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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
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"Romeo & Julia" vom Staatsballett Berlin

Das Liebesdrama der Weltliteratur, unzählige Male erzählt, interpretiert, inszeniert und choreografiert. In der Choreografie von John Cranco gehört es schon zur Klassik des modernen Tanzes. Behutsam angepasst, in den Kostümen, in Bühnenbild und Licht, an die heutigen Erwartungen und geführt von der Musik Serge Prokofieffs.

Ballett in drei Akten nach William Shakespeare von John Cranko
Choreografie John Crancos für die Mailänder Scala 1959
Neuinszenierung für das Stuttgarter Ballett 1962
Premiere am 9. Februar 2012 Deutsche Oper Berlin

Choreographie und Inszenierung: John Cranko
Bühnenbild und Kostüme: Thomas Mika
Licht: Steen Bjarke
Musik: Serge Prokofieff
Einstudierung: Georgette Tsinguirides - Birgit Deharde
Musikalische Leitung: Guillermo García Calvo
Es tanzen: Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin

Mit:
Julia: Iana Salenko
Romeo: Marian Walter
Mercutio: Dinu Tamazlacaru
Tybalt: Wieslaw Dudek
Benvolio: Alexander Shpak
Graf Paris: Michael Banzhaf
Lady Capulet: Beatrice Knop

"Kaum ein anderer Stoff ist so häufig für die Tanzbühne umgesetzt worden wie William Shakespeares ROMEO UND JULIA. Eine der meistgespielten Adaptionen für den Tanz stammt von John Cranko. Seine Fassung, die er 1962 für das Stuttgarter Ballett geschaffen hat, ist in die Ballettgeschichte eingegangen. Und das nicht ohne Grund: John Cranko hat sich mit seinen Tänzern – dafür ist er berühmt – stets auf die Suche nach der Darstellung wahrer Gefühle gemacht. Er scheute Emotionen nicht und setzte alles daran, diese direkt in seine Choreographien hineinzuschreiben." [Staatsballett Berlin] 

Fotos(3x): (c) Bettina Stöß

Die Geschichte von Romeo & Julia kennt wohl jeder, der sich für Kultur interessiert oder auch nur, weil die Namen dieses Liebespaars schon seit Langem als Synonym zum normalen Sprachgebrauch gehören. Romeo & Julia beschreibt die unglückliche Geschichte von zwei jungen Menschen, die sich auf den Ersten Blick ineinander verlieben und die durch die Unversöhnlichkeit und Ignoranz ihrer Umgebung in den Tod getrieben werden. Das passierte nicht nur in der Renaissance, in der diese Geschichte spielt. Die Engstirnigkeit und Feindschaft zwischen zwei Familien oder Gruppen von Menschen, wie sie hier die Capulets und die Montagues praktizieren ist zeitlos und ein Liebespaar, das dadurch in sein Unglück getrieben wird ebenso. Manch einer meint, dass diese Geschichte nicht mehr in unsere Zeit passt und total überholt und altmodisch wäre. Wenn man das Stück jedoch als Symptom für menschliche Schwächen und menschliches Verhalten sieht, dann erkennt man, dass es Aktualität zu jeder Zeit hat.


Foto: (c) Bettina Stöß

Foto: (c) Bettina Stöß

John Cranko hat seine Choreografie nicht nur als eine Aufeinanderfolge von mehr oder weniger spektakulären Soli und Pas-de-Deux und ein opulentes Bühnenbild mit großen Gruppen entwickelt, sondern er ist der Geschichte Wort für Wort gefolgt und hat den Gefühlen, den Emotionen, den Gesten und den Affekten in seiner Interpretation viel Raum gegeben. Die Inszenierung wurde behutsam an die heutigen medialen Erwartungen angepasst. Das Bühnenbild unterstützt die Räumlichkeit der Szenen und das Licht durch Hervorhebungen den Szenenablauf.
Georgette Tsinguirides setzte gewissenhaft als langjährige Partnerin die chorografischen Vorgaben und das Vermächtnis John Crankos um. Thomas Mika entwickelte das Bühnenbild und die Lichtgestaltung aus der Geschichte heraus und passte sie den modernen Erwartungen des Publikums an. Serge Prokofieffs Musik unterstützt mit einschmeichelnden Melodien die Choreografie.
Die Hauptrollen des Stücks werden hervorragend von Iana Salenko als Julia aus der Familie Capulet und ihrem Ehemann Marian Walter als Romeo aus der Familie der Montague getanzt. Sie spielen überzeugend das Liebespaar, was ja wohl nicht überraschend ist. In weiteren Rollen Dinu Tamazlacaru als Mercutio, Romeos Freund und Wieslaw Dudek als Tybalt und Michael Banzhaf als Graf Paris.


Foto: (c) Bettina Stöß

Foto: (c) Bettina Stöß

Das Publikum hatte mehrmals Schwierigkeiten seiner Begeisterung durch Szenenapplaus Ausdruck zu geben. In den dramatischen, tragischen Situationen passt der Applaus nicht immer so recht. Aber zum Ende der Vorstellung bekamen die Darsteller, der musikalische Leiter mit seinem Orchester und die Verantwortlichen für Choreografie und Bühne ihren verdienten, begeisterten Beifall. Romeo & Julia ist auch in jeder neuen Choreografie und Inszenierung immer wieder ein zeitloses Erlebnis.
Peter Dahms [www.TanzInfo-Berlin.de]

weitere Termine:
12 | 17 Februar | 2 März 2012
06 | 09 April | 8 | 18 Mai 2012
15 | 17 Juni 2012

Ticketservice (030) 20 60 92 630 | tickets@staatsballett-berlin.de

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Heute ist Dienstag, der 17. September 2019