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"Alexander von Swaine"

Gegen das Vergessen - zum 110. Geburtstag am 28. Dezember... weiter >

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"Tanz als Beruf"

Tanz - Gedanken zum Beruf und zur Berufung... weiter >

28.10.2010

Gedanken zu "Jean George Noverre"

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01.10.2010

Ballett in Berlin (2007)

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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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OPER-IN-BERLIN

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Diese "TanzInfo Berlin" präsentiert:
... aktuell und dynamisch, bunt gewürfelte Infos aus allen Bereichen der Berliner Tanzszene, eingeschlossen Kabaret und Zirkus, Veranstaltungen und Termine, Berichte und Geschichten, Adressen, sowie die einschlägige Literatur und die Geschichte zu diesen Themen.
SHUT UP AND DANCE! RELOADED vom Staatsballett Berlin

... sie begeben sich auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Zugang zum Medium Tanz und ergreifen die Chance, sich völlig frei mit einem selbst gewählten Thema zu beschäftigen. So entsteht ein individueller Abend, der die einzelnen Persönlichkeiten der Tänzer in den Vordergrund rückt.

PREMIERE
15. Januar 2010, 20.00 Uhr
Komische Oper Berlin

Das Programm:
Uraufführung
- WILL
Choreographie: Martin Buczkó
Musik: Infinit
Kostüme: Lost and Found
Lichtkonzept | Projektionen: Raul Ciosici
In memoriam Sebastian Nichita
- AMONG MYSELVES
Choreographie: Sebastian Nichita | Martin Buczkó
Violoncello: Zoë Cartier
Uraufführung
- SONETT XVIII
Choreographie: Tim Plegge
Musik: Philip Glass (Metamorphosis Nr. 4, Nr. 2)
Kostüme: Judith Adam
Uraufführung
- SPACE CONTROL AREA, for interest only!
Choreographie: Kathlyn Pope
Musik: Clara Rockmore | Delia Derbyshire
(bearbeitet von Tobias Freund | Mark Ayres)
Bühne | Kostüme: Benjamin Tyrrell
Konzept | Dramaturgie: Jesse Garon
- EGOPOINT
Choreographie: Nadja Saidakova
Musik: Luke Slater [=The 7th Plain]
Bühne | Kostüme | Lichtkonzept: Lena Lukjanova
Uraufführung
-  FEELINGS OF X+1=3
Choreographie: David Simic
Musik: Balanescu Quartet (mit John Lurie) |
Arshak Ghalumyan
Kostüme: Mina Ilic
Uraufführung
- TO BE CONTINUED
Choreographie: Xenia Wiest
Musik: Patrick Soluri
Kostüme: Melanie Jane Frost


AMONG MYSELVES - Foto: Enrico Nawrath
 

Die andere Seite des Ensembles. Die Mitglieder des Staatsballetts zeigen wieder einmal, wie groß ihre Talente und Interessen über das Klassische Repertoire hinaus sind. Sieben Choreografien, fünf allein als Uraufführung werden gezeigt. Die Arbeiten erstrecken sich auf einen breiten Bereich des Genres. Es ist für jeden etwas dabei. Tanz in allen Variationen, von klassisch bis innovativ, modern. Von kraftvoll, athletisch bis elegant, von rasant bis verhalten harmonisch, aggressiv bis romantisch. Dazu die überraschenden Effekte in den Licht- und Tonelementen. Die Musik, von Heavy Metal bis träumerisch, exotisch und romantisch. Kein Stück gleicht dem anderen. Das Publikum lässt sich mitreißen und belohnt die Leistungen mit überwiegend stürmischem Applaus. Teilweise mit angedeuteten Bravo-Rufen bis zu tosendem Beifall mit mehreren Vorhängen. Eine geglückte Tanzpremiere, ein gelungener Abend. Man wünscht den Stücken noch viele Aufführungen und kann den Besuch der nächsten Termine nur uneingeschränkt empfehlen.

 
EGOPOINT - Foto: Enrico Nawrath
 

Nun noch einige Bemerkungen zu den einzelnen Stücken. Die Fülle des Gezeigten erlaubt es aber nur, auf einige wenige Szenen hinzuweisen. Man muss alles gesehen haben.
Das erste Stück, SPACE CONTRLOL AREA, zeigt zwei aggressiv, rasant getanzte Geschichten zu elektronischer Musik. Während die zweite Choreografie, AMONG MYSELVES, überwiegend verhalten harmonisch getanzt wird, zu handgemachter Musik auf einem Violoncello. Botschaften werden dazu auf einer Stellwand im Hintergrund vermittelt.

 
FEELINGS OF X+1=3 - Foto: Enrico Nawrath
 

Im folgenden Stück FEELINGS OF X+1=3 werden Tänzer- in farbenfrohen Kostümen begleitet von gleitenden Licht- und Farbwechseln. Es wirkt mit seinem wechselnden Tanzrhythmus unkompliziert und sehr lebendig. Man erkennt an den eingefügten klassischen Elementen die Schule der Tänzer. Dieses Stück hat mir persönlich am Besten gefallen, während das Publikum mehr die folgende Choreografie bevorzugte.

 
SONETT XVIII - Foto: Enrico Nawrath
 

TO BE CONTINUED zeigt in schnellem Wechsel Elemente des fernöstlichen Kampfsports mit aggressiver Trommelbegleitung und Elemente von verhaltener Harmonie. Getanzt in anspruchsvollen Tanzfiguren, die vom Tänzer ihr ganzes Können abverlangen. Das Publikum belohnt dieses Stück mit begeistertem Applaus und mit Bravo-Rufen. Der folgende Tanz WILL ist ein exotisch gefärbter Tempeltanz, wie er vielleicht auf Bali getanzt wird. Besonders beeindruckt auch das eingefügte Bühnenbild. Zu einer Sonnenuntergang Lichtstimmung ein, aus dem Hintergrund wachsendes Bild des nächtlichen Mondes. Sehr romantisch. Das letzte Stück vor der Pause beginnt mit einer einführenden Stimme vom Tonband. Untermalt von Klaviermusik folgt eine elegante, verhaltene Choreografie mit innovativen Tanzfiguren. Das Stück wird vom Publikum lautstark bejubelt.

 
SPACE CONTROL AREA - Foto: Enrico Nawrath
 

Nach der Pause folgt das letzte Stück, EGOPOINT. Eine aufwendige Choreografie mit einem zentralen Fixierungspunkt, in der Form eines metallischen, dreieckigen Rohrrahmens in der Mitte der Bühne. Um diesen und mit ihm kreist die Entwicklung des Themas.
Um es noch einmal zu wiederholen, dies sind nur subjektive Eindrücke des Tanzabends. Jedes Stück hat seine eigenen Schwerpunkte und Highlights, das muss man sich selbst ansehen und die Eindrücke auf sich wirken lassen. Für mich ist der Abend wie im Fluge vergangen, und das waren immerhin drei volle Stunden.
[Peter Dahms TanzInfo-Berlin.de]


Weitere Aufführungen
23 Januar | 3 | 8 Februar | 30 Mai 2010
7 | 8 | 28 Juni | 8 | 10 | 11 Juli 2010

Ticketservice: 030 - 20 60 92 630 | tickets@staatsballett-berlin.de

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