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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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"PEER GYNT" vom Staatsballett Berlin

Das Publikum erwartet eine emotional packende, genreübergreifende Inszenierung, in die der bekannte Choreograph auch Gesangssolisten der Deutschen Oper Berlin szenisch einbindet ...

Mehr als ein Ballett: Heinz Spoerlis PEER GYNT


Heinz Spoerlis Konzeption liegt die Musik von Edvard Grieg zugrunde, die Henrik Ibsen selbst, bereits mit dem Wunsch nach einer Balletteinlage, in Auftrag gab. Diese teils weltbekannten Melodien ergänzt Spoerli für seine Inszenierung ganz bewusst durch zeitgenössische Kompositionen von Brett Dean und Mark-Anthony Turnage. Es musizieren das Orchester und der Extrachor der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Robert Reimer.

Uraufführung am 11. November 2007 im Opernhaus Zürich
Premiere am 18. November 2011 vom Staatsballett Berlin in der Deutschen Oper Berlin

Es tanzen:
Peer Gynt Vladimir Malakhov (18.11. | 20.11. | 29.11. | 2.12.) | Marian Walter (25.11. | 28.11.)
Sebastian Hülk | Sprecher
Solveig Nadja Saidakova (18.11. | 20.11.) | Iana Salenko (25.11. | 28.11.)
Polina Semionova ( 29.11. | 2.12.)
Bergkönig Dinu Tamazlacaru (18.11 | 20.11. | 29.11. | 2.12.) | Vladislav Marinov (25.11. | 28.11.)
Bergkönigs Tochter Beatrice Knop (18.11 | 20.11. | 29.11. | 2.12.) | Elena Pris (25.11. | 28.11.)
Anitra Polina Semionova (18.11 | 20.11.) Elisa Carrillo Cabrera (25.11. | 28.11. | 29.11. | 2.12.)
Der Tod Leonard Jakovina (18.11. | 20.11. | 29.11. | 2.12.) | Arshak Ghalumyan (25.11. | 28.11.)

sowie Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Gesangssolisten Martina Welschenbach (Solveig) Alexey Bogdanchikov (Peer Gynt) | Kathryn Lewek, Rachel Hauge, Fionnuala McCarthy (Säterinnen)

Extrachor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin


Foto: (c) Bettina Stößer

Ein ganzes Leben erzählt in zwei Stunden, Tanz als ultimative Herausforderung. Heinz Spoerli meistert diesen Anspruch in Perfektion. Hendrik Ibsens dramatisches Gedicht Peer Gynt und Edvard Griegs Adaption norwegischer Volkslieder und -tänze für die Theaterversion von Peer Gynt als Schauspielmusik sind schon oft zur Aufführung gekommen. Aber die Umsetzung in die künstlerische Form eines Balletts haben wir Heinz Spoerli zu verdanken.

 
Foto: (c) Bettina Stößer

Peer Gynt, erzählt von Hendrig Ibsen, war ursprünglich nicht für das Theater vorgesehen und konnte deshalb, ohne Rücksicht auf die Darstellbarkeit auf einer Bühne, dramaturgisch entwickelt werden. Der Mensch Peer Gynt, ein Abenteurer, ein Fantast, ein Getriebener auf der Suche nach seinem Selbst schwankt sein Leben lang zwischen Extremen. Aus kleinen Verhältnissen stammend verschmäht er die Liebe der einzigen Frau, die es ihr Leben lang ehrlich mit ihm meint. Er wird hin und her gerissen zwischen drei Frauen von unterschiedlichsten Charakter und Handlungsmotiven. Er kämpft mit den Gespenstern in seinem Innersten und der äußeren Welt um sich herum. Dargestellt als nordische Trolle und als diesseitige Mitmenschen. Er bereist, nachdem er zu Reichtum gekommen ist, die ganze weite ferne Welt und findet doch nicht zu sich selbst. Er verliert den materiellen Reichtum und findet sich im Irrenhaus wieder. Seine Ruhe und die wahre Liebe findet er erst, nachdem er in seine nordische Heimat zurückgekehrt ist.


Foto: (c) Bettina Stößer

Heinz Spoerli findet bei seiner Aufgabe, diese dramatische Erzählung in die tänzerische Form zu überführen schon Hinweise in den Anweisungen, die Ibsen an Grieg richtete, nachdem dieser sich mit dem Gedanken befasste, sieben Jahre nach der Veröffentlichung des Buches, eine Theaterversion zu schaffen. Auch tänzerische Einfügungen hatte er schon gedanklich vorgesehen. Spoerli choreografiert eine lose Aneinanderreihung einzelner Episoden in zwei verschiedenen Formen, als klassisches und als modernes Ballett, wie es am Besten zu den erzählten Episoden passt. Edvard Griegs ursprüngliche Musik wird durchwoben von modernen Kompositionen von Brett Dean und Mark-Antony Turnage. Für die Bühnentechnik und die Kostüme zeichnet Florian Etti verantwortlich und Martin Gebhardt für das Licht. Die musikalische Leitung übernahm Robert Reimer. Entstanden ist eine eindrucksvolle Komposition aus Musik, Tanz, Gesang, szenischer Darstellung und schauspielerischer Erzählung durch das zweite Ich der Hauptperson.


Foto: (c) Bettina Stößer

Nachdem sich der Vorhang nach dem letzten Bild schließt, brandet ein nicht endenwollender Applaus auf. Die Künstler werden mit begeisterter Zustimmung gefeiert. Die Form der Choreografie und der theatralischen Inszenierung macht es schwer, nur einige Künstler besonders herauszuheben, das Stück lebt vom Zusammenspiel der einzelnen Teile und der einzelnen Rollen zu einem harmonischen Ganzen. Diese Harmonie ist gelungen. Man wünscht sich noch weitere Stücke ähnlicher Art in Ergänzung zum klassischen Repertoire des Staatsballetts.
Ein begeisternder Ballettabend in der Deutschen Oper. Heinz Spoerli ist seinem exzellenten Ruf vollauf gerecht geworden.
[Peter Dahms TanzInfo-Berlin.de]

Premiere
18. November 2011 | 19.30 Uhr | Deutsche Oper Berlin

Weitere Aufführungen
20 | 25 | 28 | 29 November | 2 Dezember 2011
Einführungen: 45 Min. vor Beginn der Vorstellungen

Ticketservice (030) 20 60 92 630 | tickets@staatsballett-berlin.de

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