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"DUATO|FORSYTHE|GOECKE" vom Staatsballett Berlin

Unterschiedlicher können die Choreografien nicht sein, die dem Tanzfreund in dieser Premiere geboten werden.

Premiere in der Staatsoper im Schiller Theater
am 27. April 2012

Choreographie: Nacho Duato - William Forsythe - Marco Goecke
Musikalische Leitung: Paul Connelly
Orchester: Staatskapelle Berlin

Mit:
Elisa Carrillo Cabrera - Shoko Nakamura -Nadja Saidakova - Polina Semionova - Sebnem Gülseker - Sarah Mestrovic - Vladimir Malakhov - Mikhail Kaniskin - Michael Banzhaf - Arshak Ghalumyan - Leonard Jakovina - Rainer Krenstetter - Ibrahim Önal - Dinu Tamazlacaru
Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin

ARCANGELO
Choreographie: Nacho Duato
Musik (auf Tonträger): Arcangelo Corelli, Alessandro Scarlatti
Bühne und Kostüme: Nacho Duato
Einstudierung: Thomas Klein
 
HERMAN SCHMERMAN
Choreographie: William Forsythe
Musik (auf Tonträger): Thom Willems
Bühne und Kostüme: William Forsythe
Einstudierung: Stephanie Arndt
Noah Gelber
 
AND THE SKY ON THAT CLOUDY OLD DAY
Choreographie: Marco Goecke
Musik: John Adams
Bühne und Kostüme: Marco Goecke
Licht: Udo Haberland
Dramaturgie: Nadja Kadel


Foto: (c) Bettina Stöß
ARCANGELO
 

Unterschiedlicher können die Choreografien nicht sein, die dem Tanzfreund in dieser Premiere geboten werden.

ARCANGELO von Nacho Duato mit der Musik von Arcangelo Corelli und einer Arie, gesungen von einem Countertenor aus Alessandro Scarlettis Oper „Il primo omicidio“ zum Ausklang des Stücks, machte den Anfang. Die ersten Töne (vom Band) stellen sofort eine Barockstimmung her. Duato will mit dieser Musik, deren langsameren Sätze er für seine Choreografie verwendet, von der Befreiung des Menschen durch den Tod und dem dadurch erreichten Zugang zum Paradies erzählen. Das Stück hatte seine Uraufführung am 31. Mai 2000 getanzt von der „Compania Nacional de Danca“ in Madrid. Auf einer Bühne mit viel Schatten und Dunkelheit, in gedeckten Farben bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer meist miteinander und lösen sich zum Ende in Solofiguren auf. In fließenden Schritten und Figuren gehen sie an die Grenzen ihres tänzerischen Könnens. Das Stück schließt mit einem düsteren Bild, der Weg in die Dunkelheit, in das Vergessen.

HERMAN SCHMERMAN von William Forsythe folgt nach der ersten Pause. Es entstand schon im Jahre 1992 und ist damit das älteste der Premiere. Es wurde in den folgenden Jahren von vielen klassischen Compagnien in ihr Repertoire aufgenommen, aber meist nur der pas de deux als Ausschnitt daraus gezeigt. Vom Staatsballett Berlin wird jedoch die vollständige Choreografie getanzt, die später um einen zweiten Teil erweitert wurde. Zu den Stakkato-Tönen einer synthetischen Musik bewegen sich die Tänzer im Standardrepertoire des klassischen Tanzes und variieren diese nach ihren Vorstellungen bis an ihre Grenzen. Trotz aller Ernsthaftigkeit der Interpreten, die ihren eigenen Stil in diesem Rahmen entwickeln können, bleibt auch Platz für eine humorvolle Aussage. Die Musik kam auch hier vom Band.

Die Uraufführung von Marco Goeckes AND THE SKY ON THAT CLOUDY DAY beschließt nach einer weiteren Pause den Abend. Das Stück beruht auf der Musik des US-amerikanischen Komponisten John Adams, der damit eine Reise zu merkwürdigen Plätzen einer Ferienlandschaft beschreibt. Goecke sieht das als seine eigene Arbeit, die er auch als eine Reise betrachtet und die gewonnenen Eindrücke in seine Choreografien aufnimmt und interpretiert. Die Musik kommt diesmal aus dem Orchestergraben unter der Leitung von Paul Connelly. Für seine Choreografien hat Goecke einen eigenen Stil entwickelt. Er zeichnet sich aus durch eine stark beschleunigte Bewegungstechnik, die einer Analyse und Individualisierung unterzogen werden.

Die drei Stücke sprechen jeweils einen anderen, eigenen Geschmack in der Akzeptanz dieser, von der zeitgenössischen Tanzentwicklung beeinflussten, Tanzstücke an. Der großartige Applaus nach den Einzelstücken ließ jedoch vermuten, dass die Vorlieben des größten Teils der Premierengäste bei allen drei Stücken getroffen wurden. Das war ein interessanter begeisternder Tanzabend als Ergänzung, oder auch Abrundung zum laufenden Ballettrepertoire.


Foto:(c)Bettina Stöß
AND THE SKY ON THAT CLOUDY DAY

Foto:(c)Bettina Stöß
HERMAN
SCHMERMAN
Foto:(c)Bettina Stöß
HERMAN
SCHMERMAN

Peter Dahms
[TanzInfo-Berlin.de]

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