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Gregorio Lambranzi

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"Dornröschen" vom Staatsballett Berlin (3)

Choreographie und Inszenierung von Nacho Duato
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Bühne und Kostüme von Angelina Atlagic
Licht von Brad Fields
   
Mit:
Prinzessin Aurora - Polina Semionova a.G.
Prinz Desiré
- Marian Walter
Carabosse -
Michael Banzhaf
sowie Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Musikalische Leitung Paul Connelly

"Ohne radikale Veränderungen in der Handlung vorzunehmen, konzentriert sich der für seine Musikalität bekannte Choreograph Nacho Duato ganz auf die Komposition von Peter I. Tschaikowsky. „Nach meinem Empfinden verlangt Tschaikowskys Musik nach klassischem Tanz", so der neue Intendant des Staatsballetts Berlin."
[Staatsballett Berlin] 


 Foto: © Yan Revazov
 

"Dornröschen" ist eines der schönsten Ballette des Weltrepertoires. Es lebt besonders von der schönen Musik Tschaikowskys, den prächtigen Kostümen, einem dementsprechenden Bühnenbild und einer meist anspruchsvollen Choreographie. Die bekannteste Choreographie, die hierfür erschaffen wurde, ist nach wie vor die von Marius Petipa. Im Laufe der Zeit haben viele Choreographen das Stück neu kreiert, mal erfolgreich, mal weniger erfolgreich, immer mit der Aussage, es zu modernisieren. Mir ist u. a. noch die choreographische Arbeit von Rudolf Nurejew in Erinnerung, die mir gut gefallen hat. Bei Rudolf Nurejew fällt mir ein, dass durch ihn erst der männliche Tänzer einen eigenen Stellenwert bekommen hat. Er war fortan nicht nur der Begleiter und Partner der Ballerina, sondern konnte tänzerisch sein eigenes Profil schärfen und mit Sprüngen, Drehungen usw. glänzen. Das Publikum nahm dies mit Wohlwollen auf.


 Foto: © Yan Revazov
 

Nun hat auch Nacho Duato voriges Jahr seine eigene Interpretation von "Dornröschen" vorgestellt. Die Premiere wurde mit Begeisterung aufgenommen. Nacho Duatos Choreographie ist angelehnt an Petipas Choreographie und beinhaltet einige neue Elemente. Schöne Kostüme und ein farbenfrohes Bühnenbild erfreuen den Zuschauer. "Dornröschen" ist eben ein Ballett, das immer wieder verzaubert und nicht nur „Ballettomanen“ begeistert.

Gestern nun war Polina Semionova wieder als Gast beim Staatsballett Berlin. Als Prinzessin Aurora mit Marian Walter als ihr Partner Prinz Desiré. Ihre tänzerische Darbietung war weitgehend technisch perfekt, alle Sprünge, Hebefiguren, Drehungen usw. wurden sauber und akkurat interpretiert. Besonders eindrucksvoll war ihr Pas de deux im letzten Akt. Eine imposante Vorstellung trotz doch einiger kleinerer Unsicherheiten bzw. Schwächen in der Ausführung der schwierigsten Positionen.


 Foto: © Yan Revazov
 

Alle übrigen Rollen waren ebenfalls erstklassig besetzt. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung des Parts des Carabosse von Michael Banzhaf mit seinen Mitstreitern. Ihr Auftritt war großartig inszeniert. Für Michael Banzhaf war es der letzte Auftritt seiner Karriere beim Staatsballett Berlin. Er wird sich nun anderen Aufgaben widmen, worüber er bisher nur wenig verlauten ließ. Als Abschied und Dank für seine langjährige Arbeit mit dem Staatsballett bekam er einen besonderen langen und herzlichen Applaus des Publikums.

Außerdem möchte ich noch die Leistung der Ballettkompagnie des Staatsballetts hervorheben. Sie haben, wie schon so oft, souverän und vor allem synchron getanzt. Die Tänzerinnen und Tänzer wurden einfühlsam und professionell musikalisch vom Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Paul Conelly begleitet. Paul Conelly ist ein erfahrener Ballettdirigent, was das Staatsballett in unzähligen Aufführungen erfahren konnte.


 Foto: © Yan Revazov
 

Als die Vorstellung beendet war, gab es enthusiastischen Beifall. Besonders gefeiert wurden Polina Semionova mit ihrem Partner Marian Walter und ebenso Michael Banzhaf. Aber auch die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts und das Orchester bekamen den verdienten Applaus.

Es waren auffällig viele Kinder und Jugendliche in der Vorstellung, was wirklich schön ist. Aber "Dornröschen" ist sicher auch ein Ballett, das Jung und Alt anspricht. Ein Märchen, aber seien wir doch einmal ehrlich, glauben wir nicht alle ein wenig an Märchen trotz einer Smartphone-Generation!

Peter Dahms [TanzInfo-Berlin.de]

Weitere Termine:
keine Termine mehr in dieser Spielzeit

Wieder in der Spielzeit 2017/2018:
MO 03.07.2017 / FR 15.09.2017 / DO 21.09.2017 / DI 03.10.2017 / MO 09.10.2017 / DI 10.10.2017 / SO 15.10.2017
alle
in der Deutsche Oper Berlin


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Heute ist Montag, der 10. Dezember 2018