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"Die Fledermaus" von Johann Strauß

von Johann Strauß (1825 – 1899)

Operette in drei Akten
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée nach dem Lustspiel "Le Révellion" von Ludovic Halévy und Henri Mellhac
Uraufführung am 5. April 1874 im Theater an der Wien
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 28. April 2018

Musikalische Leitung  Donald Runnicles 
Inszenierung  Rolando Villazón 
Bühne  Johannes Leiacker 
Kostüme  Thibault Vancraenenbroeck 
Licht  Davy Cunningham 
Video Dorian Häfner, Wieland Hilker
Chöre  Jeremy Bines 
Dramaturgie  Lars Gebhardt 
Choreografie  Philippe Giraudeau 

Mit:
Gabriel von Eisenstein  Thomas Blondelle 
Rosalinde, Gabriels Frau  Annette Dasch 
Adele, Kammerzofe  Meechot Marrero 
Ida, Adeles Schwester, Kathleen Bauer
Alfred, Gesangslehrer  Enea Scala 
Dr. Falke, Notar  Thomas Lehmann 
Dr. Blind, Advokat  Jörg Schörner 
Frank, Gefängnisdirektor  Markus Brück 
Prinz Orlofsky  Angela Brower 
Frosch  Florian Teichtmeister 
Ivan, Samir Dib

Chöre  Chor der Deutschen Oper Berlin 
Orchester  Orchester der Deutschen Oper Berlin 
Tanz  Opernballett der Deutschen Oper Berlin

.Rolando Villazón kehrt nach seinem Erfolg mit Puccinis LA RONDINE als Regisseur an die Deutsche Oper Berlin zurück und wird sich dieser Operette annehmen, die irgendwie auch an jedes Opernhaus gehört [...]
[Deutsche Oper Berlin]


 Foto: © Thomas Jauk
 

 So wie der GMD der Deutschen Oper Donald Runnicles für die gewissenhafte und ernsthafte Umsetzung der Komposition des Walzerkönigs Johann Strauss steht, so steht Rolando Villazón wohl eher für das Komödiantische. Villazón ist der Clown unter den Regisseuren. Mit der Inszenierung von „La Rondine“ von Puccini hat er schon erfolgreich gezeigt, dass er die Inszenierung einer Operette als sein Metier, nach dem durch Krankheit erzwungenen Abschied von der Sängerkarriere ansieht. Nun ist es folgerichtig „Die Fledermaus“ wo er sich austoben kann. Auch das macht er jedoch mit Ernsthaftigkeit und Bravour.


 Foto: © Thomas Jauk
 

Er teilt die Drehbühne der Deutschen Oper in drei Handlungsorte, des großbürgerlichen Ambientes im Wien der Zeit der Uraufführung 1873 der Fledermaus, eine abgeranzte Kellerkneipe in Ost-Berlin der Zeit der „Fünfziger“ des vorigen Jahrhunderts als Partykeller von Orlowsky und einer abgehobenen Raumstation als Gefängnis, mit einem etwas überdrehten Roboter als Gefängniswärter Frosch. Alles wird mit Darstellern bevölkert, die mehr oder weniger in die Zeit und das Ambiente passen. Das Ganze ist dann auch in der Ausführung stylish überzogen und komödienhaft ausgearbeitet.

In diesem Bühnenbild läuft die bekannte Geschichte der „Fledermaus“ zur Hochform auf. Wer den Plot nicht so genau kennt, den stört dabei auch nicht, dass die Geschichte aus dem 19. Jahrhundert nur der rote Faden der Inszenierung ist. Die Handlung nutzt zwar einzelne Gags und Dialoge, aber die Kostüme sind jedoch stark mit unserer Zeit überzeichnet. Geführt und begleitet von den wunderschönen Melodien gespielt unter der Leitung von Donald Runnicles läuft das komödiantische Spiel über die Bühne.


 Foto: © Thomas Jauk
 

Der Schlussapplaus ist grandios, das Publikum ist begeistert. Der Regisseur Villazón erhält mit dem gleichen Temperament herausgebuhte Missfallenskundgebungen, die er jedoch mit Humor wegsteckt, als das nicht reicht, setzt er eine rote Nase auf, outet sich damit als Clown und die Buhrufe verstummen weitgehend und wandeln sich zum Applaus.

Der Versuch der Deutsche Oper, nach den Erfolgen von Barrie Kosky in der Komischen Oper mir seinen Operetten und Musicals, 2013 mit einer „Fledermaus, Regie Andreas Homoki, auch mal eine Operette zu versuchen kann man als Erfolg sehen. Die Staatsoper hatte 2009 mit einer „Fledermaus“, Regie Christian Pade, weniger Glück. Man muss dann jedoch auch einen Regisseur wie Villazón und Darsteller und Sänger wie Anette Dasch und weitere gute Darsteller*innen aufbieten, ebenso wie einen Dirigenten wie Donald Runnicles, der das Metier genau so ernst nimmt, wie das Dirigat zu einer Oper um Erfolg zu haben.

Peter Dahms [OpernInfo-Berlin.de]

Weitere Termine:
Di 01. Mai 2018, 18.00 Uhr
Sa 05. Mai 2018, 19.30 Uhr
Di 08. Mai 2018, 19.30 Uhr
Di 29. Mai 2018, 19.30 Uhr
So 03. Juni 2018, 19.30 Uhr
Fr 08. Juni 2018, 19.30 Uhr




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