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"La Gioconda" von Amilcare Ponchielli

Melodramma in drei Akten;
Libretto von Francesco Maria Piave;
Uraufführung am 11. März 1851 in Venedig  - 8. April 1876 in Mailand (Teatro alla Scala)
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 1. März 1974

Musikalische Leitung - Jesús López Cobos
Inszenierung - Filippo Sanjust
Kostüme - Filippo Sanjust
Originaldekorationen aus der Entstehungszeit des Werkes    
Scenografia - Camillo Parravicini, Rom
Chöre - William Spaulding
Choreografie - Gudrun Leben

Mit:
La Gioconda - Hui He
La Cieca - Dana Beth Miller
Alvise Badoero -  Ante Jerkunica
Laura - Marianne Cornetti
Enzo Grimaldo - Marcelo Álvarez
Barnaba - Lado Ataneli
Zuàne - Ben Wager
Ein Steuermann - Noel Bouley
Ein Sänger - Ben Wager
Isèpo - Gideon Poppe
1. Gondoliere - Paul Kaufmann
2. Gondoliere - Ben Wager
Kirchendiener - Simon Pauly

Chöre - Chor der Deutschen Oper Berlin
Tanz - Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Orchester - Orchester der Deutschen Oper Berlin

"Amilcare Ponchielli, geboren 1834 in Paderno Fasolaro bei Cremona und gestorben 1886 in Mailand, wurde, obwohl er zwölf Opern geschrieben hat, vor allem als Komponist von LA GIOCONDA berühmt. Liebe, Leidenschaft, Hass – die Geschichte um die Sängerin Gioconda hält alles bereit, was Liebhaber der großen italienischen Oper erwarten." [Deutsche Oper Berlin]


Foto: © kranichphoto
 

Eine Oper nach dem Geschmack des Publikums. La Gioconda, selten in Deutschland gespielt, in Italien immer noch erfolgreich, in der fast originalen Dekoration der Uraufführung von 1876 in der Mailänder Scala, mit dem Bühnenbild der deutschen Wiederaufführung von 1974 und den historischen Kostümen der Mailänder Uraufführung. Hier ist alles zusammengeführt, was zu einer großen klassischen Oper, des beginnenden Verismus gehört. Auch wenn das Libretto nicht ganz stimmig, die psychologischen Verwicklungen der vier Hauptakteure herausstellt, die Hauptsache für Amilcare Ponchielli war der Gesamteindruck der Oper mit eindrucksvollen Arien für die Sänger, großen Chören aus dem venezianischen Volksleben, Volkstanz und Maskenaufzüge, bis zu einem eigenen Ballettauftritt. In vier Akten mit fünf Bildern ist der Arbeitsaufwand auch hinter der Bühne gewaltig. Ein glanzvolles Ereignis, das immer wieder spontanen Zwischenapplaus des begeisterten Publikums hervorruft. Weit übertroffen noch von den Arien, die für sich schon Kultstatus genießen und von den Interpreten mit ihrem ganzen Können vorgetragen wurden.


Foto: © Bettina Stöß
 

Die Hauptrollen der Handlung wurden gestaltet von Hui He als La Gioconda, meisterhaft der Monolog zum Anfang des vierten Aktes, »Suicido … in questi fieri momenti.«, ebenso Marcelo Álvarez in der Rolle des Enzio mit der Romanze »Cielo e mar.«, die allen Startenören des italienischen Fachs als Glanznummer gilt. Die Rolle der Laura sang Marianne Cornetti mit einem beeindruckenden Stimmumfang, der das Publikum begeisterte und die Rolle des Barnabà, Lado Ataneli mit einer eindrucksvollen schauspielerischen und gleichwertigen gesanglichen Ausdruckskraft. Die Besetzungen sind eindeutig erste internationale Klasse. Die weiteren Darsteller stehen in der Ausführung den Hauptsängern in Nichts nach. Allen ist die Möglichkeit gegeben, ihr Talent und ihre Professionalität zum Ausdruck zu bringen. Die Balletteinlage im dritten Akt, »Der Tanz der Stunden« ist eine perfekt getanzte Choreografie des Opernballetts der Deutschen Oper, wie sie seit dem Anfang der Geschichte der Oper zum normalen Bestandteil einer jeden Aufführung gehörte und sich erst in der weiteren Entwicklung zur eigenen Kunstform emanzipierte. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung des berühmten Dirigenten Jesus López Cobos, lange Zeit Generalmusikdirektor der Deutschen Oper, wurde besonders wegen seines Wiederauftretens begeistert gefeiert.


Foto: © Bettina Stöß
 

Bei dieser Oper fehlt nichts, was man von einer klassischen Oper erwartet. Besonders zu erwähnen sind die, in klassischer Manier gemalten Bühnenbilder und die zeittypischen, dem Venedig des 17. Jahrhunderts entsprechenden, aufwendigen Kostüme. Die Vorstellung klang aus, mit einem nicht enden wollenen Applaus, Bravorufen und dem wohl nicht mehr zu beherrschenden Blitzlichtgewitter der anwesenden Smartphonesuser.


Foto: © Bettina Stöß
 

Peter Dahms
[OpernInfo-Berlin.de)

Weitere Termine:
So 19. Januar 2014    Wiederaufnahme
So 26. Januar 2014   
So 2. Februar 2014   
Do 6. Februar 2014    Zum letzten Mal in dieser Spielzeit



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Heute ist Dienstag, der 12. November 2019