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zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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MALAKHOV & FRIENDS – THE FINAL

Ballett-Gala mit Vladimir Malakhov, internationalen Gast-Solisten und Solisten des Staatsballetts Berlin

Premiere am 21. Januar 2014 in der Deutschen Oper Berlin

Musikalische Leitung
Robert Reimer

Es tanzen:
Internationale Gastsolisten wie:
Julie Kent, American Ballet Theater
Lucia Lacarra und Marlon Dino, Bayerisches Staatsballett
Mathew Golding, Het National Ballet
Mizuka Ueno und Mika Yoshioka, Tokyo Ballet
Irina Perren und Marat Shemiunov, Mikhailovsky Theater St. Petersburg
u.w.

sowie Erste Solisten und Solisten des Staatsballetts Berlin

Orchester der Deutschen Oper Berlin

  u.a.
A SWEET SPELL OF OBLIVION
, Duett
Choreographie: David Dawson
DELIBES SUITE, Pas de deux
Choreographie: José Martinez
DIE KAMELIENDAME, Pas de deux
Choreographie: John Neumeier
DUETTO INOFFENSIVO, Duett
Choreographie: Mauro Bigonzetti
ICARUS, Solo
Choreographie: Sidi Larbi Cherkaoui
LEAVES ARE FADING, Duett
Choreographie: Antony Tudor
LEDA AND THE SWAN, Duett
Choreographie: Roland Petit
LES INTERMITTENCES DU COEUR: MOREL & ST. LOUP, Duett
Choreographie: Roland Petit
LIGHT RAIN, Duett
Choreographie: Gerald Arpino
SINATRA SUITE, Duett
Choreographie: Twyla Tharp
SPRING WATERS Duett
Choreographie: Assaf Messerer
SPRING WATERS Duett
THE OLD MAN AND ME, Duett
Choreographie: Hans van Manen
u.w.
Foto: © Enrico Nawrath




Foto: © Bettina Stöß

Gestern war die Premiere der Ballettgala „Malakhov & Friends - Finale“ in der Deutschen Oper Berlin. Diese Galaveranstaltungen finden auf Initiative von Malakhov seit Jahren jedes Jahr statt. Es werden internationale Gastsolistinnen und Gastsolisten eingeladen, die zusammen mit Solistinnen und Solisten des Staatsballetts Berlin ihr Können unter Beweis stellen. Man kann nur hoffen, dass Galas dieser Art unter dem neuen Ballettdirektor Nacho Duato fortgesetzt werden.
Nun zu der Vorstellung. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Robert Reimer begleitete die Tänzerinnen und Tänzer einfühlsam, ebenso die begleitenden Pianistinnen. Fünf Berliner Erstaufführungen und eine Uraufführung kamen zur Aufführung. Eröffnet wurde die Gala mit „Les Sylphides“ mit Mika Yoshioka, Vladimir Malakhov und Damen des Corps de Ballet. Wunderschön getanzt, ein glanzvoller Auftakt. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Jedes Stück, das folgte, wurde meisterhaft in Szene gesetzt, trotzdem möchte ich drei Darbietungen im ersten Teil erwähnen, die mich besonders fasziniert haben:
Morel & St. Loup, Duett aus „Les intermittences du coeur“ ist ein beindruckendes Ballett. Es wurde, als das Ballett der Deutschen Oper noch eigenständig war, oft dort gespielt.

Die Kameliendame, Pas de deux, Choreografie von John Neumeier mit Lucia Lacarra und Marlon Dino. Was für ein Pas de deux. Diese Choreografie enthält viele schwierige Hebefiguren. Lucia Lacarra, eine außergewöhnliche Tänzerin mit einer enormen Ausstrahlungskraft. Ihr zur Seite Marlon Dino, ein ebenbürtiger Partner. Hier in diesem kurzen Ausschnitt sieht man, warum John Neumeier seit Jahren so ein erfolgreicher Choreograf ist. Dieses Stück hat mir am besten gefallen.


Foto: © Bettina Stöß

Don Quixote, Pas de deux, Choreografie nach Marius Petipa mit Jana Salenko und Dinu Tamazlacaru. Zwei der Publikumslieblinge des Staatsballetts Berlin habe den Pas de deux getanzt. Wie immer sicher und souverän. Beide haben eine unwahrscheinliche Bühnenpräsenz. Es macht Freude, ihnen zuzusehen. Er ist sprunggewaltig und sie dreht u. a. Pirouetten äußerst akkurat.

Nach diesem Beitrag war die Pause. Jedes Stück hatte bis dahin einen begeisterten Beifall ausgelöst. Nach der Pause ging es weiter mit:

Icarus, Choreografie von Sidi Larbi Cherkaoul mit Vladimir Malakhov. Der Choreograf hat dieses Stück extra für ihn geschaffen. Man hatte den Eindruck, dass es Malakhov angenehm war, diese Arbeit umzusetzen. Eine Uraufführung, die gelungen ist.
Als Nächstes Sinatra Suite, Choreografie von Twyla Tharp mit Julie Kent und Sascha Radetzky. Zu Sinatramusik erfreuten uns, das Publikum, Julie Kent und Sascha Radetzky mit einer heiteren beschwingten Tanzdarbietung. Es wirkte so leicht und locker und ist doch so schwer.

Melodie, Choreografie von Assaf Messerer mit Mika Yoshioka Wieslaw Dudek. Wunderschöne Musik aus „Orpheus und Eurydike“ von Ch.W. Gluck umrahmt die besinnliche Tanzvorführung der Künstler. Ma neigt dazu, dabei ins Träumen zu gerate. Eine wunderbare Tanzinterpretation.


Foto: © Bettina Stöß

Auf die nächsten Nummern werde ich verkürzt eingehen, wobei die unerwähnten Stücke des ersten Teils dadurch in ihrer Leistung nicht geschmälert werden sollen.:

Ballet 101, Choreografie von Eric Gauthier mit Vladislav Marinov. Ein Publikumsmagnet, witzig und originell choreografiert. Vladislav Marinov setzt dies alles überzeugend um. Eine tolle Leistung.

Delibes Suite, Pas de deux, Choreografie von José Martinez mit Mizuka Ueno und Matthew Golding. Eine anschauliche Ballettinterpretation. Mizuka Ueno und Matthew Golding wussten durch ihr Können zu gefallen.

Duetto inoffensivo, Choreografie von Mauro Bigonzetti mit Elisa Carrillo Cabrera und Nadja Saidakova. In einer Berliner Erstaufführung. Es ist eine interessante Choreografie und sicher nicht leicht zu tanzen. Elisa Carrillo Cabrera und Nadja Saidakova haben das wunderbar gemeistert. Eine Bereicherung für diesen Abend.

Spartacus, Choreografie, Pas de deux, Choreografie von Geogy Kovtun mit Irina Perren und Marat Shemiunov. Beeindruckender Tanzauftritt von Irina Perren und Marat Shemiunov. Beeindruckende Hebefiguren, meisterhaft bewältigt. Ein Dankeschön dafür.

Light rain, Choreografie von Gerald Arpino mit Lucia Lacarra und Marlon Dino. Ein weiteres Highlight an diesem Abend. Lucia Lacarra in einer ganz anderen Rolle als in der „Kameliendame“. Aber auch hier stellt sie ihr ganzes Können unter Beweis. Ihr Partner Marlon Dino weiß ebenso zu überzeugen.

Als letztes Stück, The old man and me, Choreografie von Hans von Manen mit Beatrice Knop und Vladimir Malakhov. Eine bezaubernde Choreografie, ideal besetzt mit Beatrice Knop und Vladimir Malakhov. Hier zeigt er sich von einer ganz anderen Seite, großartig. Beatrice Knop, wie immer souverän. Bravo, eine Meisterleistung.


Foto: © Bettina Stöß

Nach Beendigung der Vorstellung gab es frenetischen Beifall und Bravorufe für alle Solistinnen und Solisten, für das Orchester mit seinem Dirigenten und die Pianistinnen. Als Vladimir Malakhov allein vor den Vorhang trat, gab es „Standing Ovations“.
Anschließend kam der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten André Schmitz auf die Bühne. Er verlieh Vladimir Malakhov den Ehrentitel des Berliner Senats „Kammertänzer“. In seiner Rede lobte er die Verdienste Vladimir Malakhovs beim Ausbau des Staatsballetts Berlin und erwähnte, dass die Auslastung bei Ballettvorstellungen von 61 % auf 9o% gesteigert werden konnte. Da bleibt die Frage, warum man Malakhov dann seinen Vertrag nicht verlängert hat, wenn er soooo erfolgreich war? Ein großer Verlust für Berlin.

[Renate Dahms TanzInfo-Berlin.de]


Weitere Aufführungen:
23 | 24 | 25 | 27 Januar 2014
27 | 28 | 31 März 2014
Deutsche Oper Berlin

Ticketservice 030 20 60 92 630 | tickets@staatsballett-berlin.de


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