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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
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28. TANZ IM AUGUST 2016 - "sunny" von Emmanuel Gat| Awir Leon


Foto:© Emanuel Gat
Emmanuel Gat | Awir Leon

"Sunny"

Emanuel Gat will uns keine Geschichte erzählen. Seine Zusammenarbeit mit Awir Leon ist eine Präsentation von neuen Sounds der Elektroszene, die von zehn Tänzern spontan und emotional interpretiert werden. So beschreibt Gat seine Absichten in einer sehr kurzen Einführung im Programmheft. 
Die Tänzer und Tänzerinnen treten dafür in ihrem „Arbeitsoutfit“ aus dem Übungsstudio auf. Zu Beginn sehen wir einen „schamanenartig“ bekleideten Tänzer, bei dem der Sinn seiner Aussage verborgen bleibt. Ebenso unerklärt bleiben die nur zum Ende des Stückes in einzelnen Sequenzen verwendeten Kostüme. Ansonsten bewegen sich die Darstellenden in Zweiergruppen, einzeln oder sie bilden größere Gruppen. Die Musik steigert sich im Laufe des Stückes in der Lautstärke und der Vielfalt der Effekte. Kurze Liedsequenzen, in denen man auch den Titel des Stückes „Sunny“ heraushören kann, sind sporadisch eingebunden. Wie Gat in seiner Einführung weiter ausführt, soll der Tanz nicht in feste Schrittmuster und Bewegungen gebunden sein, sondern erst in der Ausführung entstehen. „Geschehenlassen statt Gestalten“, sagt er dazu. Das bedeutet dann aber auch, dass es eine Choreografie im eigentlichen Sinne nicht gibt, die Bewegungen und die Schritte werden immer wieder bei jeder Aufführung ad hoc entwickelt, quasi ein ‚work-in-progress‘. Das erinnert damit stark an „brilliant corners“, das Gat bei ‚Tanz im August 2011‘ vorgestellt hatte und weniger an die Vorstellung von „The Goldlandbergs“ bei ‚Tanz im August 2013‘, das einem völlig anderen Konzept folgte.


 Foto:© Emanuel Gat
 

Als Zuschauer folgt man interessiert und konzentriert den Bewegungen, den Schritten und den sich immer wieder neu bildenden Gruppierungen. Das Geschehen auf der Bühne verändert sich sechzig Minuten lang zu immer wieder neuen Formationen und Eindrücken. Einmal sind es nur zwei Personen auf der Bühne und die anderen verharren im Dunkel des Bühnenrandes. Dann schließen sie sich wieder spontan zu größeren Gruppen zusammen. Das Ganze entwickelt sich aus einer stillen Absprache durch Gesten und Blicke heraus. Die Musik und die Lichtsteuerung untermalen und unterstützen die Bewegungen. Die Leistung der Tänzerinnen und der Tänzer zeigen uns Können und Professionalität in der Ausführung, trotzdem kann das Stück nicht bis zum Ende fesseln, hier fehlt dann doch die leitende Hand eines Choreografen.


 Foto:© Emanuel Gat
 

Der Applaus zum Ende der Vorstellung zeigte zwar eine Demonstration von Sympathie für Darsteller und Choreograf, aber eine echte Begeisterung hört sich anders an. Es bleibt somit eine zwiespältige Bewertung des Stückes. 

[Peter Dahms TanzInfo-Berlin.de]

Das ganze Programm im WEB: www.tanzimaugust.de


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