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Aufführung der 'Staatlichen Ballettschule Berlin' 2017

Die Staatliche Ballettschule Berlin zeigte in ihrer aktuellen Gala 
"Der kleine Prinz" in zwei Akten, in der Choreografie von Gregor Seyffert.


Foto: © Staatliche Ballettschule Berlin
 

Gestern fand die Gala der Staatlichen Ballettschule mit 2 Vorstellungen, und zwar um 14 und 18 Uhr im Schiller Theater statt. Es wurde "Der kleine Prinz" gegeben. "Der kleine Prinz" ist eine Geschichte, die nach wie vor Jung und Alt fasziniert. Es war eine gute Idee, dass sich Gregor Seyffert dieses Stoffes angenommen hat und daraus ein Ballett kreiert hat. Für die einzelnen Lebensstationen des kleinen Prinzen sind die dementsprechenden Choreographien entstanden. Äußerst ansprechend im Gesamtkonzept.

Die Handlung konnte man teilweise auf einer Videoleinwand im Hintergrund verfolgen. Wunderschöne Bilder voller Faszination und Aussagekraft. Die Kostüme der einzelnen Mitwirkenden waren farbenprächtig und ansonsten dem Geschehen angepasst. Die Musik kam wie immer leider vom Band. Es ist wirklich schade, dass diese Aufführungen der Staatlichen Ballettschule nicht einmal von einem Orchester begleitet werden. Ansonsten gibt es nichts auszusetzen an diesem Ballettabend. Im Gegenteil, man kann sich nur lobend über die Leistung der jungen Tänzer*innen äußern. Das Niveau ist ganz hoch anzusetzen, und es ist erstaunlich, wie schnell immer wieder neuer Nachwuchs heranwächst. Man darf natürlich nicht vergessen, wie viel Arbeit auch die Lehrkräfte in der Staatlichen Ballettschule bei so einem Projekt mit investiert haben. Es sind eben ganz viele Menschen daran beteiligt. Aber wenn sich der Erfolg dann einstellt, ist die Freude groß. So war es auch dieses Mal wieder.

Eine großartige Vorstellung mit fantastischen Einzeldarbietungen. Die beiden Hauptprotagonisten*innen verdienen ein besonderes Lob. Als Antoine de Saint-Exupéry, Gregor Glocke, die Idealbesetzung für diese Rolle. Er hat ja schon einige Tanzerfahrung und bekam als erster Nachwuchstänzer die Alexander-von-Swaine Medaille. Seine tänzerischen und schauspielerischen Qualitäten zeigte er auch am gestrigen Abend. Eine imposante Leistung!

Bleibt also noch Isabell Arnke als "Der kleine Prinz". Eine ganz starke Performance. Ihre Darstellung dieser Figur war beeindruckend. Liebreizend, anmutig, koboldhaft und teilweise ein wenig melancholisch. Fließende Bewegungen, überzeugend ausgeführt. Eine starke Interpretation!

Auf jeden Fall war dieser Ballettabend "Der kleine Prinz" ein großes Ereignis für die Mitwirkenden, die Angehörigen und alle, die noch daran beteiligt waren und die übrigen Zuschauer. Es wurde eine wirklich gelungene Umsetzung des Stoffes gezeigt und jeder einzelne Part war richtig besetzt. G. Seyffert hat hier choreographisch Großes geleistet und seine Ideen durch seine Ballettschüler*innen in dem Stück "Der kleine Prinz" zur Aufführung gebracht. Dem Publikum hat es sehr gut gefallen, und es gab frenetischen Beifall nach Beendigung der Vorstellung. Die Eleven*innen der Staatlichen Ballettschule wurden gefeiert, besonders natürlich die beiden Hauptdarsteller*innen. Außerdem kann man G. Seyffert und seinen Mitarbeitern*innen für ihren unermüdlichen Einsatz nicht genug danken, denn nur so ist es möglich, dass eine solche Produktion entstehen kann.

Das war sie wieder die Gala der Staatlichen Ballettschule. Auch dieses Mal wieder ein vielversprechender Überblick über das Leistungsvermögen der einzelnen Ausbildungsjahre in der Schule. Es war ein wunderbarer, aufschlussreicher Abend. Das Thema "Der kleine Prinz" hat immer wieder einen hohen Unterhaltungswert und weiß immer wieder zu berühren. Es ist jedenfalls nach wie vor aktuell und gestern konnte man sich von der Aktualität überzeugen.

Renate Dahms [TanzInfo-Berlin.de]


 Fotos: © Staatliche Ballettschule Berlin
 

 
Foto: © Konrad Hirsch
Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik
 



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