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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
zur Zeit wieder als Neudruck erhältlich siehe ->Literatur ->Geschichte!
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Diese "TanzInfo Berlin" präsentiert:
... aktuell und dynamisch, bunt gewürfelte Infos aus allen Bereichen der Berliner Tanzszene, eingeschlossen Kabaret und Zirkus, Veranstaltungen und Termine, Berichte und Geschichten, Adressen, sowie die einschlägige Literatur und die Geschichte zu diesen Themen.
"VAN DIJK | EYAL" vom Staatsballett Berlin

van Dijk | Eyal
Choreographien von Anouk van Dijk sowie Sharon Eyal und Gai Behar

DISTANT MATTER  Uraufführung

Tanzstück von Anouk van Dijk
Musik von Jethro Woodward
Choreographie: Anouk van Dijk
Bühne und Licht: Paul Jackson | Anouk van Dijk | Claus de Hartog
Kostüme: Jessica Helbach
Choreographische Assistenz: Tara Jade Samaya | Niharika Senapati

HALF LIFE

Tanzstück von Sharon Eyal und Gai Behar
Musik von Ori Lichtik
Choreographie: Sharon Eyal
Co-Choreographie: Gai Behar
Musik: Ori Lichtik
Kostüme und Maske: Rebecca Hytting
Licht: Alon Cohen
Choreographische Assistenz: Rebecca Hytting


 Besuchsbericht:

Vergleich und Aussicht

Wenn diese beiden Choreografien das Programm der folgenden Saison und darüber hinaus, unter der neuen Intendanz, komplettiert im nächsten Jahr mit Sasha Waltz, charakterisieren sollen um das Publikum einzustimmen, dann war das schon sehr eindrucksvoll. Es zeigte überzeugend den angestrebten Wechsel oder Wandel bzw. die Weiterentwicklung von der reinen Klassik des Balletts zu einer Erweiterung des Repertoires in den zeitgenössischen Tanz für die kommenden Jahre. Wobei wohl weiterhin auch das klassische Genre mit zeitgenössischen Inszenierungen gepflegt werden soll. Ein Beispiel war die letzte Premiere der 'Bayadere‘ im Urzustand der Inszenierung und Choreografie.

DISTANT MATTER
 
Fotos © Jubal Battisti
 

So wie das klassische Ballett den Betrachtern eine Illustration von Träumen bieten soll, so will der zeitgenössische Tanz einen Weg zeigen, den der moderne Mensch verfolgen kann, um mit den Anforderungen der modernen Welt umzugehen. Anouk van Dijk hat dafür die „Countertechnique“ entwickelt, die aus jeder Bewegung eine Gegenbewegung erzeugt, wobei sie sich auf die Grundlagen der Quantenmechanik beruft,. Diese postuliert, das ein beobachtetes Ereignis durch die Beobachtung schon verändert wird und in einen anderen Zustand übergeht.
Die Tänzer bewegen sich anfangs einzeln und transversal über die Bühne, wo als einziges Ausstattungsmittel ein weißes Tuch vom vorderen Bühnenrand bis in den Hintergrund reicht und dann nach oben erstreckt. Aus den anfänglichen Einzelbewegungen bilden sich einzelne Gegenpole und kleinere Gruppen, die aufeinander reagieren und ihre Bewegungen koordinieren oder sich eben abstoßen und die Bewegungsrichtung ändern. Begleitet wird die Choreografie von anfangs mehr gefühlten als gehörten ‚Wummern‘ das sich im Laufe der Aufführung verstärkt und zunehmend aggressiver, fordernder wird. Es folgt wie bei dieser Art von Tanzaufführungen üblich ein frenetisches Geschrei und anhaltender Applaus für die Darbietung und die Künstler.

HALF LIFE

Fotos © Jubal Battisti
 

Das Stück beginnt mit einem unendlich scheinenden Stakkato von dröhnenden, monotonen Tonfolgen, die sofort eine fordernde, aggressive Stimmung erzeugen. Eine lange Reihe von Tänzer*innen bewegt sich im Bühnenvordergrund, in stampfender Bewegung, in einheitlichen, körperfarbenen und eng anliegenden Trikots gekleidet. Die Musik ist gemeinsam mit der Choreografie zu diesem Stück entwickelt worden und wird noch mit der Erfahrung bei den Aufführungen weiterentwickelt. Spontan erinnert mich diese Art der Performance und diese Art der Musik in vielen Teilen an den „Sacre“, also doch Klassisch im Ansatz? Die Choreografie behält im ganzen Ablauf ihren aggressiven Charakter und erzeugt eine Stimmung von monotoner Bedrohung. Dem Publikum hat es wohl gefallen, ein langanhaltender heftiger, frenetischer Beifall mit emotionalen Gefühlsausbrüchen folgt zum Ende der Aufführung.

Peter Dahms [TanzInfo-Berlin.de]

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