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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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Diese "TanzInfo Berlin" präsentiert:
... aktuell und dynamisch, bunt gewürfelte Infos aus allen Bereichen der Berliner Tanzszene, eingeschlossen Kabaret und Zirkus, Veranstaltungen und Termine, Berichte und Geschichten, Adressen, sowie die einschlägige Literatur und die Geschichte zu diesen Themen.
MASSE vom Staatsballett Berlin und Club Berghain

MASSE
Choreographien von Tim Plegge, Nadja Saidakova und Xenia Wiest
Musik
von Henrik Schwarz, Dettmann & Wiedemann und DIN
Bühnenraum Norbert Bisky
Kostüme Julia Mottl

QUINQUE VIAE – DYNAMICS OF EXISTENCE

Choreographie Xenia Wiest
Musik DIN (Efdemin & Marcel Fengler)
Es tanzen Elisa Carrillo Cabrera, Weronika Frodyma, Ilenia Montagnoli, Caroline Bird, Christiane Pegado, Ibrahim Önal | Leonard Jakovina | Gauthier Dedieu, Federico Spallitta, Alexander Korn, Martin Arroyos, Giacomo Bevilacqua, Sacha Males, Sven Seidelmann

BOSON
Choreographie Nadja Saidakova
Musik Marcel Dettmann & Frank Wiedemann
Es tanzen Iana Salenko, Anastasia Kurkova, Iana Balova, Maria Boumpouli, Vladislav Marinov, Dominic Hodal, Kévin Pouzou, Aymeric Mosselmans

THEY
Choreographie Tim Plegge
Musik Henrik Schwarz
Es tanzen Shoko Nakamura, Krasina Pavlova, Anissa Bruley, Soraya Bruno, Haley Schwan, Michael Banzhaf, Arshak Ghalumyan, David Simic, Alexander Shpak


Das war nun nicht die Premiere, die wir besuchten, aber das hat auch seine Vorteile. Man kann sich die Aufführung in Ruhe (in Ruhe??) ansehen und sich sein eigenes Urteil bilden, obwohl natürlich in Gedanken auch die Rezensionen der Kollegen der „gedruckten Presse“ präsent sind und durch die „eigene Anschauung“ relativiert oder bewertet werden können. Wie dem auch sei, tritt man das erste Mal in die „Halle am Berghain“, so kommen spontan Gedanken auf, so wie, „was für ein Glück“, dass der vergangene Staat keinen großen Wert auf eine Erneuerung nicht mehr benötigter oder aus der Zeit gefallener Architektur Artefakte hatte. Man baute einfach an einer anderen Stelle einen neuen Bau und überließ den alten sich selbst. Davon profitierten dann die Nachgeborenen oder die Zugereisten und schufen aus den Ruinen eine neue Legende, „entstanden aus Ruinen und der neuen Zeit zugewandt“. So entstand der „Club Berghain“ und entwickelte sich zu seiner eigenen Legende. Die „Halle“ setzt diesen Trend fort, auch wenn in der Zwischenzeit die Mittel knapp geworden sind. Geschaffen wurde eine Umgebung die das Image des „Berghain“ in die Welt der performativen Künste weiterführt.


QUINQUE VIAE ...
Foto(2x): (c) Bettina Stöss

In Kooperation des Staatsballetts Berlin mit dem Club Berghain entstanden drei Choreographien, die dem Image der Endzeit und Zerstörung eine tänzerische Sprache geben sollen. Das beginnt beim Bühnenbild, wenn man diesen Minimalismus als solcher bezeichnen kann, es vermittelt in jedem Fall ein Gefühl der Bedrückung, der Konfrontation, der Zerstörung. Die Tänzer sollen sich darin nicht aufgeben, sondern Sinn und Hoffnung für das Individuum in der MASSE, so heißt das Thema, vermitteln.


BOSON
Foto; (c) Bettina Stöss

BOSON
Foto; (c) Bettina Stöss

Jede der drei Choreographien verarbeitete das Thema, in der eigenen erfahrenen Beziehung als Individuum in der MASSE, als gefangen, als überwältigt oder als sich freikämpfend aus den Zwängen der menschlichen Verstrickungen. Man kann das als ein physikalisches Problem sehen, wie in BOSON, als ein geistiges Problem, aus den Gedanken der Evolution, wie in QUINQUE VIAL - DYNAMICS OF EXISTENCE oder als ein soziologisches, der Interaktion des Individuums in Kultur und Gesellschaft, wie in THEY. Die Frage stellt sich dabei, steuern wir unser Verhalten selbst oder werden wir von der Masse gesteuert. Diese Choreografie zeigte am eindringlichsten dieses Beziehungsgeflecht.


THEY
Foto; (c) Bettina Stöss

THEY
Foto; (c) Bettina Stöss

Einen eindrucksvollen Tanz( Ballett )abend, mit überraschenden performativen Effekten, einem bedrückenden  Bühnenbild, einer einprägenden Musik (vom Band) und eine virtuose Lichttechnik konnten die BesucherInnen erleben. Leider war das nur eine Episode, die Halle schließt erst einmal wieder. bis sich wieder ein Gönner engagiert, kommerziell oder administrativ und sie wieder zum Leben erweckt.

---> Hier noch einmal zur Erinerung "Shut Up and Dance Updated"
im Juni 2007 das Staatsballett zum ersten Mal im Club Berghain.

Peter Dahms [TanzInfo-Berlin.de]

Uraufführung 4. Mai 2013, 20:00 Uhr
Aufführungen 7 | 8 | 9 | 10 | 14 | 16 | 18 | 22 | 24 | 25. Mai 2013

Halle am Berghain
Am Wriezener Bahnhof 1, 10243 Berlin;
"Die „Halle am Berghain“ ist ein ehemaliges Heizkraftwerk, das 1954/1955 im Rahmen des Nationalen Aufbauprogramms der DDR im Zusammenhang mit dem Ensemble der Karl-Marx-Allee errichtet wurde. Seit Anfang der 90er Jahre steht das Gebäude leer. Das Berghain nimmt sich mit dieser Kooperation ebenso der Verantwortung gegenüber dem Denkmalschutz an, indem das Gebäude durch notwendige Baumaßnahmen vor dem Verfall geschützt wird und als wesentliches Industriedenkmal der DDR erhalten bleibt." [Staatsballett Berlin]

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