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24.03.2019

"DER ZWERG" von Alexander von Zemlinsky

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16.03.2019

"Poros" von Georg Friedrich Händel

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29.01.2019

"La Bohème" von Giacomo Puccini

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27.01.2019

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"Les Contes d'Hoffmann " von Jacques Offenbach

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06.10.2018

"Wozzeck" von Alban Berg

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01.10.2018

"Die Tote Stadt" von E. W. Korngold

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09.03.2019

"Kritischer Kannibalismus" - im Dezemberi 2018

Eine Genealogie der Literaturkritik seit der Frühaufklärung... Rezension>

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"Stimme und Sprechen am Theater formen" - im Juni 2018

Diskurse und Praktiken einer Sprechstimmbildung ›für alle‹ ....... Rezension>

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"Vision Gesamtkunstwerk" - im Juli 2018

Performative Interaktion als künstlerische Form... Rezension>

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"Digital Culture & Society" - im Juli 2018

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"Poros" von Georg Friedrich Händel

Libretto nach dem dramma per musica Alessandro nell’Indie von Pietro Metastasio
Nachdichtung aus dem Italienischen von Susanne Felicitas Wolf

Musikalische Leitung Jörg Halubek
Inszenierung Harry Kupfer
Bühnenbild Hans Schavernoch
Kostüme Yan Tax
Videodesign Thomas Reimer
Dramaturgie Simon Berger
Licht Jürgen Hoffmann

Mit:
Poros, König eines indischen Reiches
- Dominik Köninger
Mahamaya, Königin eines anderen indischen Reiches - Ruzan Mantashyan
Gandharta, Feldherr des Poros - Philipp Meierhöfer
Sir Alexander - Eric Jurenas
Nimbavati, Schwester des Poros - Idunnu Münch
Timagenes - João Fernandes

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin

"Harry Kupfer nimmt sich dieses selten gespielten Stückes, das Händel 1731 im Londoner King’s Theatre zur Uraufführung brachte und dem eine Episode aus den Eroberungszügen des antiken Heerführers und Königs Alexanders des Großen zugrunde liegt, an und entführt das Publikum in die Entstehungszeit des Werkes [...]"
[Komische Oper Berlin]


Besuchsbericht:

Ein imposantes Tableau aus Dschungelmotiven empfängt den Zuschauer schon bevor der Vorhang sich öffnet. Als dann die Oper beginnt, eröffnet sich ein tiefer Blick in ein farbenfrohes Dschungelszenario, das sich über die ganze Bühne und darüber hinaus erstreckt. Die Stimmung leitet ein in die Barockoper Poros von G. F. Händel. Harry Kupfer hat die Oper schon als Regieassistent in Halle zu den Händelfestspielen begleitet und er ist seitdem immer noch begeistert von Händel und seiner Musik.


 Foto: © Monika Rittershaus
 

Eine Oper soll seit ihrer Entstehung schon immer bestimmte gesellschaftliche und historische Zustände mit Musik und Libretto erklären oder propagieren. Zu diesem Zweck werden der Text und die Handlung den jeweiligen Absichten angepasst. Der Ursprungstext, den Händel 1731 für seine Uraufführung aufnimmt stammt von Metastasio und erzählt von dem großen Alexander und seinem Eroberungszug nach Indien in der Antike, angepasst an die damaligen Informationen und Kenntnisse, die man von den fernen Ländern und Kulturen in Europa hatte. Kupfer versetzt in seiner Inszenierung die Handlung und die Zeit in das 18.Jahrhundert und damit in die expansive Kolonialpolitik Englands und besonders ihrer East India Company. Das Libretto erhält noch einmal eine Anpassung oder Modernisierung und Übersetzung aus dem Italienischen ins Deutsche, als Nachdichtung und erzählt nun die Geschichte von dem Vorgehen der Eroberer gegenüber den Herrschern der von ihnen auszubeutenden Reiche Indiens.
Eingebunden in eine Eifersuchts- und Liebesgeschichte unter den Herrschenden demonstriert die Handlung, wie die Auszubeutenden unter dem Vorwand, mit ihnen Handel zu treiben überrumpelt werden. Eine Vorgehensweise, für die die englische Kolonial- und Handelspolitik berüchtigt war. Am Ende ist sie dann doch damit gescheitert und die Länder sind heute selbständige Staaten, wobei die englische Politik der vergangenen Jahrhunderte, nach heutigen Erfahrungen und der aktuellen „Brexit“-Vorgänge, gescheitert scheint.


 Foto: © Monika Rittershaus


Nach den vielen Jahren in der die Oper zwar selten aufgeführt, aber auch nach Anpassungen des Librettos hat sie nichts verloren von der Schönheit und der Harmonie ihrer Musik. Sie wurde von einem hervorragenden Musikerensemble unter dem Dirigat von Jörg Halubek und den Sängern mit dem Bariton Dominik Köninger als Poros und dem Gegenspieler Counter-Tenor Eric Jerenas als Sir Alexander sowie die junge armenische Sopranistin Ruzan Mantashyan u.w. interpretiert. So hat sie nichts verloren von ihrem tiefen Verständnis für menschliche Gefühle und der Tragik von menschlichen Schicksalen, wobei sie auch die anderen Seiten zeigt, wie Lebensfreude und Realitätsbezug.
Das Publikum ist begeistert und bedankt sich mit einem nicht enden wollenden Applaus für die Darsteller und mit Sonderapplaus für den Regisseur. Gründe und Inhalt einiger Zwischenrufe aus dem Hintergrund lassen sich nicht interpretieren, sie wurden vom Applaus überdeckt.

.Peter Dahms [OpernInfo-Berlin.de]

Weitere Vorstellungen:

Weitere Termine:
Mär 2019
/ Sa 16. / Fr 29. /
Apr 2019 / Sa 13. / Sa 20.
Mai 2019 / Sa 4.
Jun 2019 / Di 25.

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Heute ist Montag, der 22. April 2019