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Gregorio Lambranzi

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Ballett in Berlin (1982)

Das 'Ballettjahr 1982' in der Berliner Presse:

Die erste Ballettpremiere des Jahres 1982 (Spielzeit 81/82) in der Deutschen Oper war am 14.Mai "La Sylphide" von und mit Peter Schaufuss, er tanzte den 'James'.

In einer Ankündigung der Premiere schreibt Irene Sieben in der BM** vom 5.Mai ihre Bewunderung über den begnadeten Dänen Peter Schaufuss nieder. Peter Schaufuss wurde 1950 als Sohn von Mona Vangsase und Frank Schaufuss, zwei gefeierten Solotänzern, in Kopenhagen geboren. "Und so wuchs der Sohn hinein in das schweißtreibende Leben zwischen Ballettstange, Garderobe, Dusche, Kantine, Scheinwerferlicht, Flüghäfen und Hotels", und er hat es nach seiner Aussage nicht bereut. Den jungen Tänzer aus der Schule des Königlich-Dänischen Balletts trieb es in die Welt. Mit 15 Jahren war er Tänzer des National Ballet of Canada. Mit 20 Jahren ging er an des Londoner Festival Ballet als Solist. Beim New York City Ballet arbeitete er unter George Balanchine, in Paris unter Roland Petit. Einen 'heimatlichen Stützpunkt' hat er nicht, "Eigentlich lebe ich im Theater" sagt er von sich. Das kann in Kopenhagen, London, Toronto, New York oder Cannes stehen. Nach Berlin hatte er sich seine Mutter als Assitentin mitgebracht, sie hält ihm den Rücken frei mit der Leitung des Trainings und der Proben. "Ein Ballerino liebt das Boxen" so titelt Irene Sieben ihren Artikel in der BM** und das weist auf das Hobby von Peter Schaufuss hin, er pflegte sein Hobby als Schüler selbst aktiv, aber jetzt schaut er sich zwischen den Proben gerne Videos mit Boxkämpfen an, die größte Freude findet er beim Besuch eines Live-Kampfes irgenwo auf der Welt.

Am 16.Mai lesen wir von Klaus Geitel in der BM** unter dem Titel "Eine verliebte Sylphide schafft Unruhe unterm Schottenröckchen" über die Premiere: "'La Sylphide', nicht zu verwechseln mit Fokines 'Les Sylphides' zur Musik von Chopin ..."  - die man, wenn man 'durfte', als Premiere der Staatsoper Berlin am 17.Januar im Rahmen einer 'Aufforderung zum Tanz' mit anderen Choreografien von Petipa und Fokine bewundern konnte - "... (La Sylphides) ist eines der Ewigkeitsstücke des Balletts, das süße Tanzlied der Schluchz-Romantik, ein Gruß des alten Europa an unsere zähneknirschende Gegenwart. Wie durch ein Theaterwunder hat sich das Stück bis in unsere Tage erhalten." Er lobt die stilvolle Rekonstruktion der Choreografie durch Peter Schaufuss, ".. einem der feinsten Tänzer der Welt...". Die Aufführung erfolgt in einer unverstümmelten Fassung in romantischer Dekoration ganz im Sinne von Bournonville. Lobende Worte für Eva Evdokimova als Sylphide, die Musik, die Kostüme und die Musik. Die Handlung und die Entstehungsgeschichte wird von Klaus Geitel flott und witzig beschrieben. Erwähnt wird noch die Mädchenpartie von Silke Sense getanzt und von Waldemar Wolk ihren am Ende erfolgreichen Freier. Klaus Geitel schreibt zum Schluß, "Großer Beifall, Bravo-Rufe. Das Ballett in Berlin hat wieder ein Schleckstück auf Jahre hinaus."

Übrigens Eva Evdokimova, am 29.Januar wird in der BM** in einer Rezension über das Buch von Annemarie Kleinert "Das Porträt einer Künstlerin - Eva Evdokimova" berichtet. Sie beklagt sich darin, "Da haben wir nun diese Perle seit 1969 in Berlin, seit 1973 gar als Primaballerina und - wissen so gut wie nichts über sie." Das Lücke versucht sie mit ihrem Buch zu füllen.

Das scheint bei der BM in aufmerksame Ohren gekommen zu sein. Rudolf Stiege schreibt in einem ganzseitigen Artikel im Rahmen des Sonntags-Journal der BM** "Eva Evdokimova tanzt in Berlin"  über Privates, ihre Arbeit an der Deutschen Oper und ihre Träume und Wünsche. Wir erfahren etwas über ihre Herkunft, ihre Familie und ihre Ausbildung. Ihr Leben in Berlin und über ihre Wünsche für die Entwicklung der Berliner Ballettkompagnie.

Es gab jedoch nicht nur überschwengliches Lob sondern auch leise oder weniger leise Kritik am Ballettleben:
Horst Feige schreibt am 23.März in seinem Artikel in der BM** über den Ballettabend in der Deutschen Oper: "Gala Performance war eigentlich leicht geprahlt". Ballettabende der Deutschen Oper entwickelten sich immer mehr zu einseitigen Vergnügen des Ensembles, weil auch Ensemblemitglieder der zweiten Reihe eine Chance bekommen, jedoch bei der Teilnahme von Gästen seien die Vergleiche zwischen beiden oftmals ungerecht. Aber als Ganzes fällt die Kritik eher wohlwollend aus, trotz des Titels.
Klaus Geitel schreibt am 28.März über den Abschluß der Ballettwoche der Deutschen Oper in der BM** unter dem Titel "Antiquitäten aus dem tänzerischen Spinnwald". Er meint, dass zur Zeit mit dem Ballett der Deutschen Oper kein großer Staat zu machen sei. Nur Eva Evdokimova und Vladimir Gelvan finden Gnade unter seine Augen, alle anderen des Ensembles seine mit dieser Aufführung überfordert. Naja, es gibt später auch wieder gute Zeiten.

** BM:  "Berliner Morgenpost" Jahrgang 1982.

... und hier alle Premieren dieses Jahres 1982:

Ballett der Deutschen Staatsoper.


"Aufforderung zum Tanz", Romantische Ballettszenen in Choreografien von Michail Fokin und Marius Petipa.
    Musikalische Leitung und Regie: Werner Stolze. Einstudierungen der Originalchoreografien: Naima Baltatschejewa(1,3,4), Abdurachman Kumysnikow(1,3,4), und Egon Bischoff (2).
1. "Les Sylphides", ('Chopiniana'). Lyrisches Tanzgedicht auf Klaviermusik von Frédéric Chopin. Mit: Monika Lubitz, Helga Schiele, Ramona Gierth, Stephanie Büttner Roswitha Pürschel, Harry Müller.
2. "Der Geist der Rose", (Le spectre de la rose). Pas de deux nach Carl Maria von Webers 'Aufforderung zum Tanz' in der Instrumentierung von Hector Berlioz und einem Gedicht von Théophile Gautier. Mit: Monika Lubitz und Bernd Dreyer.
3. "Das Schattenreich", Grand pas aus dem Ballett 'Die Bajadere' von Ludwig Minkus. Mit: Steffi Scherzer, Tatjana Marinova, Sabine Weigelt, Sabine Garlipp, Jörg Lucas.
4. "Grand pas classique", us dem Ballett 'Paquita' von Ludwig Minkus. Mit: Monika Lubitz, Steffi Scherzer, Tatjana Marinowa, Birgit Brux, Maike Günther, Jana Timptner, Eveline Unganz, Ute Wisnawitzki, Liane Oßwald, Roswitha Riedel, Renate Kokott, Jutta Pietzsch, Roswitha Pürschel, Maria Pawlowa, Indrid Jarozewski, Elke Tehr, Gaby Mannigel, sowie Bernd Dreyer.
Premiere am 17.1.1982

"Abraxas", Ballett in fünf Bildern von Werner Egk - Fassung für die Deutsche Staatsoper von Hermann Neef.
    Libretto: Werner Egk. Regie und Choreografie: Tom Schilling. Mit: Monika Lubitz, Steffi Scherzer, Ines Dalchau, Korinna Franke, sowie Vladimir Ginkulow, Ekkehart Axmann, Hans Vogelreuter, Uwe Arnold, J.Hanus Sklenar, Karl Maschwitz, Dietmar Jakob, Peter Berger.
Premiere am 9.5.1982

"Romeo und Julia" ein Ballett in drei Akten mit Prolog und Epilog von Sergej Prokofjew. Libretto: Leonid Lawwowski und Sergej Prokofjew, nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare. Regie und Choreografie: Hermann Rudolph. Mit: Monika Lubitz, Ursula Fischer, Helga Schiele, sowie Roland Gawlik, Bernd Dreyer, Torsten Händler, Pedro Hebenstreit, Jörg Lucas, Stefan Lux, Hanus J. Sklenar, Hans Vogelreuter.
Wiederaufnahme am 24.9.1982, (Premiere am 1.März 1981).

Ballettabend mit Choreografien von George Balanchine
1. "Sinfonie in C", von Georges Bizet. Mit: Steffi Scherzer, Monika Lubitz, Hanna Vlacilova/Korina Franke/Jutta Deutschland, Sabine Weigelt, sowie Harry Müller/Uwe Gruber/Jörg Lucas, Hanus J. Sklenar, Hans Vogelreuter, Bernd Dreyer, Dieter Bisch/Uwe Arnold.
2. "La Valse", (Valses Nobles et Sentimentales und La Valse) von Maurice Ravel. Mit: Ines Dalchau, Helga Schiele, Martina Feldt/Jutta Pietsch, Gabriele Küster, Maria Pawlowa/Korinna Franke/Roswitha Pürschel, Sonja Gaubies/Sabine Weigelt, Steffi Scherzer/Tatjana Marinova, Monika Lubitz, sowie Ekkehart Axmann/Rals Stengel, Uwe Arnold/Jörg Lucas, Dieter Bisch/Torsten Händler, Bernd Dreyer/Harry Müller, Hanus J. Sklenar/Oliver Matz.
3. "Die vier Temperamente", Konert für Klavier und Streichorchester von Paul Hindemith. Mit: Roswitha Pürschel/Kurinna Franke, Ines Dalchau/Sabine Garlipp, Sabine Weigelt, Helga Schiele, Angela Lüdtke, Monika Lubitz, Steffi Scherzer/Tatjana Marinova, sowie Uwe Arnold/Dieter Bisch, Ekkehart Axmann, Hans Vogelreuter/Torsten Händler, Hanus J. Sklenar, Bernd Dreyer, Harry Müller.
Wiederaufnahme am 28.10.1982

Ballett der Deutsche Oper.

"La Sylphide", romantisches Ballett in zwei Akten von August Bournonville, Choreografie: Peter Schaufuss. Mit: Eva Evdokimova, Silke Sense, Cora Benador, Judy Holme, Andrea Horvath, Maxi Krausser, Sara Rendall, Renate Bär, Laura Cutler, Janine Gretener, Paula Hughes, Inge Krogh, Pascale Maheu, Katharine Plaistowe, Susanna Schwarz, Karin Wäsch, Daniela Ihnenfeldt, Dianne Bell, Janet Popeleski, Linda Thorp, Cheryl Bernardi, Maria Holtz, Sarah Rothrock, Suzanne Wagner, Carmen Fermin, sowie Peter Schaufuss, Niels Bjoern Larsen, Waldemar Wolk, Janusz Reddig, Jörg Schmalz, Ahmed Ashour, Julio Guinez, Paul Rutschmann, Mihai Tugeara, Jan Blaas, Oscar Elizondo, Bernard Hourseau, Gerhard Kerscher, David Roland, Marek Skuratowicz, Daniel Stevens, Herman Jiesamfoek, John Skripek.
Premiere am 14.5.1982

 "La Sylphide"
Programmheft und Programmzettel der 20.Aufführung.

"Tutuguri" ('Der Ritus der schwarzen Sonne'), Poéme dansé in zwei Teilen nach Antonin Artaud. Choreografie: Moses Pendleton. Mit: Charlotte Butler, Silke Sense, Marzena Sobanska, Kathlyn Pope, Maria Holtz, Andrea Horvath, Maxie Krausser, Elisabeth Halbert, Sara Rendall, Janine Gretener, Judy Holme, Pascale Maheu, Susanne Schwarz, Renate Bär, Felicitas Binder, Julia Barker, Anne Garbay, Paula Hughes, Jasmin Jenny, Nandy Klier, Inge Krogh, KatherinePlaistowe, Elke Roesler, Anna Rudolph, Barbara Samp, Constanze Schubart, Marika Tränkel, sowie Moses Pendleton, David Roland, John Skripek, Arkadiusz Duch, Oscar Elizando, Carol Rednic, Paul Rutschmann, Marek Skuratowicz, Robert Swierczek, Ahmed Ashour, George Bodnarcius, Przemyslaw Sokolski, Gabor Tasfi, Ireneusz Wisniewski, Waldemar Wolk-Karaczewski, Daniel Ezralow, David Parsons, Julio Guinez, Bernard Hoerseau, Seweryn Hys, Gerhard Kerscher, Piotr Lutrosinski, Jörg Schmalz, Ugur Seyrek, Daniel Stevens.
Uraufführung am 12.11.1982 (Auftragswerk der Deutschen Oper).

Ballett der Komischen Oper.

"Tanz aus der Kiste", Ballettprogramm für Kinder von 5 bis 9 Jahren. Musik: Sergej Prokofjew ('Peter und der Wolf') und Waldemar Wirsing.
Premiere am 14.2.1982

1. "Der holzgeschnitzte Prinz", Tanzspiel in einem Akt von Belá Bartók.
    Libretto: Belá Balázs - Einrichtung für die Komische Oper von Vladimir Vasut und Pavel Smok. Mit: Jutta Deutschland, Nedezda Tumova, sowie Dieter Hülse, Jürgen Hohmann.
2. "Der Narr", Ballett in sechs Bildern von Sergej Prokofjew - Einrichtung für die Komische Oper von Vladimir Vasut. Mit: Nadezda Tumova, sowie Jürgen Hohmann, Matthias Hösl.
Premiere am 4.7.1982

Im Foyer
"Ein Tanz - ein Leben", Ein Kammertanzprogramm, Choreografie und Inszenierung: Tom Schilling.
1. "Der Lebenskreis", Musik: Felix Mendelsohn-Bartholdy ('Lieder ohne Worte'). Mit: Camilla Markwart, Ute Brühmann, Petja Gentschewa, Jutta Deutschland, Sigrid Kreßmann-Brück, sowie Jörg Lowitsch, Olaf Kaminski, Mario Perricone,Mike Knospe, Dieter Hülse, Werner Mente, Jens-Peter Urbich.
2. "Shakespeare - Gestalten", Musik: Ludwig von Beethoven (Bagatellen op. 126). Mit: Hannelore Bey.
3. "Weg in die Nacht", Musik: Johannes Brahms (Teile aus den 'Klaviercyklen'),. Mit: Hannelore Bey, sowie Thomas Kindt, Jens-Peter Urbich, Werner Mente.
4. "Carneval", Musik: Robert Schumann (op.9). Mit: Hannelore Bey, Ute Brühmann, Jutta Deutschland, Rosemarie Dresel-Starke, Petja Gentschewa, Sigrid Kreßmann-Brück, Camilla Markwart, sowie Dieter Hülse, Olaf Kaminski, Thomas Kindt, Mike Knospe, Jörg Lowitsch, Werner Mente, Jens-Peter Urbich.

Peter Dahms 01.10.2007

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