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"Wozzeck" von Alban Berg

von Alban Berg (1885 – 1935)
Oper in drei Akten mit 15 Szenen von Alban Berg
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 5. Oktober 2018
Uraufführung am 14. Dezember 1925 an der Staatsoper Unter den Linden Berlin
Text von Alban Berg nach dem Drama „Woyzeck“
von Karl Georg Büchner in der Ausgabe von Karl Emil Franzos

Musikalische Leitung  Donald Runnicles
Inszenierung  Ole Anders Tandberg 
Bühne  Erlend Birkeland 
Kostüme  Maria Geber 
Licht  Ellen Ruge 
Video  Robert Pflanz
Dramaturgie  Jörg Königsdorf
Chöre  Jeremy Bines 
Kinderchor  Christian Lindhorst 

Chöre  Chor der Deutschen Oper Berlin
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin 
Orchester  Orchester der Deutschen Oper Berlin

Mit:
Wozzeck  Johan Reuter 
Tambourmajor  Thomas Blondelle 
Andres  Matthew Newlin 
Hauptmann  Burkhard Ulrich 
Doktor  Seth Carico 
Der Narr  Andrew Dickinson 
Marie  Elena Zhidkova 
Margret  Annika Schlicht 
1. Handwerksbursch  Tobias Kehrer 
2. Handwerksbursch  Philipp Jekal

"Mit WOZZECK begann auf der Opernbühne das 20. Jahrhundert: Kein anderes Werk sollte bis heute so prägend für die Entwicklung des Musiktheaters werden wie Alban Bergs 1925 uraufgeführte Vertonung von Büchners Drama. Berg erzählt die Geschichte von Wozzecks Mord an seiner Gefährtin Marie und seinem Selbstmord [...]"
[Deutsche Oper Berlin]


 Foto: © Marcus Lieberenz
 

Besuchsbericht:

Die Oper ist in einer Form von insgesamt 15 Schlüsselszenen konstruiert, die in drei Akten gruppiert sind. Das Bühnenbild zeigt vor Beginn auf dem Bühnenvorhang, das Gesicht eines älteren kräftigen Mannes in voller Bühnenhöhe mit geschlossenen Augen, den Darsteller des Wozzeck. Es scheint, dass es sich um ein starres Foto handelt. In der Folge erkennt man, dass es eine Videoprojektion ist, die den Szenenfolgewechsel begleitet. Als die Vorstellung beginnt und die ersten Takte ertönen öffnet der Mann auf dem Video seine Augen und der Vorhang hebt sich. Bei jedem Szenenwechsel schließt sich der Vorhang und Wozzeck als Video erscheint wieder mit geöffneten Augen. Den Wechsel der Akte kündigt er durch das Schließen der Augen an. Diese Begleitung gibt der Oper einen Rahmen für die einzelnen Szenen, die keinen direkten Zusammenhang aufweisen, sondern thematisch, chronologisch aufeinander folgen. Die Bühne selbst zeigt immer den gleichen Raum, der ein größeres Restaurant sein könnte und im Hintergrund den Blick auf die anliegende Straße freigibt. Zeitlich liegt die Szenenfolge am Norwegischen Nationalfeiertag. Der Regisseur Tandberg ist Norweger. Aber diese Konstellation könnte auch einen anderen zeitlichen Hintergrund haben. Bedeutsam sind primär die Geschehnisse auf der Bühne.


 Foto: © Marcus Lieberenz
 

Die Szenen zeigen in ihrer Folge, den zunehmenden psychischen Zerfall der Persönlichkeit der Titelfigur des Wozzeck, der betont zwar ein einfacher Mensch aus armen Verhältnissen zu sein, aber äußerlich als einfacher Bürger erscheint und auftritt. Seine Lebensumstände zwingen ihn jedoch, zweifelhafte Aufträge anzunehmen, deren finanzieller Erlös ihn, seiner Lebensgefährtin Marie und ihrem gemeinsames Kind den Lebensunterhalt ermöglicht. Durch seine Lebensumstände und durch die Untreue Maries gerät Wozzeck immer mehr in eine psychische Abstiegsspirale, die ihn zum Mord an Marie und ihn in den Selbstmord treiben. Der gemeinsame Sohn bleibt allein zurück.


 Foto: © Marcus Lieberenz
 

Die Komposition Alban Bergs stellt sich als eine streng konstruierte Folge von Einzelmotiven dar, die sich an den Handlungsablauf anpassen, jedoch jedes für sich ein selbständiges durchkomponiertes Leitthema darstellen.

Peter Dahms [OpernInfo-Berlin.de]

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