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Gregorio Lambranzi

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"ALLEMANDE"

Allemande (Allamanda, Almanda, Almand) ist die Bezeichnung für eine Tanz- und Instrumentalform des 16.-18. Jh. Alter und Herkunft sind unbestimmt. Obwohl der Name auf einen deutschen Ursprung hinweist, dürfte die Allemande aber vorerst vermutlich in Frankreich als Gesellschaftstanz gebräuchlich gewesen sein. Die frühesten Quellen deuten auf eine solche Annahme hin. Soweit die musikalischen Quellen übersehbar sind, taucht der Name erstmals in einem Lautenwerk des Peter  Phalesius "Carmina pro Testudine", Loewen 1546/47 auf. Aus der Zeit Heinrichs VIII. (1547/48) ist ein Violinstück als "Allemana" bezeichnet. Ungefähr um dieselbe Zeit, um 1550, begegnet man der Allemande in den "Livres de danceries" des Pariser Musikdruckers Pierre Attaingnant. Bemerkenswert ist auch die niederländische Tanzsammlung des Tielman Susato aus den Jahren 1550/51, die ebenfalls "Allemaignien" enthielt. Ebenso finden wir die Allemande in der Collection Philidor aus den Jahren 1575-1583.Arbeau bezeichnete die Allemande 1588 in seiner Orchésographie als einen bei den Deutschen gebräuchlichen Tanz von mittlerem Zeitmaß und zählte sie zu den ältesten Tänzen. Er war der erste, der sie als Gesellschaftstanz beschrieb. Allemande des 16.Jh. war ein von mehreren Paaren zugleich ausgeführter Tanz im geraden Takt und mäßigem Tempo. Die Schrittfolge war sehr einfach:linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß, Fußstoß (grue) rechts, rechter Fuß. Die Dame wurde an der Hand geführt, und die Paare stellten sich hintereinander auf. Der Nachtanz der Allemande war der Hupfauf oder Saltarello tedesco im Tripeltakt. Um die Mitte des 16. Jh. fiel vor allem in Frankreich der ungeradtaktige Nachtanz weg und die Allemande bestand dann nunmehr aus 2-4 Teilen von ungeregelter Taktanzahl. Die Allemande war außer in Frankreich auch in Spanien ein beliebter Tanz dessen Aufhören bereits Lope de Vega (1562-1635) bedauerte. In England wurde sie vor allem bei den Virginalisten zu einem stilisierten Spielstück.Nach 1600 wurde die Allemande ein Bestandteil der Suite. Die Bezeichnung Allemande in die deutsche Suite eingeführt zu haben, gebührt dem in Deutschland wirkenden Engländer William Brade (1560-1630) mit seinen 1609 in Hamburg erschienenen vier Büchern instrumentaler Tanzmusik. In der Suite war die Allemande noch lange nach ihrem tänzerischen Gebrauch zu finden.Um die Mitte des 17. Jh. wurde sie deren 1.Satz und verlor immer mehr ihren Tanzcharakter. In ihrer stilisierten Form erscheint die Allemande meist mit auftaktigen Anfängen. Bei J.S.Bach lassen sich zwei stilistisch unterschiedliche Arten von Allemanden feststellen, und zwar eine polyphon-thematische und eine mehr homophon-melodische. Um die Mitte des 18. Jh.ist die Allemande immer mehr aus dem Gebrauch gekommen und schließlich aus der Kompositionspraxis verschwunden. Nach dem Verschwinden der alten Allemande im geraden Takt bezeichnete man im 18. Jh. mit diesem Namen einen französischen Gesellschaftstanz im 3/4-Takt, der aber nichts anderes war als ein mit Touren ausgeführter  "Deutscher Tanz". Joseph Haydn, L. van Beethoven und W. A.Mozart schrieben viele "Deutsche" und gaben sie teils unter dem Namen Allemande heraus. Sie sind verwandt mit den Ländlern und Schleifern und finden ihre Weiterentwicklung im Walzer.(Alsacienne).

teilweise nach: Tanzlexikon - B.Schott's Söhne Mainz (c) 1985


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