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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
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"Romeo & Julia" vom Staatsballett Berlin

Das Liebesdrama der Weltliteratur, unzählige Male erzählt, interpretiert, inszeniert und choreografiert. In der Choreografie von John Cranco gehört es schon zur Klassik des modernen Tanzes. Behutsam angepasst, in den Kostümen, in Bühnenbild und Licht, an die heutigen Erwartungen und geführt von der Musik Serge Prokofieffs.

Ballett in zwei Akten von Serge Prokofieff nach William Shakespeare
Musik von Serge Prokofief
Choreographie und Inszenierung von Nacho Duato

Bühne: Jaffar Chalabi nach Carles Puyol und Pau Renda
Kostüme: Angelina Atlagic
Licht: Brad Fields
Musikalische Leitung: Paul Connelly
Orchester: Staatskapelle Berlin

Mit:
Julia: Polina Semionova
Romeo: Ivan Zaytsev a.G.
Mercutio: Arshak Ghalumyan
Benvolio: Nikolay Korypaev
Paris: Olaf Kollmannsperger
Tybalt: Federico Spallitta
Lady Capulet: Aurora Dickie
Lord Capulet: Alexej Orlenco
Julias Amme: Beatrice Knop
Pater Lorenzo: Tommaso Renda

"Kaum ein anderer Stoff ist so häufig für die Tanzbühne umgesetzt worden wie William Shakespeares ROMEO UND JULIA. Eine der meistgespielten Adaptionen für den Tanz stammt von John Cranko. Seine Fassung, die er 1962 für das Stuttgarter Ballett geschaffen hat, ist in die Ballettgeschichte eingegangen. Und das nicht ohne Grund: John Cranko hat sich mit seinen Tänzern – dafür ist er berühmt – stets auf die Suche nach der Darstellung wahrer Gefühle gemacht. Er scheute Emotionen nicht und setzte alles daran, diese direkt in seine Choreographien hineinzuschreiben." [Staatsballett Berlin] 


Foto © Fernando Marcos
 

Die Geschichte von Romeo & Julia kennt wohl jeder, der sich für Kultur interessiert oder auch nur, weil die Namen dieses Liebespaars schon seit Langem als Synonym zum normalen Sprachgebrauch gehören. Romeo & Julia beschreibt die unglückliche Geschichte von zwei jungen Menschen, die sich auf den ersten Blick ineinander verlieben und die durch die Unversöhnlichkeit und Ignoranz ihrer Umgebung in den Tod getrieben werden. Das passierte nicht nur in der Renaissance, in der diese Geschichte spielt. Die Engstirnigkeit und Feindschaft zwischen zwei Familien oder Gruppen von Menschen, wie sie hier die Capulets und die Montagues praktizieren ist zeitlos und ein Liebespaar, das dadurch in sein Unglück getrieben wird ebenso. Manch einer meint, dass diese Geschichte nicht mehr in unsere Zeit passt und total überholt und altmodisch wäre. Wenn man das Stück jedoch als Symptom für menschliche Schwächen und menschliches Verhalten sieht, dann erkennt man, dass es Aktualität zu jeder Zeit hat.“[Renate Dahms]


Foto © Fernando Marcos
 

Die zuletzt von mir besuchte Aufführung von Shakespeares Romeo&Julia war in der Choreografie von John Cranko und das ist schon einige Jahre her. Am 15. Juni 2014 in der Deutschen Oper Berlin getanzt von Iana Salenko und Marian Walter. Da bot es sich an, die  beiden Choreografien nebeneinander zu betrachten.

Renate Dahms schreibt dazu in ihrem Besuchsbericht von der Premiere am 9. Februar 2012: „John Cranko hat seine Choreografie nicht nur als eine Aufeinanderfolge von mehr oder weniger spektakulären Soli und Pas-de-Deux und ein opulentes Bühnenbild mit großen Gruppen entwickelt, sondern er ist der Geschichte Wort für Wort gefolgt und hat den Gefühlen, den Emotionen, den Gesten und den Affekten in seiner Interpretation viel Raum gegeben. Die Inszenierung wurde behutsam an die heutigen medialen Erwartungen angepasst. Das Bühnenbild unterstützt die Räumlichkeit der Szenen und das Licht durch Hervorhebungen den Szenenablauf. Georgette Tsinguirides setzte gewissenhaft als langjährige Partnerin die chorografischen Vorgaben und das Vermächtnis John Crankos um. Thomas Mika entwickelte das Bühnenbild und die Lichtgestaltung aus der Geschichte heraus und passte sie den modernen Erwartungen des Publikums an. Serge Prokofieff Musik unterstützt mit einschmeichelnden Melodien die Choreografie.“


Foto © Fernando Marcos
 

Bei der Choreografie von Nacho Duato in der heutigen Premiere fällt sofort auf, dass die Julia getanzt von Polina Semionova und die anderen Tänzerinnen keine Spitzenschuhe tragen, weiterhin ist das Bühnenbild von schlichter Einfachheit und die Kostüme der Künstler zeigen eine Mode, die in die Welt und die Zeit der Handlung zurückführen. Der Partner von Polina Semionova Ivan Zaytsev als Romeo Montague präsentiert in seiner Rolle Einfühlsamkeit und Ausdruckskraft gepaart mit einem glaubwürdigen Ausdruck als ein Liebespaar.

Ebenso wir John Cranko hat Nacho Duato seine Choreografie nicht nur als eine Aufeinanderfolge von mehr oder weniger spektakulären Soli und Pas-de-Deux und ein opulentes Bühnenbild mit großen Gruppen entwickelt, sondern er ist der Geschichte Wort für Wort gefolgt und hat den Gefühlen, den Emotionen, den Gesten und den Affekten in seiner Interpretation viel Raum gegeben. Die Inszenierung wurde behutsam an die heutigen medialen Erwartungen angepasst. Das Bühnenbild unterstützt die Räumlichkeit der Szenen und das Licht durch Hervorhebungen den Szenenablauf.

Zum Ende der Vorstellung bekamen die Darsteller, der musikalische Leiter mit seinem Orchester und die Verantwortlichen für Choreografie, Kostüme und Bühne ihren verdienten, begeisterten Beifall. Romeo & Julia ist auch in jeder neuen Choreografie und Inszenierung immer wieder ein zeitloses Erlebnis und das steht auch hier wieder, für die Interpretation des Themas durch Nacho Duato.

Peter Dahms [TanzInfo-Berlin.de]

weitere Termine:
SA 05.05.2018; SO 13.05.2018; SA 26.05.2018; DI 12.06.2018; MI 20.06.2018; SA 23.06.2018

Ticketservice (030) 20 60 92 630 | tickets@staatsballett-berlin.de

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