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Gregorio Lambranzi

GREGORIO LAMBRANZI von 'Stephanie Dahms'
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Diese "TanzInfo Berlin" präsentiert:
... aktuell und dynamisch, bunt gewürfelte Infos aus allen Bereichen der Berliner Tanzszene, eingeschlossen Kabaret und Zirkus, Veranstaltungen und Termine, Berichte und Geschichten, Adressen, sowie die einschlägige Literatur und die Geschichte zu diesen Themen.
"Zum immateriellen Kulturerbe des Modernen Tanzes" im April 2017
Konzepte – Konkretisierungen – Perspektiven


Claudia Fleischle-Braun / Krystyna Obermaier / Denise Temme (Hg.)

Zum immateriellen Kulturerbe
des Modernen Tanzes
Konzepte – Konkretisierungen – Perspektiven

328 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.,
ISBN 978-3-8376-3802-8

 
Der vorliegende Band ist das Handbuch, entstanden aus einer Tagung, die 2015 in Köln stattfand und den Fragen nach dem Umgang mit dem Erbe des ‚Modernen Tanzes‘ in der aktuellen Vermittlungspraxis bei der akademischen Tanz- bzw. der Tanzpädagogik-Ausbildung nachgegangen werden sollte. Die Tagung wurde in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt und brachte Tanzpädagogen und Tanzwissenschaftler zusammen. Bevorzugt sollten Arbeitsweisen von Rosalia Chladek, Maja Lex, Rudolf Laban und Irmgard Bartenieff im Vergleich beurteilt werden. Ebenfalls in die Untersuchungen eingebunden werden sollte das Ausbildungskonzept von Kurt Joos und Sigurd Leeder, das sich wesentlich auf der Lehre Labans gründet.
Die Frage nach der Aktualität und der Relevanz der angesprochenen und der zu klärenden Themen wird damit begründet, dass man sich heute, ein Jahrhundert nach der Entwicklung der ersten Praktizierung und Weitergabe der Bewegungskonzepte des ‚Modernen Tanzes‘ und dessen immanent vermittelten Körper- und Bewegungswissens wieder tief greifend beschäftigt und das der heutige, mit diesem Kultur- und Bewegungswissen praktizierte Umgang und der, mit der Vermittlung, besonders des künstlerischen Tanzes, verbundene Stellenwert, vor allem im Bildungswesen zunehmend gewachsen sei.(7)
Bei der praktischen Umsetzung der Konzepte und der Vermittlung der Inhalte »[…] haben es die Repräsentanten der Ausbildungsinstitute des Modernen bzw. Freien Tanzes zunehmend schwer, innerhalb der tanzkulturellen Mannigfaltigkeit der heutigen Tanz- und Ausbildungslandschaft ihr spezifisches „Tanzerbe“, das meint hier vor allem auch die Prinzipien und kennzeichnenden Eigenheiten ihrer Arbeitsweisen und Trainingsmethoden, an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben, zumal die Anzahl der speziell in diesen Tanzstilen ausgebildeten Tanzpädagogen und Tanzkünstler marginaler wird. «(13)
»Zusammenfassend standen bei der Kölner Tagung (2015) folgende Fragestellungen im Zentrum, die sich auch in den Beiträgen dieses Themenbandes widerspiegeln:
• Aus welchem Wissen und Zeitgeist heraus und unter welchen Rahmenbedingungen konnten die verschiedenen Systeme der europäischen Rhythmus- und Ausdruckstanzbewegung entstehen?
• Auf welchen Konzepten gründen die Prinzipien dieser Tanzsysteme und welche Einflüsse sind heute erkennbar?
• Welche Gemeinsamkeiten und signifikante Unterschiede sind in den verschiedenen Ausprägungen und Lehrweisen vorhanden?
• Welche soziokulturellen und institutionellen Gegebenheiten und welche personalen Einflüsse bewirkten Veränderungen in den Lehrsystemen? • Inwieweit bestehen Anknüpfungsmöglichkeiten und Kompatibilität an zeitgenössisch tanzdidaktische Konzepte?
• Welchen Wert und Relevanz besitzen diese Ansätze für die künstlerische und pädagogische Arbeit und für eine professionelle Ausbildung im zeitgenössischen Tanz?« (16)
Das Ergebnis der Tagung stellt sich in der vorliegenden Dokumentation als eine Sammlung von »[…] Beiträgen zu den bereits angesprochenen Ausrichtungen des Modernen Tanzes als auch Aufsätze, die den geschichtlichen, philosophischen und pädagogischen Hintergrund des Modernen Tanzes näher beleuchten und sich mit der Frage der Transmission von Tanzstilen auseinandersetzen.(18)
Die Gliederung des Bandes fasst die einzelnen Beiträge in drei Hauptgruppen zusammen, die die Ergebnisse sachlich ordnet, in der Folge:
Erstens in Prozesse der Vermittlung und Aneignung, zweitens die Konzepte und didaktische Konkretisierungen und drittens die Übersetzungen im Rahmen zeitgenössischer Ausbildungskonzepte. Den Abschluss bilden Notizen auf Bemerkungen von Beobachtern der Tagung als Beobachter-Perspektiven und Annotationen.
Kurz gefasst der Inhalt der Gruppen:
- Prozesse der Vermittlung und Aneignung: […] stellt die Frage nach einer zeitgemäßen Lehre der zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Praxeologien und Vermittlungskonzepte des Freien Tanzes: […] die grundlegenden Prozesse und Phasen des mimetischen Lernens im Tanz.
- Konzepte und didaktische Konkretisierungen […]: Gymnastikbewegung. Sie konturiert damit nicht nur ein wesentliches Fundament der körpertechnischen Ausbildung des mitteleuropäischen Modernen Tanzes, sondern auch das Körper- und Menschenbild dieser Konzepte.
- „Übersetzungen“ im Rahmen zeitgenössischer akademischer Ausbildungskonzepte: […]. Das dritte Kapitel widmet sich der Frage, welche Relevanz diese Ansätze für die künstlerische und pädagogische Arbeit im zeitgenössischen Tanz und für die professionelle Qualifizierung von Tänzern und Tanzpädagogen besitzen.
- Beobachter-Perspektiven und Annotationen […]. Abschließend werden in den Annotationen des Tagungsbandes sowohl die vorgestellten Konzepte des Modernen Tanzes als auch die gemeinsamen Arbeitsprozesse während der Kölner Tagung (2015) aus den jeweiligen theoretischen Blickwinkeln der beobachtenden Kolleginnen und Kollegen reflektiert.(18-24)
Aus der Fülle der gebotenen Informationen wird wohl jeder, der sich mit diesen Problematiken befasst oder befassen muss, für seine Arbeit Informationen zum aktuellen Diskurs finden und Anregungen zur Umsetzung in der wissenschaftlichen Behandlung und der Vermittlung im Ausbildungsbereich entnehmen und in seine konkrete Arbeit aufnehmen können. Dieser Band beinhaltet eine Vielzahl von angesprochenen Themen, die nicht unbedingt fertige Lösungen anbieten, sonders als ein Teil der Lösungsfindung bei vielen der Umsetzungen ihren Platz finden können.

Peter Dahms [TanzInfo-Berlin.de]

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