Berliner Maschinenbau AG.

1851 kaufte Louis Schwartzkopff das Grundstück Chausseestrasse 20 mit einem Wohnhaus und einem Holzschuppen, hier wurde am 3.Oktober 1852 der Grundstein fur die "Eisengießerei und Maschinenfabrik von L.Schwartzkopff" gelegt. Das Unterrnehmen stellte anfangs vorwiegend Eisengießerei Erzeugnisse her. Aufgrund der guten Qualität seiner Erzeugnisse konnte er seine Produktion auf Ventilatoren und Kreiselpumpen und später auch auf Dampfkräne, Dampfhämmer und besonders auf Fördermaschinen ausdehnen. Der Erfolg ermöglichte es ihm die Fabrik zu vergrößern. 1856 errichtete er ein Verwaltungsgebäude eine mechanische Werkstatt eine Schlosserei und weitere Nebengebäude. 1858 vernichtete ein Großbrand die  Gebäude an der Stettiner-Bahnhof-Seite des Werksgeländes. Ein Großauftrag der  Berlin-Stettiner-Eisenbahn ermöglichte ihm den schnellen und größeren Wiederaufbau, der 1861 in Betrieb genommen werden konnte.
1867 konnte L.Schwartzkopff seinen Traum verwirklichen und Lokomotiven in sein Produktionsprogramm aufnehmen. Für den Lokomotivbau wurden die Bauten an der Chausseestrasse wiederum erweitert und auf dem dazu gekauften Gelände an der Ackerstrasse (heute Scheringstrasse) wurden weitere Werkshallen errichtet.
Die erste Lokomotive verließ am 7.Februar 1867 als 1-B-Güterzuglok mit Namen "Weishaupt" die Werkshalle. Sie war die erste Lieferung für die Niederschlesisch-Märkische Bahn. Am 7.August 1869 wurde die 100. Lokomotive ausgeliefert und 1873 die 500. Lokomotive. Der gute Ruf der Schwartzkopff-Lokomotiven brachte Kunden aus ganz Deutschland und dem Ausland. 1869 lieferte das Unternehmen die erste Personenzuglokomotive unter der Nummer 102 an die russische Kursk-Charkow Bahn mit Breitspurweite von 1524 mm. Verschiedene russische Bahngesellschaften erhielten bis 1882 insgesamt 534 Maschinen. Am 1.Juli 1870 wurde das Unternehmen zur besseren Ausstattung mit Kapital in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die "Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft vormals L.Schwartzkopff" wurde weiterhin von Generaldirektor L.Schwartzkopff bis zu seinem Rückzug 1888 geleitet.
1879 wurde die 1000. Lokomotive gebaut. Der  Lokomotivbau nahm um die Jahrhundertwende einen derartigen Aufschwung, das das alte Fabrikgelände in Berlin nicht mehr ausreichte und ein größeres in der Nähe von Berlin in Wildau bei Königswusterhausen gekauft. Die neue große Lokomotivfabrik wurde am 1.September 1900 eröffnet. Die Kapazität war auf die Produktion von jährlich 600 bis 700 Lokomotiven ausgelegt. die 3000. Lokomotive wurde 1901 ausgeliefert.
Am 4.Oktober 1907 wurde ein gemeinsames Unternehmen mit der Firma J.A. Maffei, München unter dem Namen "Maffei-Schwartzkopff-Werke GmbH" gegründet. Die Werksanlagen befanden sich auf dem Gelände in Wildau und produziert wurden anfänglich Dampfturbinen, Generatoren und Zentrifugalpumpen, später im Jahre 1910 wurde die Produktion von Elektrischen Lokomotiven aufgenommen.
……….
Seit 1945 ist weder im Westen, noch im Osten auf dem ehemaligen Schwartzkopff Gelände die Lokomotivproduktion wieder aufgenommen worden, damit endete nach 78 jähriger erfolgreicher Arbeit durch den Krieg eine traditionsreiche Lokomotivfabrik.

Quellen:
[1] Schwartzkopff Lokomotiven 1867-1945,
Hrsg. Hans-Dieter Haeuber und Dierk Lawrenz mit Auszügen aus Werkskatalogen und Fabriknummerverzeichnissen,
Steiger Verlag ,Moers,1986
ISBN 3-921564-75-1
[2] 100 Jahre Wirken und Werden,
Jubiläumsschrift, 1952 
Berliner Maschinenbau AG .....


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