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"Der Nussknacker" vom Staatsballett Berlin (2)

Ballett in zwei Akten
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Libretto von Marius Petipa nach E.T.A. Hoffmann in der Revision von Nacho Duato
Choreografie: Nacho Duato
Bühne und Kostüme: Jérôme Kaplan
Licht: Brad Fields
Musikalische Leitung: Robert Reimer
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor: Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin
   
 Es tanzen:
 Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
 Clara: Ksenia Ovsyanick
 Nussknacker-Prinz: Denis Vieira
 Drosselmeier: Michael Banzhaf

"Nacho Duato orientiert sich in seiner Fassung des beliebten Familienklassikers, die 2013 am Sankt Petersburger Mikhailovsky-Theater seine Uraufführung feierte und zuletzt auch an der Mailänder Scala zu sehen war, stark an der Geschichte „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann, die vor 200 Jahren in Berlin zuerst veröffentlicht wurde."
[Staatsballett Berlin]

 Foto: © Fernando Marcos
 

Gestern besuchte ich den Ballettabend "Der Nussknacker" in der Deutschen Oper Berlin. Die Premiere fand am 7. 10. 2016 statt. Nacho Duato hat das Stück neu choreographiert. Wie erwartet, waren wieder viele Kinder in der Vorstellung, was erfreulich ist. Es ist auch nachzuvollziehen, denn, wenn man mit einem Kind das erste Mal in ein Ballett gehen will, ist immer "Der Nussknacker" an erster Stelle zu empfehlen. Die Kinder können sich meist mit dem Geschehen auf der Bühne identifizieren und, wenn der Mäusekönig mit dem Nussknacker kämpft, schlüpft man in deren Haut und verspürt eine gewisse Abenteuerlust. Außerdem ist es ein Ballett, welches u. a. eine Beziehung zu Weihnachten aufweisen kann. Eine neue Choreographie eines Werkes wird immer mit Spannung erwartet. Die vorausgegangene, choreographische Bearbeitung des Balletts "Der Nussknacker" konnte man eigentlich als gelungen ansehen. Es löste schon einige Überraschung aus, dass diese erfolgreiche Produktion nun durch eine neue ersetzt wurde. Aber es ist nun einmal geschehen und Nacho Duato wollte eine modernere Version des Nussknackers erschaffen.


 Foto: © Fernando Marcos
 

Wenn man sich diesen Nussknacker anschaut, muss man feststellen, dass viele festgelegte Bestandteile verändert wurden (weg vom alten Muster). So versucht Nacho Duato, dem ganzen Rahmen einen modernen Touch zu verpassen. Ich finde, dass es nicht in allen Bereichen gelungen ist. Z. B. die einzelnen Tänze im 2. Akt, die von den dementsprechenden Tänzer*innen vorgetragen wurden, liefen neben der Handlung her und passten nicht zum Geschehen.

Ich habe schon viele Nussknackeraufführungen gesehen, darunter auch einige von besonderer Bedeutung. Nun kommt Nacho Duatos Choreographie hinzu. Sie ist zum größten Teil auf den Publikumsgeschmack zugeschnitten und die Zuschauer waren von Anfang an von dieser Ausführung des Tanzes angetan.


 Foto: © Fernando Marcos
 

"Der Nussknacker" ist wirklich eines der schönsten Ballette der Welt, allein schon wegen der wunderschönen Musik von Peter I. Tschaikowsky. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter dem Dirigat von Robert Reimer setzte die Musik Tschaikowskys eindrucksvoll um. Robert Reimer ist ein erfahrener Ballettdirigent, was er hiermit wieder einmal unter Beweis stellte, indem er die Tänzer*innen einfühlsam begleitete (musikalisch).

Das Ballettensemble und die Solisten*innen waren optimal besetzt. Sie boten alle eine ansprechende Leistung. So wären eigentlich noch die Hauptprotagonisten* innen zu nennen.

Als Clara, Ksenia Ovsyanick und als Nussknackerprinz Denis Vieira. Beide Künstler*innen zeigten eine ausgezeichnete, tänzerische Darbietung. Sie sind neu im Ensemble (beide sind Solisten) und somit eine Bereicherung für das Staatsballett.


 Foto: © Fernando Marcos
 

Alles in allem war es ein "Nussknacker", der choreographisch doch etwas enttäuschte und nicht alle Erwartungen erfüllte. Doch das Publikum war begeistert. Nach Beendigung der Vorstellung gab es jubelnden Beifall. Für die Solisten*innen, Bravorufe. Besonders gefeiert wurde das Orchester der Deutschen Oper Berlin mit seinem Dirigenten Robert Reimer. "Der Nussknacker" ist nach wie vor ein Ballett für die ganze Familie und allein schon aus diesem Grund ist ein Besuch des Balletts zu empfehlen. Man wird bestens unterhalten, und was das Beste bei der ganzen Sache ist, die Familie unternimmt endlich wieder einmal etwas zusammen (von den Kindern bis zur Oma).

Nach dem Besuch bleiben viele schöne Bilder in der Erinnerung haften. Man war wie in einer Traumwelt und kehrt dann wieder auf die Erde zurück. Schön, dass es noch Träume gibt!

Renate Dahms [TanzInfo-Berlin.de]
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