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Gruberova-Jubiläumskonzert

Edita Gruberová zum 50jährigen Bühnenjubiläum
29. November und 4. Dezember 2017

Mit:
Edita Gruberová, Matthew Newlin, Markus Brück, Nicole Haslett, Andrew Harris
Musikalische Leitung: Peter Valentovic
Orchester der Deutschen Oper Berlin


Foto:  © Marcus Lieberenz


Gestern fand noch einmal das Sonderkonzert  zum 50jährigen Bühnenjubiläum von Edita Gruberová  in der Deutschen Oper statt. Das erste Konzert gab es bereits am 29.11.2017. Moderiert wurde dieses besondere Event von Hans-Jürgen Schatz. Seine Moderation gab ansatzweise Einblick in die verschiedenen Stationen der 50jährigen Bühnenkarriere von Edita Gruberová. Es vermittelte somit dem Publikum den ungefähren Verlauf dieser einzigartigen Künstlerlaufbahn. Bis heute steht Edita Gruberová immer noch auf der Bühne und feiert nach wie vor große Erfolge. Die Moderation wurde von Hans-Jürgen Schatz souverän und locker vorgetragen und gab somit der Veranstaltung den dementsprechenden Rahmen.
Nach einigen Jahren von Engagements an verschiedenen Opernhäusern gelang ihr an der Wiener Staatsoper als Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" von Richard Straus  der lang ersehnte Durchbruch. Das war der Start zu einer Weltkarriere. Viele Rollen hat sie mit ihrer einzigartigen Stimme interpretiert und wurde weltweit zur Primadonna assoluta oder Königin des Belcanto erhoben. Wer sie einmal gehört hat, vergisst ihre Stimme nicht so schnell (vor allem ihren Koloraturgesang). Hier an diesem Haus an der Bismarckstr hat sie in Abständen gastiert und das Publikum bei jedem ihrer Auftritte zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Es ist deswegen schön und eine Ehre für die Deutsche Oper Berlin, dass Edita Gruberová zwei Sonderkonzerte zu ihrem 50jährigen Bühnenjubiläum hier gibt.
Das Programm am gestrigen Abend war zweigeteilt. Im ersten Teil gab es nur Ausschnitte aus Mozart Opern. Edita Gruberová fing mit ihrem Gesang etwas verhalten an. Mozart hat sie lange nicht gesungen und erst wieder seit fünf Jahren im Programm. Langsam findet sie in das Genre wieder herein und zeigt besonders mit der Arie der Donna Anna  aus Don Giovanni mit ihrem Koloraturgesang, warum sie mit 70 Jahren noch immer so eine Ausnahmesängerin ist. Eine Steigerung erfolgte dann noch, als sie die Partie der Elettra aus der Oper Idomeneo mit starker Intensität und großem Können verkörperte. Die Zuschauer*innen waren begeistert. Nun ging es erst einmal in die Pause.


Foto:  © Marcus Lieberenz


Im zweiten Teil des Konzerts steht dann der 3. Akt von La Traviata von Giuseppe Verdi und Ausschnitte aus Roberto Devereux von Gaetano Donizetti auf dem Programm (Schluss-Szene der Elisabetta). In La Traviata stehen mit ihr Ensemblemitglieder der Deutschen Oper Berlin auf der Bühne (zu erwähnen wäre vielleicht, dass Matthew Newlin die Rolle des Alfredo singt). Auch hier konnte man erkennen, dass sie immer noch hohe Gesangskunst bietet. Natürlich hat die Stimme vielleicht nicht mehr die Leichtigkeit der früheren Jahre, aber sie ist nach wie vor von einer Aussagekraft, die ihresgleichen sucht. Ein schöner Ausschnitt aus La Traviata, großartig gesungen von Edita Gruberová und den Mitgliedern des Ensembles der Deutschen Oper Berlin. Nun folgte der Höhepunkt des Abends, die Schluss-Szene der Elisabetta aus der Oper Roberto Devereux. Diese Partie hat Edita Gruberová nach wie vor in ihrem Repertoire. Hier in diesem Konzert konnte man hören und sehen, wie groß das Stimmpotenzial und die Schauspielkunst von Edita Gruberová sind. Ihr Gesang war wunderschön, und man konnte alle Höhen und Tiefen, die sie durchlitt, mitempfinden. Eine grandiose Vorstellung zum Ende dieses Konzerts!
Das Orchester der Deutschen Oper Berlin spielte unter der musikalischen Leitung von Peter Valentovic großartig auf und setzte die Musik der im Programm aufgeführten Komponisten eindrucksvoll um. Peter Valentovic ist ein ausgezeichneter Dirigent, der Edita Gruberová jedoch auch bei Liederabenden am Flügel begleitet.
Als das Konzert zu Ende war, erhob sich der gesamte Saal von den Sitzen, um eine Ausnahmekünstlerin zu feiern, die es wirklich verdient hat. Bravorufe über Bravorufe! 50jähriges Bühnenjubiläum und immer an der Spitze, wo gibt es das schon? Hut ab, vor dieser Lebensleistung. Und wie viel Arbeit, Disziplin und Begeisterung  und vieles mehr sind erforderlich, um diese Spitzenposition zu halten. Außerdem muss man auf vieles verzichten, aber man bekommt auch einiges zurück, die Liebe und Anerkennung des Publikums.
Es war ein besonderes Konzerterlebnis, was sicher bei vielen Zuschauer*innen  noch sehr lange in positiver Erinnerung bleibt.

Renate Dahms
[OpernInfo-Berlin.de]


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