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14.10.2019

"The Bassarids" von Hans Werner Henze

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"DON QUICHOTTE" von Jules Massenet

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24.03.2019

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13.08.2019

"Das Denken der Bühne" - im August 2019

Szenen zwischen Theater und Philosophie... Rezension>

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Natürlichkeit im Musiktheater... Rezension>

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"Vision Gesamtkunstwerk" - im Juli 2018

Performative Interaktion als künstlerische Form... Rezension>

"Rigoletto" von Giuseppe Verdi

Melodramma in drei Akten (1851)
Musik von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave nach dem Melodrama »Le roi s’amuse« von Victor Hugo

Musikalische Leitung Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung Bartlett Sher
Bühnenbild Michael Yeargan
Kostüme Catherine Zuber
......
Mit:
Herzog von Mantua Michael Fabiano
Rigoletto Christopher Maltman
Gilda Nadine Sierra
Sparafucile Jan Martiník
Maddalena Elena Maximova
.....
 HERREN DES STAATSOPERNCHORES
 STAATSKAPELLE BERLIN


"Als Victor Hugo 1832 in Paris sein Stück »Le roi s’amuse« zum ersten und vorerst letzten Mal auf die Bühne brachte, endete die Aufführung mit dem sofortigen Verbot des Stücks. Als sich Giuseppe Verdi, der Komponist des italienischen Risorgimento, anschickte, das Stück des revolutionär gesinnten französischen Schriftstellers zu vertonen, stieß auch er noch knapp 20 Jahre später auf den Widerstand der Zensurbehörden. [...]"
[Staatsoper Unter den Linden]


Foto: ©  Brinkhoff-Mögenburg

Besuchbericht:

"Rigoletto" ist eine der populärsten Opern von Giuseppe Verdi. Sie ist neben Aida und La Traviata ununterbrochen im Repertoire der Opernhäuser weltweit vorhanden. Gestern also die Premiere in der Staatsoper Unter den Linden. Die Handlung bewegt sich zwischen den beiden Personengruppen, Rigoletto und dessen Tochter Gilda, die er vor der Außenwelt verbirgt und von einer Gouvernante bewachen lässt und dem Halunken Sparafucile, der ein Auftragskiller ist und dessen Schwester Maddalena, die ihm die Opfer zuspielt. Der Herzog von Mantua ist die Person, die sich zwischen diesen beiden Welten bewegt, zwischen wahrer Liebe und Liebe als Geschäft.
Die Handlung ist kurz beschrieben. Rigoletto gelingt es nicht, seine Tochter Gilda vor den Nachstellungen des Herzogs zu schützen. Gilda verliebt sich in den Herzog und wird von ihm verführt. Rigoletto sinnt auf Rache und beauftragt den Auftragskiller, den Herzog zu überwältigen und ihm in einem Sack zu übergeben, um ihn selbst zu töten, das tut der auch, aber da sich Maddalena ebenfalls in den Herzog verliebt, entschließt man sich, einen zufällig kreuzenden Fremden in den Sack zu legen. Dieser ist jedoch die verkleidete Gilda, die den Herzog vor dem Tode retten will. Sie wird das Opfer. Als Rigoletto nach der Übergabe des Sackes den Austausch bemerkt, liegt seine Tochter schon im Sterben. Er kann sie nicht mehr retten. Die Tochter ist tot und der gehasste Feind hat gesiegt und lebt weiter.
Die Bühne in der Inszenierung von Bartlett Sher wird geschlossen mit einem Vorhang, der transparent mit einem modifizierten Ausschnitt  eines Gemäldes von George Grosz, „Metropolis“ versehen ist, das das „verderbte Miteinander“ der Menschen im Moloch der „Metropolis“ des frühen 20.Jahrhunderts  in Beziehung zur Handlung  und der Gesellschaft der Oper versinnbildlichten sollen. Naja, ob das nun zeitlich und gesellschaftlich passt? Aber es sieht beeindruckend aus und erzeugt Stimmung. Wenn dieser Vorhang sich hebt, bevor er transparent wurde, erblickt man einen „mobilen“ Bühnenaufbau mit dem Festsaal des Herzog in der Mitte und seitlich einlaufenden Bildern aus dem Haus des Rigoletto und der Spelunke von Sparafucile, die je nach dem Lauf der Handlung eingeschoben werden. Interessant, das zeigt, wie man die doch relativ schmale Bühne effektiv nutzen kann.


Foto: © Brinkhoff-Mögenburg

Gerade von "Rigoletto" gibt es bereits unzählige Inszenierungen, da diese Oper ja auch zu den bekanntesten und populärsten Opern der Welt gehört. Hier hat Giuseppe Verdi wieder einmal Geschichte geschrieben. Vor allen Dingen das Ende des Werkes ist ja besonders tragisch, als Rigoletto anstelle des Herzogs seine geliebte Tochter Gilda tötet. Eine wahre Tragödie. Die Handlung der gesamten Oper wird von der einzigartigen Musik Verdis getragen. beeindruckende Arien, Duette usw. und überzeugende Chorszenen.
Allein schon die Ouvertüre deutet an, wieviel Zündstoff dieses Werk enthält. Eine großartige Vorstellung. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn die faszinierende Musik von "Rigoletto" so gut interpretiert wird, wie auch hier von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung Andrés Orozco-Estrada. Verdis Werke, alle auf ihre Art, sind musikalisch von höchster Qualität und Genialität und man staunt immer wieder über den Einfallsreichtum des großen Meisters Giuseppe Verdi. Viele Melodien bzw. Arien aus verschiedenen Verdi Opern bleiben in unserem Gedächtnis haften. Auch der Inhalt der einzelnen Stücke ist meist spannend, dramatisch, oft auch traurig und hat aber leider kein Happy End. So ist es auch bei "Rigoletto"
Verdis Rigoletto hat zauberhafte Melodien, die, wie „La donna è mobile“ sich zu Gassenhauern entwickelt haben. Die Favoriten dieser Aufführung waren eindeutig Christopher Maltman als Rigoletto und Nadine Sierra als Gilda, die eindeutig das Doppelduett im dritten Akt gegenüber dem zweiten Paar Jan Martinik als Sparafucile und Elena Maximova als Maddalena und Corinna Scheurle als Giovanna, die Gouvernante für sich entschieden. Michael Fabiano als Herzog von Mantua hat nicht so viele Szenen, wo er seine kräftige Tenorstimme zur Geltung bringen kann.
Trotz des tragischen Endes der Oper applaudierte das Publikum begeistert. Entscheidend in einer Inszenierung ist dann doch die Musik des großen Meisters Giuseppe Verdi und der exzellente, einfühlsame Vortrag der Darsteller und Sänger und des Orchesters.

Peter Dahms [OpernInfo-Berlin.de]


Die folgenden Termine:

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