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14.10.2019

"The Bassarids" von Hans Werner Henze

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31.05.2019

"DON QUICHOTTE" von Jules Massenet

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29.04.2019

"OCEANE" von Detlev Glanert

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24.03.2019

"La forza del destino" von Giuseppe Verdi

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24.03.2019

"DER ZWERG" von Alexander von Zemlinsky

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16.03.2019

"Poros" von Georg Friedrich Händel

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29.01.2019

"La Bohème" von Giacomo Puccini

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27.01.2019

"Sonnambule " von Vincenco Bellini

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28.10.2019

"Digitaler Nihilismus" - Neuerscheinung im August 2019

Die nächste Runde der Netzkritik... Rezension>

13.08.2019

"Das Denken der Bühne" - im August 2019

Szenen zwischen Theater und Philosophie... Rezension>

12.06.2019

"Naturalezza | Simplicité" - im Mai 2019

Natürlichkeit im Musiktheater... Rezension>

05.05.2019

"EUROPERA" - im März 2019

Perspektiven auf künstlerische Innovation und Kulturpolitik... Rezension>

09.03.2019

"Kritischer Kannibalismus" - im Dezemberi 2018

Eine Genealogie der Literaturkritik seit der Frühaufklärung... Rezension>

23.12.2018

"Stimme und Sprechen am Theater formen" - im Juni 2018

Diskurse und Praktiken einer Sprechstimmbildung ›für alle‹ ....... Rezension>

"Sonnambule " von Vincenco Bellini

Sonnambula (Die Schlafwandlerin) von Vincenzo Bellini (1801 – 1835)
Melodramma von Vincenzo Bellini
Libretto von Felice Romani; Uraufführung: 6. März 1831 am Teatro Carcano in Mailand
Eine Übernahme der Oper Stuttgart; Premiere am 22. Januar 2012 in Stuttgart
Premiere am 26-01-2019 in der Deutschen Oper Berlin

Musikalische Leitung Stephan Zilias, übernommen von Diego Fasolis  (vor der Premiere ausgestiegen wg. ....)
Regie und Dramaturgie  Jossi Wieler, Sergio Morabito 
Bühne, Kostüme  Anna Viebrock 
Licht  Reinhard Traub, Mario Fleck (Vertretung)
Chöre  Jeremy Bines 
Dramaturgische Betreuung  Lars Gebhardt

Mit:
Graf Rodolfo  Ante Jerkunica 
Teresa  Helene Schneiderman 
Amina  Venera Gimadieva
Elvino  Jésus León 
Lisa  Alexandra Hutton 
Alessio  Andrew Harris 
Ein Notar  Jörg Schörner
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin 
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin

"Jossi Wieler und Sergio Morabito erarbeiten ihre 2012 für die Staatsoper Stuttgart entstandene Inszenierung in der kongenialen Ausstattung von Anna Viebrock neu für die Deutsche Oper Berlin. Die romantische Idylle des Schweizer Bergdorfes übersetzen sie in die biedere Enge eines Dorfgasthofes. [...]"
[Deutsche Oper Berlin]

 
 Foto: © Bernd Uhlig


Besuchsbericht:

Dem Bühnenbild und der erzählten Geschichte nach könnte das Stück zu einer Bauernkomödie gehören. Die Handlung spielt in einem Dorfgasthaus irgendwo “in den Bergen“ es liegt in einem Tal an einem Weg, der zu einem Schloss hinaufführt. Eine idyllische Umgebung mit bodenständiger Bauerngesellschaft. Man findet sich im Gasthaus zusammen, um die Hochzeit einer armen Waise mit dem reichsten Bauern der Gemeinde vorzubereiten. Es erscheint ein Fremder, dem Habitus der Erscheinung nach ein Städter auf Durchreise. Er muss wegen beginnender Dämmerung ein Zimmer im Gasthaus für die Nacht nehmen, um am nächsten Morgen zum Schloss, das sein Ziel ist weiterzuziehen.


 

 Foto: © Bernd Uhlig

In der sich entwickelnden Handlung zeigt es sich, dass der Komponist den Ort und die Geschichte nur als einen Rahmen für das sich entwickelnde Drama von Seelennot, Hoffnungen und verdrängten Verwicklungen und Geschehnissen sieht. Durch unglückliche Verquickungen, verursacht durch die latente Neigung der Braut Armina zum Schlafwandeln kommt diese in eine verfängliche Situation im Schlafzimmer des Gastes. Die Dorfgemeinschaft, die schon misstrauisch gegenüber der Herkunft des Gastes und dessen Plänen war, platzt in die verfängliche Situation und erwischt beide in flagranti. Die Situation ist für sie klar, von Schlafwandeln keine Ahnung ist für alle die Situation klar, Armina hat die Hochzeitsnacht in den Armen des Gastes verbracht. Die scheinbar Schuldige hat jedoch keine Ahnung von den Vorgängen, weil sie immer noch schläft. Die Hochzeit wird vom Bräutigam abgesagt und das Unglück nimmt seinen Lauf.


 
 Foto: © Bernd Uhlig

Aus dieser Situation hat Bellini seine Musik entwickelt und jeden komischen Effekt unterdrückt. Diese „Opera semiseria“ ist ganz auf die Titelfigur der Amina bezogen, die in „unendlichen Gesangslinien“ ihr Seelenleid beklagt und auf unterschiedliche Ebene ihre Gedanken vermittelt. Diese langen Arien und diese in Gesang erzählenden Gemütszustände machen diese Oper zur „Belcanto-Oper“ des 19.Jahrhundert und machten sie zu der meistgespielten von Vincenco Bellini. Die weiteren Hauptcharaktere dieser Oper bewegen sich in dem gleichen Muster und sind hier bestens besetzt.
Zum Schluss werden alle Missverständnisse geklärt und alle finden wieder zusammen und sind glücklich. Eine Oper braucht eben doch ein „Happyend“.
Begeisterter Applaus für die Sänger, besonders für Venera Gimadieva als Amina und auch für die anderen Solisten, für den Chor der Deutschen Oper als „Dorfbewohner“ und „aktiv beim Szenenumbau“ auf der Bühne. Einige Buhs gab es für das Bühnenteam.

Peter Dahms [OpernInfo-Berlin.de]

Weitere Termine:
am 2.2/ 7.2/ 10.2./ 18.5 und der letzte Termin in dieser Saison am 25.5.2019



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Heute ist Mittwoch, der 13. November 2019