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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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"Das flammende Herz" vom Staatsballett Berlin

Ballett in zwei Akten mit einem Prolog.
Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy
Uraufführung am 20. Juni 2009

Choreographie und Inszenierung    Patrice Bart 
Musik   Felix Mendelssohn Bartholdy
Musikalische Einrichtung   Ermanno Florio
Bühnenbild    Ezio Toffolutti 
Kostüme    Luisa Spinatelli 
Libretto | Dramaturgie    Dr. Christiane Theobald 
Assistentin des Choreographen   Claude de Vulpian
Licht    Ezio Toffolutti , Diego Leetz 
Assistentin des Bühnenbildners    Annamaria Cattaneo

Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Staatskapelle Berlin
Musikalische Leitung    Ermanno Florio 

Percy Shelley    Vladimir Malakhov 
Mary Wollstonecraft  Polina Semionova 
Harriet Westbrook    Nadja Saidakova 
Harriet Grove    Iana Salenko 
Jefferson Hogg    Dinu Tamazlacaru 
Claire Clairmont    Beatrice Knop 
Lord Byron    Martin Buczkó 
Teresa Guiccioli    Elisa Carrillo Cabrera 
Jane Williams    Elena Pris

"Der französische Choreograph Patrice Bart stellt den englischen Poeten Percy Shelley in den Mittelpunkt seiner abendfüllenden Choreographie. DAS FLAMMENDE HERZ, die er für das Staatsballett Berlin und Vladimir Malakhov entwickelt hat. Mit einer ungewöhnlich großen Zahl an Hauptfiguren kreist das Ballett in Episoden um die zentralen Lebensmotive dieser schillernden Figur, die von den emotionalen Beziehungen zu seinen Frauen und Freunden genauso geprägt sind wie durch Momente theatralischer Selbstinszenierung.
Percy Bysshe Shelley (1792—1822) lebte in wechselnden Lebensgemeinschaften mit mehreren Frauen wie z. B. mit Mary Shelley, der Autorin des Romans „Frankenstein“, engagierte sich kompromisslos mit revolutionären Ideen in der Politik und bereiste den Kontinent. Mit dem britischen Dichter Lord Byron verband ihn eine enge und inspirierende Freundschaft."
".. eine klassische Bewegungssprache, wie sie Patrice Bart beherrscht. ... in immer neuen Figurenkonstellationen, in einer Fülle von Duetten, Trios und imposanten Gruppen-Szenen zum Ausdruck kommt.Ein modernes Bühnenbild hat Ezio Toffolutti entworfen, das mit nur wenigen Details den Geist der Romantik aufleben und viel Raum für die Wirkung der historischen Kostüme von Luisa Spinatelli und den Tanz lässt."[Staatsballett Berlin]

Weitere Aufführungen: 22 | 25 | 28 Juni 2009 - 2 Juli 2009 - 2 | 3 | 17 | 18 Oktober 2009 - 6 November 2009


Foto: (c) Enrico Nawrath
 

Das kurze turbulente Leben eines träumerischen, unstetigen Dichters, anerkannte schriftstellerische Leistungen abseits der Konventionalität, ein plötzlicher früher Tod unter dramatischen Umständen und viele offene Fragen über das Leben und die Beziehungen zu den, ihm nahestehenden Personen, sind der Stoff, aus denen ein romantische Ballett entstehen kann. Patrice Bart hat es getan und Vladimir Malakhov eine Choreografie auf den Leib geschrieben. Malakhov kann sich dabei der professionellen Unterstützung seiner Kompagnie sicher sein. Das Bühnenbild ist modern puristisch, es wird durch die effektvolle Licht- und Bühnentechnik aber zur perfekten Unterstützung der Handlung. Der passende Rahmen, der die zeitgerechten Kostüme des Biedermeiers voll zur Geltung bringt und gemeinsam mit der gut ausgewählten Musik ein perfektes Bild eines modernen romantischen Balletts entstehen lässt.

 
Foto: (c) Enrico Nawrath
 

Die Anzahl der handelnden Personen macht es für den noch Unkundigen erforderlich, Klärung und Erläuterung im Programm zu suchen. Hat man die Personen dann in die richtige Beziehung gebracht, kann man der Handlung in den vielen Szenen, es sind im Ganzen elf, gut folgen und sich der Choreografie, der Musik und der Darstellung hingeben.
Vladimir Malakhov tanzt sich einfühlsam durch die Episoden des Lebens und die Liebesromanzen des Percy Shelley. Dramatische Höhepunkte sind trotz der Möglichkeiten sparsam gesetzt. Malakhov hält sich in perfekter Harmonie seiner Darstellung jedoch überwiegend in Bodennähe auf. Für die Rasanz und weite Sprünge, schnelle Drehungen und Schritte ist Dinu Tamazlacaru als Jefferson Hoog, Studienfreund aus Oxford und besonders auch Martin Buczko als Lord Byron zuständig. Diese Dynamik beherschen beide perfekt.

 
Foto: (c) Enrico Nawrath
 

Die Darstellerinnen der Geliebten des Percy Shelleys, besonders Nadja Saidakova, die auch die Rolle des 'Schicksals' tanzt, Beatrice Knop und Polina Semionova, deren Rolle für ihr Können leider zu kurz ist und die perfekt wie immer tanzt, sind besonders hervorzuheben. Die Damen werden in der Eleganz ihrer Darstellung bestens von den Kostümen mit den wallenden Stoffen unterstützt. Bei der Anzahl der Darsteller können nur einige kurz erwähnt werden, die anderen Tänzer brachten mit ihrer Darstellung den entscheidenden Teil dazu bei, die Aufführung rundum ausgewogen und harmonisch zu gestalten.

 
Foto: (c) Enrico Nawrath
 

Der Applaus zum Schluss war überwältigend, jeder der Darsteller hatte sein Bestes gegeben, besonders bedacht wurden die Stars der Staatsoper, Vladimir Malakhov, Polina Semionova, Martin Buczko und Dinu Tamaslacaru, herzlich auch die weiteren Mitwirkenden. Ein gelungene Premiere, das Publikum war begeistert. Ein schöner Ballettabend.
[Peter Dahms TanzInfo-Berlin.de]

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