MOBIL
Zeitschriften
Geschichten
Opern Info Bln
Redaktion

   GESCHICHTE(N) ... 
27.12.2015

"Alexander von Swaine"

Gegen das Vergessen - zum 110. Geburtstag am 28. Dezember... weiter >

25.07.2013

"Tanz als Beruf"

Tanz - Gedanken zum Beruf und zur Berufung... weiter >

28.10.2010

Gedanken zu "Jean George Noverre"

Gestalten der Tanzgeschichte, kurz vorgestellt.... weiter >

01.10.2010

Ballett in Berlin (2007)

Ballett (und Tanz) Premieren und Neueinstudierungen 2007... weiter >

September 2019
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30

Oktober 2019
MoDiMiDoFrSaSo
 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31

Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
  Suchen

  NEUE TERMINE ...
01.07.2007

OPER-IN-BERLIN

Das Ballett-Programm... weiter >

  EMPFEHLUNGEN ...
05.07.2019

"Entwürfe und Gefüge" im April 2019

William Forsythes choreographische Arbeiten ...... weiter >

25.11.2017

"Arabesken" im November 2017

Das Ornamentale des Balletts im frühen 19. Jahrhundert... weiter >

24.09.2017

"Zum immateriellen Kulturerbe des Modernen Tanzes" im April 2017

Konzepte – Konkretisierungen – Perspektiven... weiter >

11.04.2017

"Bewegungsfreiheit" im Februar 2017

Tanz als kulturelle Manifestation (1900-1950)... weiter >

13.01.2017

„Episteme des Theaters“ im Oktober 2016

Aktuelle Kontexte von Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit... weiter >

Diese "TanzInfo Berlin" präsentiert:
... aktuell und dynamisch, bunt gewürfelte Infos aus allen Bereichen der Berliner Tanzszene, eingeschlossen Kabaret und Zirkus, Veranstaltungen und Termine, Berichte und Geschichten, Adressen, sowie die einschlägige Literatur und die Geschichte zu diesen Themen.
Wiederaufnahme - "Tschaikowsky" vom Staatsballett Berlin

Das Mysterium von Leben und Tod.
Ballett in zwei Akten von Boris Eifman.
Musik von Peter I. Tschaikowsky.
Choreographie und Inszenierung  Boris Elfman
Uraufführung am 12. September 1993 im Ballett-Theater St.Petersburg
Premiere am 4. Mai 2006 in der Staatsoper Unter den Linden

Wiederaufnahme am 27. Januar 2013 mit der 34. Vorstellung
in der Staatsoper im Schillertheater


 
Collage: (c) Nawrath/Hastenteufel
 

Bühnenbild und Kostüme: Viacheslav Okunev
Musikalische Leitung: Robert Reimer Staatskapelle Berlin
Orchester: Staatskapelle Berlin

Es tanzen:
Tschaikowsky: Vladimir Malakhov
Sein Alter Ego|Drosselmeier : Wieslaw Dudek
Nadeshda von Meck|Carabosse|Pique Dame: Beatrice Knop
Tschaikowskys Frau: Nadja Saidakova
Prinz: Kévin Pouzou
Junger Mann|Mädchen: Nicola Del Freo|Iana Balova
Joker: VladislavMarinov
und Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin

"Boris Eifman gilt als einer der profiliertesten und interessantesten russischen Choreographen der Gegenwart. Er bekennt sich zu einem leidenschaftlichen „Ballett-Theater“, bei dem dramatischer Ausdruckswille die Grundlage für das Tanzen ist. Eifman bleibt dabei dem klassischen Tanz verpflichtet, verfolgt aber mit seinen Choreographien das Ziel, „den Menschen nicht nur eine Augenweide zu präsentieren, sondern vielmehr ihre Empfindungen und Gefühle anzusprechen, um ein gemeinsames lebendiges Ritual zu initiieren.“
Sein Ballett „Tschaikowsky“ ist wie eine psychologische Personen-Studie zu verstehen. Peter I. Tschaikowsky hatte den Entschluss gefasst, seine sichere, gutbürgerliche Stellung aufzugeben, um sich ganz dem musikalischen Schaffen zu widmen, zu dem es ihn so leidenschaftlich drängte. Zeitlebens wurde er aber das Gefühl einer tiefen inneren Unruhe und Heimatlosigkeit nicht los. Seine emotionale Zerrissenheit findet Ausdruck in seinen Kompositionen – Anlass für Boris Eifman, der Gefühlswelt des großen russischen Komponisten choreographisch nachzuspüren."
[Staatsballett Berlin]

 
Foto: (c) Sandra Hastenteufel
 
Foto: (c) Sandra Hastenteufel

Von der ersten bis zur letzten Szene hetzt die Handlung durch das Leben von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, ein getriebener, ein zerrissener Mensch. Hin und her geworfen zwischen seinen Neigungen und seinen Wünschen findet er immer wieder auch die Zeit zur Entwicklung seiner künstlerischen Persönlichkeit. Aber sein privates Leben wird bestimmt von zwei Frauen, die Gönnerin Nadeshda von Meck und seiner Ehefrau, Antonina Miljukowa, nur zum Schein und unter seelischem Druck seine Ehefrau und durch ihr Schicksal in den Wahnsinn getrieben. Dagegen kämpft sein Alter Ego, der seine zweite Seele verkörpert, seine Neigung zum gleichen Geschlecht, unterdrückt und verschwiegen gegenüber einer prüden, verständnislosen Gesellschaft in die er versucht sich einzubringen.


Foto: (c) Sandra Hastenteufel

Foto: (c) Sandra Hastenteufel

Die schauspielerische  und die tänzerische Umsetzung des Themas durch Vladimir Malakhov als Tschaikowsky fesselt das Publikum vom ersten bis zum letzten Bild. Er verkörpert die Rolle mit eindringlicher Einfühlkraft und lässt die Qualen und die Zerrissenheit das großen Komponisten mit jeder Geste, mit jedem Schritt, mit jedem Gesichtsausdruck fühlen. Mit lang anhaltenden, begeisterte Beifall dankt im das Publikum für diese Leistung. Auch die drei weiteren Hauptrollen waren bestens besetzt, Wieslaw Dudek in der Leistung und der Darstellung des Alter Ego, ein ebenbütiges Gegenstück als der zweiten, der verborgenen, der verdrängten Persönlichkeit Tschaikowskys neben Vladimir Malakhovs. Die Möglichkeiten, die die beiden Frauenrollen in diesem Stück bieten, wurden von Beatrice Knop als Nadeshda von Meck und Nadja Saidakova als Tschaikowskys Frau mit Temperament, Gefühl und Tragik voll ausgefüllt. Zum Erfolg der Vorstellung trugen in nicht unerheblichen Maße das corps de ballet des Staatsballetts bei. Mitreißende Gruppenbilder von eindringlicher Aussagekraft umrahmen das Geschehen und geben ihm die dramatische Grundlage.
Das Stück hat auch sieben Jahre nach der Premiere in der Staatsoper Unter den Linden nichts verloren von seiner Eindringlichkeit und seiner psychologischen Aussagekraft. Das Publikum bedankte mit einem begeisterten Applaus bei den Tänzern.
[Peter Dahms TanzInfo-Berlin.de]


Weitere Termine:

30 Januar 2013
09 Februar 2013
24 | 26 | 27 April 2013


Copyright (c) 2005 Dahms-Projekt - Berlin-Hermsdorf
Heute ist Freitag, der 20. September 2019