentlich zu der Atmosphäre bei, die untrennbar mit „Schwanensee“ verbunden ist."
[Staatsballett Berlin]


 Foto: © Enrico Nawrath
 

Gestern besuchte ich das Ballett "Schwanensee". Es ist eines der schönsten Ballette, wenn nicht der Klassiker schlechthin. Die Primaballerina, die den Part der Odette/Odile tanzt, muss praktisch zwei unterschiedliche Figuren interpretieren. Zwei verschiedene Charaktere, das stellt an jede Akteurin hohe Anforderungen. Auch die Rolle des männlichen Hauptsolisten wurde dank Rudolf Nurejew aufgewertet. So kann auch der Tänzer in der Partie des Siegfried seine tänzerischen Qualitäten unter Beweis stellen.

Hier in dem Ballett "Schwanensee“ gibt es wunderschöne Pas de deux, großartige Ensembleleistungen (Corps de Ballet), überzeugende Tanzeinlagen (z. B. Mazurka u. a.) und für Begeisterung sorgt immer wieder der Tanz der vier kleinen Schwäne.

Die Choreographie von Patrice Bart sorgte schon bei der Premiere für Irritation. Da er sich jedoch weitgehend an den Vorgaben von Marius Petipa und Lew Iwanow orientierte, ist eine, mit wenigen Abstrichen interessante Choreographie, entstanden. Entscheidend ist auch, dass alle schönen, klassischen Elemente nach wie vor zum Tragen kommen und die Aura erhalten bleibt. Somit kann man von einer gelungenen Choreographie und Inszenierung sprechen.

Die gestrige Vorstellung wurde dirigiert von Marius Stravinsky. Unter seiner musikalischen Leitung spielte das Orchester der Deutschen Oper Berlin motiviert auf und war den Tänzer*innen ein souveräner Begleiter.


 Foto: © Enrico Nawrath
 

Die Musik P. I. Tschaikowskys ist facettenreich und fasziniert in jeder Phase des Balletts.

Das Solistenpaar in der gestrigen Aufführung waren Dinu Tamazlacaru und Liudmila Konovalova a. G. von der Wiener Staatsoper-Primaballerina. L. Konovalova war vor Jahren beim Ballett der Staatsoper, wechselte später dann an die Wiener Staatsoper, wo sie erfolgreich in den verschiedenen Rollen agiert und den Titel einer Primaballerina innehat. Sie und ihr Partner boten klassischen Tanz auf höchstem Niveau. Ihre Pas de deux waren voller Harmonie und technisch perfekt. Auch mit ihren Soloauftritten zeigten sie eine Spitzenleistung. D. Tamazlacaru ist sowieso einer der Lieblinge des Berliner Ballettpublikums. Er ist sprunggewaltig und hat eine unwahrscheinliche Bühnenpräsenz. L. Konovalova ist vielen Zuschauern noch aus Berliner Zeiten bekannt. Sie überzeugte mit einer leichtfüßigen Umsetzung der schwierigsten Elemente der Schwanenseevariationen. Die Rolle der Odette/Odile, wie schon oben erwähnt, stellt höchste Anforderungen an ihre Interpretin. L. Konovalova hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Nach Beendigung der Vorstellung gab es frenetischen Beifall. Alle Mitwirkenden wurden gefeiert. Standing Ovations und Bravorufe für D. Tamazlacaru und L. Konovalova. Auch Marius Stravinsky mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin bekamen für ihre musikalische Interpretation der Ballettmusik den verdienten Beifall.

Die Begeisterung für diesen schönen Ballettabend wollte überhaupt nicht enden. Doch einmal musste ja auch Schluss sein. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine großartige Aufführung des Balletts "Schwanensee"!

Renate Dahms [TanzInfo-Berlin.de]

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