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Diese "TanzInfo Berlin" präsentiert:
... aktuell und dynamisch, bunt gewürfelte Infos aus allen Bereichen der Berliner Tanzszene, eingeschlossen Kabaret und Zirkus, Veranstaltungen und Termine, Berichte und Geschichten, Adressen, sowie die einschlägige Literatur und die Geschichte zu diesen Themen.
PREMIERE Emanuel Gat "Sunny" vom Staatsballett Berlin

SUNNY
Choreographie: Emanuel Gat
Musik: Awir Leon
Licht: Emanuel Gat
Kostüme: Thomas Bradley
Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin
Musik vom Tonträger

»Bei der Choreographie geht es nicht um die Erstellung von Inhalten, sondern um den Prozess der kreativen Organisation von Inhalten. Ich schaffe keine Stücke, ich schaffe ein sich ständig entwickelndes choreographisches System. Die einzelnen Werke sind daher flüchtige Einblicke in bestimmte Punkte der Evolution dieses Systems.« [Emanuel Gat]


 Foto:© Jubal_Battisti
 

Besuchsbericht:

Die Tänzer und Tänzerinnen treten dafür in ihrem „Arbeitsoutfit“ aus dem Übungsstudio auf. Zu Beginn sehen wir einen „schamanenartig“ bekleideten Tänzer, bei dem der Sinn seiner Aussage verborgen bleibt. Ebenso unerklärt bleiben die nur zum Ende des Stückes in einzelnen Sequenzen verwendeten Kostüme. Ansonsten bewegen sich die Darstellenden in Zweiergruppen, einzeln oder sie bilden größere Gruppen. Die Musik steigert sich im Laufe des Stückes in der Lautstärke und der Vielfalt der Effekte. Kurze Liedsequenzen, in denen man auch den Titel des Stückes „Sunny“ heraushören kann, sind sporadisch eingebunden. Wie Gat in seiner Einführung weiter ausführt, soll der Tanz nicht in feste Schrittmuster und Bewegungen gebunden sein, sondern erst in der Ausführung entstehen. „Geschehen lassen statt Gestalten“, sagt er dazu. Das bedeutet dann aber auch, dass es eine Choreografie im eigentlichen Sinne nicht gibt, die Bewegungen und die Schritte werden immer wieder bei jeder Aufführung ad hoc entwickelt, quasi ein ‚work-in-progress‘. Das erinnert damit stark an „brillant corners“, das Gat bei ‚Tanz im August 2011‘ vorgestellt hatte und weniger an die Vorstellung von „The Goldlandbergs“ bei ‚Tanz im August 2013‘, das einem völlig anderen Konzept folgte.


 Foto:© Jubal_Battisti
 


Als Zuschauer folgt man interessiert und konzentriert den Bewegungen, den Schritten und den sich immer wieder neu bildenden Gruppierungen. Das Geschehen auf der Bühne verändert sich sechzig Minuten lang zu immer wieder neuen Formationen und Eindrücken. Einmal sind es nur zwei Personen auf der Bühne und die anderen verharren im Dunkel des Bühnenrandes. Dann schließen sie sich wieder spontan zu größeren Gruppen zusammen. Das Ganze entwickelt sich aus einer stillen Absprache durch Gesten und Blicke heraus. Die Musik und die Lichtsteuerung untermalen und unterstützen die Bewegungen. Die Leistung der Tänzerinnen und der Tänzer zeigen uns Können und Professionalität in der Ausführung, trotzdem kann das Stück nicht bis zum Ende fesseln, hier fehlt dann doch die leitende Hand eines Choreografen.


 Foto:© Jubal_Battisti
 

Die Choreographie „Sunny“ hatte ich das erste Mal beim Festival „Tanz im August 2016“ im HAU1 gesehen. (Den Bericht können Sie hier lesen > LINK. Meinem damaligen Bericht kann ich heute eigentlich nichts Wesentliches hinzufügen. Bei der aktuellen Aufführung ist jedoch zu bemerken, dass es diesmal die professionellen Balletttänzer*innen des Berliner Staatsballetts sind die hier ihren Auftritt haben. Weiterhin war der Beifall des Publikums wesentlich enthusiastischer als damals. Das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, das auch viele Freunde des Staatsballetts in die Volksbühne kamen.

[Peter Dahms TanzInfo-Berlin.de]

Weitere Termine im Dezember:
18. und 19. Dezember
Volksbühne Berlin


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